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Freitag, 13. Oktober 2000

Mein Text “Aber bitte mit Sahne” wurde ...


Mein Text “Aber bitte mit Sahne” wurde auf einer Lesung namens “world wide sex” in Berlin vorgestellt, hier dürfte er bald als Audiofile zu finden sein. Bei der Vorankündigung dieser Lesung wurde der Text gar nicht aufgeführt, vorgelesen wurde er dann trotzdem: Schade, das hätte ich gerne vorher gewusst. Nun bin ich mal gespannt, wie eine fremde Frauenstimme meinen Text liest :-) aber noch ist er dort nicht abzurufen. Professionelle Vorleser erinnern mich immer an Märchen-Cassetten für Kinder, weil die Stimmen so extrem über-akzentuiert sind. Jaja, ich weiß, das muss so sein. Meine Ohren sind halt ungeübt, ich sollte mir diese politisch inkorrekten Meinungen verkneifen. Ob es weh tut, wenn ein Satz anders betont wird, als ich ihn je vertont hätte? Ich werde es bald wissen *ggg* Spannend, sowas.

Es soll auch eine CD mit allen Texten geben, wobei mir noch nicht ganz klar ist, wie die vertrieben werden soll. Das habe ich aber schon ganz artig angefragt, auch darauf bin ich gespannt. Book on Demand, also die Herstellung über Libri BoD wird langsam gesellschaftsfähig - nun hat die Mutter von Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen aus dem heralinden Bestseller “Mord an Bord” eine Parodie gemacht und Tot im Boot verkauft sich wie irre. Bei mir liegt es schon lesebereit, aber ich muss erst noch das Original verdauen, war ein schwerer Klops. Übrigens, das da unten ist meine aktuelle Lieblingstasse, enthält auf dem Bild einen halben Liter muhkuhige Cappuccino-Glückseligkeit mit handgeschäumter Milch.

Ein entspanntes und ereigniswarmes Wochenende wünsche ich Euch :-)


# 13. Oktober 2000 um 10:00 PM
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Donnerstag, 12. Oktober 2000

Von Montag bis heute habe ich quasi ...


Von Montag bis heute habe ich quasi durchgehend entweder gespuckt, im Bad herumgesessen oder zutiefst erschöpft geschlafen - wenn ich mal gerade nicht mit Nadeln bestickt oder mir Blut abgepumpt wurde. Prickelnd. Hatte aber angeblich nichts mit der vermaledeiten inaktiven Schilddrüse zu tun, dass Magen und Darm sich stülpten. So ein Infekt ist eine prima Ablenkung, man kommt gar nicht erst ins Grübeln. Oder doch? Angeblich kann es natürlich nicht davon kommen, dass ich dieses radioaktive Zeugs gespritzt bekam, damit man die Schilddrüse besser untersuchen kann. Da ich gut darauf verzichten kann, das noch mal zu wiederholen, glaube ich das jetzt mal einfach (hahaha). Seitdem habe ich auch das Gefühl, dass ich meine Schilddrüse spüre, aber das kann dann wahrscheinlich auch nicht sein.

Ansonsten habe ich mich immer noch nicht an den Gedanken gewöhnt, dass ich wirklich und wahrhaftig nicht selbst vollständig schuld daran bin, dass mein Stoffwechsel so verkorkst ist. Mir schien es immer ganz klar, dass nach den ganzen komplett hirnverblödeten Diäten der Kindheit - ich “durfte” schon mit 11 in eine Kinderkur, und das war nur der Anfang des gepflegten Irrsinns - aus dem Babyspeck nichts anderes werden konnte als Übergewicht. Vor drei Wochen habe ich alte Mäntel entsorgt, und dabei gesehen, dass ich Kleidergröße 42/44 hatte zu einer Zeit, als vom Verwandten bis zum Bekannten jeder mich ständig wegen meinem Gewicht fertig gemacht hat. Diese blöden Arschlöcher. Anders kann man es schon gar nicht mehr sagen und ich habe auch keine Lust, es zu umschreiben. Leider sieht man sowas erst im Nachhinein so klar - wenn man nämlich Jahre später ein echtes Problem hat. Ein wahres Wunder, dass sie es nicht geschafft haben, mich kaputtzumachen und ich mich freigebissen habe.

