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Freitag, 08. September 2000

Ist gut, Ihr könnt jetzt aufhören mit ...


Ist gut, Ihr könnt jetzt aufhören mit den beruhigenden Mails :-) ich glaube es ja schon, dass Ihr auch alle obszön überquellende Kleiderschränke habt, hihi ... meiner ist jetzt wieder überschaubar (jedenfalls wenn man über 1,80 groß ist *hüstel*) und den anderen werde ich wahrscheinlich nie wieder öffnen. Es ist ein Komplettspiegel drauf, betrachten wir ihn einfach als versiegelt. Sollte ich Socken brauchen - die sind nämlich da drin - kaufe ich mir einfach welche. Bloss nicht aufmachen.

Olli behauptet, das quadratische gelbe Pokemon namens Picatchu oder so ähnlich würde aussehen wie Nandi. Also habe ich ihm im Vorbeigehen eine Postkarte mit dem Viech drauf gekauft, die im übrigen mehr kostete als eine große Internetzeitung *LOL* Was ich nicht ahnte: Er hat sich direkt so ein Spiel besorgt und jetzt wird aufs Übelste gefachsimpelt. Ich zitiere mal unerlaubterweise:

Die_OLive: können die Dinger sterben oder gehen die nur KO?
Melle: Die gehn nur KO Olli, das’n Spiel für kleine Kinder!
Melody001: *kicher
Die_OLive: puuh
Melle: Da musst du in so ein Pokezentrumdingsda rennen und die auf dem Tablett von der Tussi rotieren lassen.

Noch Fragen? Also, ich nicht. Ich hab jetzt Wochenende - und freue mich über die Abbildung meines Buchs in der aktuellen GOLD :-)

# 08. September 2000 um 10:00 PM
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Mittwoch, 06. September 2000

Mord an Bord.Jawoll, ich habe es getan. ...

Mord an Bord.
Jawoll, ich habe es getan. Ich habe das neue “Buch” von Hera Lind gelesen. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur zwei Dinge anführen. Erstens war ich am Flughafen, in Eile und musste einchecken und brauchte dringend irgendwas komplett bananiges. Eben die Sorte Leseschrott, bei der verknickte Ecken und ein Vergessen des Buchs zwischen den Sitzen nicht wirklich kümmern. Zweitens hat man als Autor/in in Deutschland immer das Vergnügen oder das Problem, an den Erfolgen dieser geisteskranken opernsingenden Pseudo-Hausfrau gemessen zu werden. Ist es nicht schön, wenn man voller Inbrunst sagen kann “lieber gar nicht als sowas” und dabei nicht mal lügen muss? :-) Kurz und gut, diese Dame hat einen gigantischen Sockenschuss, und dabei ist es auch egal, dass sie sicherlich schon seit Buch Eins keinen Roman mehr wirklich selbst verfasst. Wenn man den albernen Film dazu nicht gesehen hat, war der erste Roman (Ein Mann für jede Tonart) noch nette Unterhaltung: Fast Food für das Leserhirn und ganz lustig. Danach schmeckte es jeweils mehr, als hätte man einen Teebeutel achtmal nacheinander benutzt. Mord an Bord allerdings schlägt alles.

Die Heldin heißt Burkharda. Wie ein netter Bekannter und ausgebildeter Buchhändler neulich mal sehr treffend bemerkte, ist ein affiger “origineller” Name bereits ein guter Grund, ein frisch geöffnetes Buch direkt wieder wegzulegen und gar nicht erst zu lesen. Es nervt. Vor- und Nachnamen in Kombination, die spontanes Kichern hervorrufen sollen, nerven. Wagishilde Müller-Schneckenbach. Hans-Ottokar von Traufen-Wehgewitter. Und ähnlicher Durchfall. Schon so ein dumpfer Vorname macht einen intelligenten Menschen gereizt. Nichts gegen einen markanten Namen in der Handlung, aber bitte schön nicht so primitiv. Na gut, ich wusste ja, was ich da gekauft habe.

