Moving-Target.de

Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

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Samstag, 30. September 2000

Willkommen, Oktober. Hoffentlich sind frisches Tiramisu und ...


Willkommen, Oktober. Hoffentlich sind frisches Tiramisu und ein Gläschen Sekt eine angemessene Begrüßung für einen meiner zwölf Lieblingsmonate gewesen - eigentlich hatte ich vor, selbstgemachtes Sahne-Pflaumeneis mit gerösteten frischen Walnüssen zu machen. Leider hat das mit dem Einkaufen nicht so hingehauen, aber Tiramisu ist ja auch nicht schlecht. Neuanfänge sollte man feiern, auch wenn es sich nur um einen Monat handelt. Überhaupt bin ich momentan dafür, alles und jeden zu feiern. Der Herbst ist irgendwie swinging, mir geht es gut.

Den Samstag habe ich mir komplett zum Geschenk gemacht, das tut mir zwar leid für jeden, der mich angerufen hat, aber ich musste und wollte einfach mal schlafen, rumliegen, frische Pizza backen (OK, den Teig macht Oliver, er kann es einfach und hat diverse Tricks für die perfekte Mafiatorte auf Lager) und herumhängen, lesen, kuscheln und dicke freche Katzen zwackeln. Telefonieren war nicht auf der Liste, wird es wohl auch nie mehr sein. Es ist absolut ekelhaft, wenn das Ding klingelt und der Anrufende zerstört den Moment, hält die Arbeit an, weckt mich oder stoppt mich auf dem Weg zur Tür, zum Bad. Angerufen werden und dann soll, muss man zuhören. Ganz egal, was man gerade tut. Mir ist schon irgendwie klar, dass dies das Prinzip des Telefonierens ist ;-) aber ich muss das ja nicht mögen. Viermal bin ich geweckt worden am Samstag. Wenn bei uns eine Leitung frei ist, merkt man das sofort *stöhn* :-)

Ich bitte also um Entschuldigung an alle, die ich abgewürgt habe (richtig, zwei waren Onliner *g*) schreibt halt einfach eine Mail oder wartet, bis ich meine Ohren wieder öffentlich benutzen mag. Dann ruf ich schon an. Jetzt ist der Oktober zwanzig Minuten alt und ich geh wieder feiern - kalifornischer Rotwein, Düsseldorfer Krabbenschinkenpaprikazwiebelpizza und ... genau, es ist noch Tiramisu da. Es lebe der Herbst! Und Männer mit grünen Augen ;-)

# 30. September 2000 um 11:00 PM
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Mittwoch, 27. September 2000

Das ist doch mal ein Lockangebot: Photoshop ...

Das ist doch mal ein Lockangebot: Photoshop LE für 139 DM!!! Zwar komme ich mit PaintShop Pro so einigermassen über die Runden (ich sehe die Grafikfreaks verächtlich erblassen *lach* aber mir gefallen meine Webseiten immer noch ganz gut so und einige werde ich in absehbarer Zeit sowieso überarbeiten müssen), aber Photoshop ist natürlich immer eine der zartesten Versuchungen, seit klar ist: Ganz ohne Grafik ist es unglaublich öde, mit kann man Akzente setzen und vieles mehr. Tue ich’s oder tue ich es nicht? Mal schauen. Man muss ja nicht jeder spontanen Neigung nachgeben ;-) sprach die Herrin der Elektroschrott-Halde weise und schielte auf ihren neuen Organizer - sooo klein und schon alleine unterwegs zwischen all den anderen Stromfressern ...

Für Last Minute Geschenke-Buyer: Rotweinkuchen als Versandgeschenk! :-) *yammi* Selbst backen ist aber auch nicht übel. Bevor Ihr jetzt denkt, ich sei übergeschnappt: Ich teste Partnerprogramme für Websites und habe deswegen die Kennung/en eingebaut *g* dass man mit Amazon selten mehr als 200 bis 300 Mark im Quartal macht und mit dem Kuchenversand vermutlich nur süsse Krümel, das weiss ich auch ;-) Die Idee, mal eben einen Kuchengruß zu versenden, gefällt mir aber gut. Für mich selbst mag ich Champagnertrüffel lieber, hihi ...