Natürlich bin ich nicht so schlimm dran wie diese arme Jennifer Lopez. Nachdem ich mal endlich rausgefunden habe, wer das überhaupt ist (sorry, Kids), habe ich Tränen gelacht: Dieser Frau hat man keinen Vertrag für Jeanswerbung gegeben, weil ihr Hintern zu dick sei. Völlig verfettet, das arme Teil, schaut doch selbst. Nein, der Frau kann man wohl nicht mehr helfen. Für mich ist die logische Konsequenz daraus, dass es sich absolut nicht lohnen kann, sich irgendwelchen Normen zu unterwerfen, da diese völlig surreal sind. Keine neue Erkenntnis, gell?

# 12. Oktober 2000 um 10:00 PM
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Sonntag, 08. Oktober 2000

Ein paar Monate hatte ich auf diesen ...


Ein paar Monate hatte ich auf diesen Termin gewartet. Die Praxis eines Schilddrüsenspezialisten summt wie ein Bienenkorb, man wird durch ständig neue Räume geschleust, angepiekt, gescannt, radioaktiv verseucht und muss Fragebogen ausfüllen - mir ging es heute so schlecht, dass ich eigentlich am liebsten zuhause geblieben wäre, aber der nächste mögliche Termin wäre dann im Februar gewesen und ich habe jetzt wirklich lange genug warten müssen. Mein Hausarzt hatte es schulterzuckend als völlig unwahrscheinlich abgetan, dass ich etwas an der Schilddrüse haben könnte. Der Satz “das hätten alle Dicken wohl gerne, dass es organische Ursachen gibt”, stand unausgesprochen und dennoch sehr präsent im Raum, der Mann ist eben nur ein durchschnittlicher Bundesbürger, nicht schlechter und sicher nicht intelligenter.

Diskriminierung nimmt man am Kragen, hält sie sich sorgfältig vom Leibe und geht dann drum herum. In diesem Fall führte der Weg zum Frauenarzt, der mir ebenfalls versicherte, da sei bestimmt nichts an der Schilddrüse, nein nein. Aber wenn es mich denn beruhigen würde, könne ich mich auch durchchecken lassen. Sogar eine Überweisung würde er in dem Fall machen, auch wenn er meinen würde, das könnte so eigentlich nicht sein. Äusserst gnädig, ich hatte schon gedacht, ich krieg hier gar nichts für mein Geld. Erst habe ich heftigste Beschwerden und muss selbst herausfinden, was es alles sein könnte und keinen der teuren Herren interessiert es die Bohne, wie es mir geht, anschliessend werde ich belächelt und dann mit einem Trösterchen abgespeist?! Danach habe ich also vier Monate gewartet, um heute diesen einzigen Spezialisten weit und breit heimzusuchen.

Langes Geschwafel, kurzes Fazit: Meine Schilddrüse gibt es eigentlich gar nicht, so klein und inaktiv ist die. Genau das ist auch der Grund für die zusätzlichen Kilos, nicht das Cortison. Der Arzt war ganz freudig erregt - weil er mir versprechen konnte, dass er mir richtig gut helfen kann. Fein. Wenigstens einer, der Spaß hat. Mir ist schwindelig. Keiner hat mir geglaubt, als ich sagte, da stimmt etwas nicht, soviel esse ich nicht, das sind nicht die ‘normalen’ Kilos zuviel. Alle wollten lieber glauben, dass ich persönlich da was nicht im Griff habe, mein Essverhalten nämlich. An der Last, die innerlich (virtuell sozusagen) von mir gefallen ist, habe ich gemerkt, dass ich es auch schon angefangen habe zu glauben: Immer müde, immer hungrig, immer dicker? Klarer Fall von selbstverschuldetem Kreislauf, yippie.

Denn zuviel zu wiegen ist die eine Sache. Kaum noch vorwärts zu kommen, Fotos zu machen, auf denen man nur noch schwabbeligen Hals sieht, fast nirgends mehr Klamotten einkaufen zu können und ständig überall Schmerzen zu haben, das ist eine andere. NEIN so war es bei mir nicht. Aber es wäre so gekommen, und zusätzlich hätte ich mich mit dem Gefühl des Versagens herumgeschlagen. Verdammte Falle. Dick sein ist nicht schlimm, wenn man selbstbewusst ist und gepflegt und die wirklich wichtigen Dinge gut im Griff hat: Ausbildung, Job, Einkommen, Freundeskreis, Gesundheit und an erster Stelle das Privatleben. Das setzt Zufriedenheit voraus, und wie soll man die haben, wenn man ständig müde ist, Schmerzen hat und zunimmt und deswegen auch noch schief angeguckt wird?