Die Handlung verlief in bewährten Bahnen, oft zu albern und ein bisschen sehr doof geschildert, aber das ahnte man ja, sobald man auch nur ein einziges heralindes Buch angelesen hatte. Dann, mitten in der etwas blöden Geschichte über den Ausbruch aus dem Alltag einer Provinztuss ... beginnt “Burkharda” hier, da und dort damit, Menschen zu ermorden. Es ergibt sich halt so, die meisten Morde basieren ohnehin auf Missverständnissen (?) und weder der innere Umgang damit noch die Details werden geschildert. Sie rennt halt da herum und schubst Leute vor Strassenbahnen und in Dampfkessel und über Bord natürlich sowieso. Hahaha. Zu interessieren scheinen die Leichen sowieso niemanden so richtig. Um eine qualvoll blöde Geschichte drastisch abzukürzen: Und sie lebte glücklich, erfolgreich und zufrieden bis ans Ende ihrer Tage (muss PMS gewesen sein) mit einem anderen als dem, den sie zuerst haben wollte. Das Buch ist so besch…eiden, dass es schon wieder beinahe gut sein könnte: Wenn es eine Kurzgeschichte mit weniger als 15.000 Zeichen wäre. Aber auch dann wäre es nur beinahe gut. Ein geniales Mitbringsel für Pflichtbesuche bei älteren Damen, die man nicht wirklich mag.

So, und ich räume jetzt weiter den Kleiderschrank auf. Wir haben fünf. Einen für Wäsche, zwei von Oliver, zwei von mir. Der eine meinige ist JETZT wieder in einem akzeptablen Zustand. Über den 5. sage ich besser kein Wort. Jedenfalls scheine ich mir in den letzten 10 Jahren jedesmal einen schwarzen Rock gekauft zu haben, wenn ich einen brauchte, statt einfach einen aus dem Schrank zu holen. Für Blusen gilt ähnliches. Dummerweise war ich gestern vorher Klamotten kaufen, wenn ich erst nach der Schrankentrümpelung losgezogen wäre, hätte ich wahrscheinlich noch Sachen wieder mit in den Laden genommen, hmpf. Nun ja. Wie es aussieht, kann ich ab- oder zunehmen oder 10 cm kleiner/größer werden und werde trotzdem für die nächsten 10 Jahre nie wieder Kleidung kaufen müssen :-( außerdem habe ich ganz viele Sachen gefunden, die ich nicht ein einziges Mal angehabt habe. Jetzt schleppe ich erst mal ein riesiges Klamottenpaket auf die Post, denn ich sollte mich was schämen, kenne ich doch genug schwergewichtige Damen, die das Zeugs verdammt gut brauchen können. Ich schäm mich auch. Irgendwie. Ich kann bloss nicht versprechen, dass ich trotzdem nichts neues mehr kaufe, bis alles verschlissen ist, denn in 2050 werde ich sicherlich einen ziemlich anderen Geschmack haben ...

:-) Los jetzt, schreibt mir sofort Mails, dass es Euch ähnlich geht und Eure Schränke in Luxus überquellen, obwohl in Afghanistan Säcke mit Reis umfallen! *grmpf* Sommerblusen gestapelt, Wintersachen rausgeholt, immer noch das Gefühl, ein hysterisches Luxusgeschöpf zu sein, na gut, auch egal. Ich kenne Leute, die vieeeeel schlimmer sind, jawohl!

# 06. September 2000 um 10:00 PM
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Wer hat an der Uhr gedreht? Ist ...


Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? Seit wir aus Berlin zurückgekommen sind, habe ich ganz gut in den Seilen gehangen. Heute ist der erste Tag, an dem ich wieder einigermassen überlebenswillig und -fähig bin. Ein Glück, dass ich direkt im Anschluss den kleinen Bericht geschrieben hatte, denn Montag bis Mittwoch erlebten mich eher so im Flunder-Status.