Ja genau, ich bin übermüdet. Die Kombination gut drauf und müde macht halt albern. Das ändert aber nichts daran, dass Texte unter irrem Zeitdruck am besten fliessen. Berufskrankheit. Glaube ich. Was war noch mal mein Beruf? Freie Autorin, meistens, findet meine Steuerberaterin. Sie hat da sicher recht. Solange sie mir nur diesen irren Papierstapel nächste Woche Montag abnimmt, ohne dass ich da selbst reingucken muss. Und das wird sie. Natürlich muss ich vorher Kopien machen *augenverdreh* andererseits ist es gar nicht so übel, vierteljährlich die Steuer hinter sich zu bringen, sonst müsste ich am Jahresende nämlich einen guten halben Meter Papier herumschleppen und den Überblick hätte ich als zahlentechnischer Komplettversager dann sicher sowieso nicht mehr. Immer noch bringt es mich zum Kichern, dass ich vor 11 Jahren kurze Zeit in der Kreditorenbuchhaltung gearbeitet habe, an dem einzigen PC, der bei einem gewissen japanischen Konzern in der Ratinger Zweigstelle aufzutreiben war. Nie hätte ich gedacht, dass ich die eckigen Dinger mal stapeln würde, ein erster eigener PC war für Privatleute ja fast undenkbar ;-) obwohl ich wusste, dass ich irgendwann einen haben würde.

Apropos. Das Web wird enger. Mein Vater im fernen Kanada hat endlich per Seefracht den Computer erhalten, den ich ihm geschenkt habe: Monitor, PC, Modem, Drucker, Webcam, Sound und auch sonst alles, was ein Multimedia PC nur haben kann, wenn auch nicht der allerschnellste. Wie lange es wohl dauert, bis er es “nach online” geschafft hat? Dass er kommen wird, daran habe ich keinen Zweifel. Er muss nur herausfinden, was ein Provider ist und wie man einen Zugang bekommt, und das wird er, denn er hat bei mir schon mal kurz gesurft. Bei mir hat das damals in 1994 schliesslich auch gereicht: Ein kurzer Blick aufs Internet und ich war auf dem Weg. Da ich mir ziemlich sicher bin, woher ich meine Sprachbegabung und das Technikverständnis habe (hey Papa, wie wärs denn mit mehr MATHE gewesen???) weiß ich, dass es nicht allzu lange dauern wird. Ich glaube nicht, dass er dieses Tagebuch so ohne weiteres finden wird - geschweige denn auf diesen Eintrag stossen. Aber mein Bruder wird. Und der hat seit letzter Woche auch einen Computer. Olivers Mama wird in drei Wochen auch ein Modem haben und sie brennt schon verdammt darauf, sich gründlich umzusehen. Genau hier, nehme ich an. Mal schauen, ob ich Kommentare bekomme. Mir wäre es auch recht, ich könnte einfach weiter unbeachtet *hust* das treiben, was ich bisher tue ;-))))

Jetzt aber gute Nacht.

# 27. September 2000 um 10:00 PM
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Sonntag, 24. September 2000

Am vergangenen Freitagmorgen war ich Zeugin, als ...