Die erste Person neben Oliver, der ich davon erzählt habe, war Feli. Sie sagte prompt “warum überrascht mich das nicht? so wie ich dich habe essen sehen, dürfte deine figur von den proportionen nicht viel anders sein als meine” und natürlich :-) ist Feli sehr zierlich. Ob mich das nun tröstet, weiss ich nicht. Ich esse auch ganz gerne, und ich koche gut. Dass es nicht unglaubliche Mengen waren und dass ich gesund und vollwertig koche, das wusste ich zwar, aber geholfen hat mir das ja auch nicht ... Das Zweite, was sie sagte, war sehr treffend: Schilddrüsenprobleme werden halt sehr häufig als Ausrede für ungezügelte Gier genommen. Das denken sie alle, und wen man dann wirklich eins hat, hat man halt Pech und wird nicht für voll genommen. Soll ich Euch mal was verraten? Ich habe gar nicht geglaubt, dass ich eine Unterfunktion habe, die mich von aller Schuld erlöst. Mir war nur klar, dass irgendwas verdammt durcheinander war.

Der Arzt hatte richtig leuchtende Augen, es scheint eine Menge “Potential” vorhanden, mir konkret zu helfen. Muss toll sein, seufz. Na, dann warte ich jetzt mal die Ergebnisse der Blutuntersuchung ab, die Ergebnisse der Behandlung natürlich auch und freue mich schon auf das neue Leben, das man mir versprochen hat. Naja.

# 08. Oktober 2000 um 10:00 PM
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Donnerstag, 05. Oktober 2000

Dosenfutter. Big Brother II ist der Hammer. ...


Dosenfutter. Big Brother II ist der Hammer. Ich halte Euch für intelligent genug, dass Ihr keine verkrampfte Ausrede von mir erwartet, weil auch ich das derzeit bekannteste Medienspektakel gelegentlich konsumiere - interessant ist es allemal. Nicht wirklich erfreulich, aber sehr aufschlussreich. All diese doofen, ganz doofen oder nicht ganz so doofen Mädchen, die tuscheln und hetzen und sich positionieren, ganz wie im echten Leben *grins* Die Männer im Haus verblassen gegen ihre Damen. Übrigens habe ich vollstes Verständnis dafür, dass Christian mit den Kameras redet - ich habe mich auch schon dabei erwischt, wie ich zu Ebru sagte “klar verstehst du das nicht, du bist ja auch erst ZWÖLF.”

Mögen tue ich allerdings niemanden aus der aktuellen Dose. Es ist etwas anderes, zu wissen, dass “diese Sorte Frau”, die sich ständig vertrauensvoll unterhalten, herzen, knuddeln und küssen (klar) derartig und ständig übereinander hinterm Rücken reden - oder es mitzuerleben. Wuschelhohlköpfchen Ebru, Entenschnabeltassen-Dani oder Schwester Stefanie von Anstetten, ich kann mich kaum entscheiden ;-) Die schrauben und schminken alle derartig an sich herum, sind zu blöd für die durchgehende Organisation einer Versorgung aus (preiswerten) Grundnahrungsmitteln und auf den langsam überall ganz zufällig auftauchenden ‘Privatfotos’ sehen die Damen verdächtig flachbusiger aus als jetzt.

Seit ich vor ein paar Tagen (ich sag jetzt lieber nicht, wo und wann) an einem öffentlichen Ort stundenlang neben einem Skelett mit Silikonbeulen gesessen habe und mir diesen Modetrend mal aus der Nähe anschauen konnte, durchwandere ich die irdischen Täler erfüllt von tiefem Mitleid für all diese superblöden Frauen mit künstlichen Brüsten. Herrje, wie kann man sich nur so entstellen? Die Dinger sehen aus unmittelbarer Nähe aus, als müsste man sie nur mit dem Daumen einbeulen, um lustige Knetfigurengesichter zu machen. Wenn man sich rappeldürr hungert, sind die weiblichen Kurven halt meistens weg, man kann eben nicht alles haben. Warum sich aufbeulen lassen, wenn es nach Flickwerk aussieht? Weil eine beachtliche Anzahl Männer visuell gesteuerte Idioten sind, denen der Zweck die Mittel heiligt - der Zweck in diesem Fall wohl auch andere Männer, die geil und gierig nach größeren Beulen schauen ... nehm ich mal an. Pfui bah. Kauft Euch doch wie bisher einen BMW ... und die Mädels, tja, denen kann man sowieso nicht helfen, wenn die sowas mit sich machen. Wer sich derart empfindliche Körperteile aufschlitzen und mit wabbeligen Plastikbeuteln füllen lässt, nur weil man sich nicht schön findet, der muss noch ganz andere Lernprozesse durchlaufen, mit Silikon allein ist da nicht viel zu machen.