Nach 14 Tagen Heilfasten war ich wieder umgestiegen auf feste Nahrung für halbwegs Erwachsene, denn Fasten in Berlin hielt und halte ich nicht für einen Erlebnisurlaub. Jetzt tickt die Uhr wieder, irgendwann bald sollte ich wieder anfangen und ich werfe nur noch missmutige und fröstelige Blicke auf die graue Welt dort draussen. Einen goldenen Herbst hatte ich bestellt! Keinen frühen Winter. Meine Füsse haben mich auch im Stich gelassen, sie mutierten zu geschwollenen Klumpen in Berlin, das lag wahrscheinlich am Flug, am Gepäckschleppen, am Strassenpflaster, was weiss ich. Vorher waren sie soweit ok, vor Ort katastrophal und jetzt sind sie immer noch nicht gerade vorzeigbar. Eines hat das Fasten allerdings gebracht: Die mörderischen Schmerzen und die Rötung sind weg, “nur” die matschige Schwellung blieb mir erhalten. Gib mir mein Leben zurück, denke ich morgens beim Aufstehen, aber natürlich kann mir das niemand ausser mir selbst zurückgeben. Ich muss von dem hohen Kampfgewicht runter, und das nervt mich ungemein. Diätenwahn ist für dumme kleine Pipimädchen jeden Alters, nicht für gestandene Frauen, die bestens klarkommen :-) naja, bis auf die Gesundheit halt, und da hakt’s ja leider seit dem Unfall. Ohne Sport ist nichts zu machen, und mit diesen Füssen Sport treiben fällt aus. Was also bleibt mir übrig, als den nächsten Fastengang anzutreten? Mir fällt leider gerade nichts anderes ein. Hoffentlich schaffe ich es wieder so mühelos und so konsequent. Heute jedenfalls steht zuviel auf dem Terminplan, man braucht Ruhe und Zeit zum Einstieg in ein Heilfasten.

Gestern habe ich zum ersten Mal in meiner ganzen Computerkarriere zu jemandem gesagt “nein, ich habe keine Zeit und vor allem keine Lust, bei Dir zuhause einen kostenlosen Intensivlehrgang zu geben”. Ich war selbst ein wenig erstaunt, aber ich habe langsam die Nase voll von Leuten, die sich immer nur melden, wenn sie selbst was wollen, dann aber eine unglaubliche Hartnäckigkeit und große Eile an den Tag legen - selbst aber selbstredend niemals Zeit hatten. Nö. Klappe zu. Es reicht :-) man kann sich nett unterhalten und ich gebe auch gerne den einen oder fünfhundertsten Tipp zum Selbstlernen per Mail, das muss dann aber reichen (oder wer von denen hat jemals auch nur einen Finger für mich gerührt, als ich monatelang krank und fast unbeweglich zuhause hing?). Das großäugige Erstaunen, wenn die Quelle ewiger Hilfsbereitschaft nach Jahren abrupt versiegt *ggg* ich seh es aber einfach nicht mehr ein. Kenne genug Leute, bei denen es nicht so ist und unternehme offline lieber was mit Freunden, die nicht immer nur nehmen, nehmen, nehmen, nehmen ... sondern mit denen man eine ausgeglichene Beziehung hat.

Ja, ich weiss. 98% von Euch haben diese Einstellung schon immer gehabt *LOL* so ein Mist, die Leute sind auch nicht mehr so hilfsbereit wie früher und so weiter :-) Ich helfe ja gern, aber mir stinkt es enorm, wenn sich Menschen wirklich nur bei mir melden, sobald ich “von Nutzen” sein kann. “Nicht meine Nummer”, würde Nachbarin Marlies sagen ;-) have a happy day allerseits!

# 06. September 2000 um 10:00 PM
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Samstag, 02. September 2000

Jetzt ist es vorbei, das Wochenende in ...


Jetzt ist es vorbei, das Wochenende in dem märchenhaften Hotel. Wie immer nach einem besonders schönen Treffen mit sehr netten Leuten, die auch noch dieselbe virtuell eingefärbte Sprache sprechen, bin ich leicht verkatert und sehne mich nach der gemischten Runde zurück, in der wir soviel Spaß hatten. Leider bleibt die Zeit nicht auf Wunsch stehen, sonst würden wir in einer Schleife gefangen sitzen und lachen und quatschen und lachen und quatschen ...

Wir sind am Freitagabend geflogen und von einer lieben Bekannten abgeholt und zum Hotel gefahren worden. Dort angekommen, schauten wir erst einmal ein bisschen, denn es sah nicht so recht nach Hotel aus. Egal, wir stapften in den zweiten Stock des Gebäudes mit den herrlich hohen alten Decken und wurden im “Hotel” in einen Flur geführt, dessen oberes Drittel mit Ästen und Flügeln aus Papier und Fäden zu einem fantastischen luftigen Baumdach wurde - leider lässt sich absolut nicht mit Fotos einfangen, wie man sich unter diesem Dach fühlt, dessen Äste durch Wandmalereien täuschend echt weitergeführt werden.

Oben links in der Ecke winkte aus einer kleinen Klapptür unter der Decke fröhlich Melle, deren Zimmerchen nur per Kletterbaum zu erreichen war und sich in 3 Meter Höhe befand, dafür aber nur 1,40 m hoch war. Alleine musste sie aber nicht dort oben wohnen, denn in dem hellblauen Zimmerchen mit rotweiss-kariertem Vorhang und blauem Jägerzaun vorm Fensterchen gab es noch ein paar freundliche kleine Kerle. Im Flur war eine sehr putzige kleine Ess-Ecke samt Herd und Kühlschrank, die wir nutzen durften, und außerdem gab es gegenüber vom Bad (unter dem Zwergenzimmer war eine Dusche mit Waschbecken und Toilette) noch das Burgzimmer, in dem Oliver und ich übernachtet haben.


Die Wandbemalung alleine war schon irre, und je länger man in dem Zimmer war, desto mehr tolle Details sprangen nach und nach ins Auge. Das Bett war riesig, in dem beleuchtbaren kleinen Turm am Fussende wohnte eine Maus im Turmwächterkostüm und einfach jedes Detail stimmte. Wir haben uns deswegen besonders gefreut, weil den Castle Room wohl nie mehr jemand als Gast bewohnen wird, inzwischen sind Zwergenzimmer und das Schloß mit Flur die Privaträume der Künstler, die für uns leergeräumt wurden. Es war einfach super da drin.

Ilona und Ariana hatten etwas zu spät gebucht und endeten gemeinsam in dem Raum namens Gummizelle *breitgrins* :-))) Zur Auswahl hätte ansonsten noch der Knast gestanden - mit fließend Wasser und Ausbruchloch in der Wand.

Man konnte in das eine oder andere gerade entstehende Zimmer bereits einen Blick werfen und wir waren hell begeistert. Eins steht fest: Wenn das Hotel ganz fertig ist, mit allen über 50 Themen-Zimmern, dann gibt es dort ein Mega-Treffen!

Wir durften mit 11 Leuten den Flur und ein weiteres Zimmer nutzen, um uns nach Ausflug in die Pizzeria Francucci (seeeeeeeeeeehr lecker!) gemütlich zusammenzuhocken und so wurden es eine lange Nacht, ein entspannter Vormittag und ein netter halber Nachmittag im Cafe, der wie alles andere viel zu schnell verging. Der Rückflug war etwas turbulenzelig, so bin ich immer noch ein wenig betäubt, vermisse die anderen, freue mich sehr darüber, soviele so nette Menschen getroffen und wieder getroffen zu haben und warte sehnsüchtig auf das nächste Mal. Hach, Ihr habt alle viel verpasst, wenn Ihr nicht dabei wart :-)

P.S. Eigentlich müsste ich gar nicht erwähnen, dass wir natürlich gar nichts von der Stadt gesehen haben, sondern “nur” wie in alten und zukünftigen Zeiten entspannt herumgehangen haben *g* ich hoffe, alle sind gut nach Hause gekommen, vor allem mit dem roten kleinen Flitzer auf nasser Strasse. Einen schönen Montag!

# 02. September 2000 um 10:00 PM
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