Aber wie ich jetzt gelernt habe: Vor der Kamera sieht man das nicht. Da muss man schon danebensitzen, -liegen oder -stehen, um die künstlichen Titten in ihrer natürlichen Form *LOL* genau zu sehen. Schon irgendwie irrwitzig. In jedem älteren Film, den ich sehe, fallen mir jetzt immer ganz stark die natürlichen Brüste auf - unser aktuelles Schönheitsideal oder wenigstens das Bild, das die Medien dir täglich einhämmern, ist komplett pervertiert. Frauen sind keine Ballons. Ich weiss nach einigen Episoden Big Brother II zwar auch nicht mehr so genau, was Frauen alles sind, aber bestimmt keine Ballons.

# 05. Oktober 2000 um 10:00 PM
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Mittwoch, 04. Oktober 2000

Zwei Katzen wohnen, ach, in meinem Bett. ...


Zwei Katzen wohnen, ach, in meinem Bett. Die eine will sich nicht von den Daunen trennen; die eine hält, in derber Liebeslust, sich an das Kissen mit klammernden Organen, die andre krallt gewaltsam sich, ich konnte es erahnen.

Manchmal, aber nur ganz manchmal, hätte ich lieber ein katzenfreies Bett ;-) Niedlich sind sie ja, wie sie da so plüschig und unglaublich puschelig mit rosa gespreizten Pfötchen da herumliegen. Miss Peppermint ist diagonal 90 cm lang, Nandi sicherlich auch, nur kugelt er sich lieber zusammen. An Tagen wie heute, wo jemand großes mit einer gewaltigen Faust nach mir greift, mich hebt, prüfend betrachtet, schüttelt und hart wieder absetzt ... an solchen Tagen aber möchte ich von vorne rechts bis hinten links alleine liegen, mich spüren und mich in Ruhe fragen, wie mitten in diesem vielen warmen Fleisch eine einzelne Stelle so frieren kann wie dieser rechte Fuss. Keine Chance. Sobald die Grübelwolken kommen, taucht auch Miss Peppermint auf, erklettert meine Magengegend, plumpst sich nieder und singt ein gelassenes Liedchen. Zwangsentspannung. “Auch mir kann es mal schlecht gehen.” sage ich zu der erdbeergrauen Nase und werde mit einem possierlichen Gähnen und lauter abgebrochenen spitzen Zähnchen bedacht. Fräulein Pfefferminz ist eine Kriegerin, die Schlachten mit Schrankregalen und Wackelstühlen, Kartonburgen und Vorratsschränken schlägt, da bleibt schon mal Zahn auf der Strecke, wenn das Kinn bei Sprung oder Absprung aufschlägt. Rede doch nicht, sagen die hellen grünen Augen, wenn es Dir wirklich übel gehen würde, dann würde doch Nandi kommen. Das stimmt. Der winzige Ableger von Fuchur dem Glücksdrachen senkt seine bernsteinfarbenen Augen aus nächster Nähe auf mich, wenn ich die Arme gegen die Zwangsjacken des Lebens stemme, Details und Bedingungen verfluche - weil das Leben wehtut, der Fuß sowieso. Kein blonder Kater weit und breit: So schlimm kann es also gar nicht sein. Es fühlt sich nur so an, weil ein dummer Mensch zu mir gesagt hat “das hätte ich von Dir nicht gedacht”. Was denn? Dass ich blute, wenn man mich schneidet? Dumme Kuh. Niemand ist problemfrei, im Unterschied zu Dir stehe ich auf und gehe weiter. Denke ich und schweige. Get me a break. Get them Kitekat.

# 04. Oktober 2000 um 10:00 PM
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