Am vergangenen Freitagmorgen war ich Zeugin, als ein Mann auf dem Fahrrad ein Kind über den Haufen fuhr, das ohne Vorwarnung auf den Bürgersteig rannte. Der Radfahrer hatte auf dem Bürgersteig nichts zu suchen, das höchstens vierjährige Kind hätte nicht alleine an einer Hauptgeschäftsstrasse herumeiern dürfen. Darüber habe ich aber nicht nachgedacht, bis wir nach endlosem Suchen endlich die Mutter von dem blutüberströmten Kleinen gefunden haben, Polizei und Krankenwagen kamen. Die junge Frau schätze ich auf höchsten 28, sie zerrte vier weitere Kinder mit sich herum und beim besten Willen sprach sie keine drei Worte Deutsch. Irgendwie war ich nachher wütender auf sie als auf den totenbleichen Radfahrer, der komplett geschockt und fertig war. Sie stieg in den Krankenwagen und fuhr mit Kind 1 weg, während die anderen Kinder - das älteste ein 8jähriges Mädchen - sich stumm an den Kinderwagen klammerten und zurückblieben, angeblich würde Papa bald kommen, aber wieso und woher? Sie hatte kein Handy, sprach kein Deutsch, kapierte nichts, glotzte nur blöde und verschwand mit dem kleinen Nasenbruch ins Krankenhaus.

Die Polizisten verhörten den Radfahrer und dann waren alle weg. Die Kinder verstanden mich bei solch leuchtenden Vorbildern natürlich auch nicht und ich war froh, dass die zwei im Doppelwagen schliefen und die anderen beiden nur stumm schauten. Irgendwann kam eine weitere Dame mit ebenfalls vier bis achtzehn Kindern, die konnte dann aber genug Deutsch, um ein Kind zu rufen, das sich ansatzweise verständigen konnte. Toll. Einfach super. Wie schön, dass diese Damen wenigstens so fruchtbar waren, denn ein bisschen Schwund gibt’s ja immer und bei derart verantwortungsvoller Betreuung in einem fremden Land ist es sicher besser, man hat ein paar Kinder mehr. Was, wenn es ein schlimmerer Unfall als “nur” ein Nasenbruch gewesen wäre? Was, wenn es um Transfusionen, Erbkrankheiten, Blutgerinnsel gegangen wäre? Fehlte nur noch, dass die Mutter auch losgeplärrt hätte. Aber nein, die war ganz locker, warf keinen einzigen Blick zurück auf die anderen Kinder, die sich auf dem Bürgersteig zusammenkauerten - an einer der größten Verkehrsstrassen Düsseldorfs. Zufällig stand ich ja dort herum, nur ist mein Marokkanisch eher rudimentär bis gar nicht vorhanden ... Ich finde es unglaublich, dass sie nicht mal genug Deutsch konnte, um ihren Namen anzugeben.

Wie wäre es denn mit folgendem Plan: Alle diese armen, ausrangierten und völlig überlasteten Lehrer, die sich schon mit 45 den Anforderungen eines normalen Arbeitslebens nicht mehr gewachsen fühlen, sollte man für Erwachsenenschulungen in Ausländerkursen einsetzen, und wenn es nur ein Tag in der Woche ist. So wären sogar die noch zu was zu gebrauchen und ich fand sowieso schon immer, dass niemand auf Dauer in einem Land leben sollte, dessen Sprache er/sie nicht spricht. Die anderen früh-frühpensionierten Menschen - und es gibt unglaublich viele, die fit genug für Abenteuerurlaube a la Jolo sind, zum Durcharbeiten aber nicht taugen *g* -könnten in der Zwischenzeit die Kinder der ausländischen Schüler/innen betreuen. Es gibt soooo viele Menschen, denen man eine vollwertige Arbeit nicht aufhalsen “darf”, aber einen Tag in der Woche müssten nach diesem simplen Plan auch die ran. Sind ja mehr als genug da: Auf dass sich niemand nutzlos fühle *g* und Deutsch für absolute Anfänger sollte ja nun jeder ausgebildete Pädagoge bei Bedarf unterrichten können. Oder überschätze ich die etwa. Könnte natürlich auch sein.

Wie ich darauf komme? Ganz einfach. Auf der letzten Zugfahrt habe ich schon wieder neben einer vorzeitig pensionierten Deutschlehrerin gesessen. Das ist mein Schicksal: Ein aufgeschlossener Gesichtsausdruck, auf den solche Leute direkt draufhüpfen, um mich zuzuschwallen. Leider redete sie nicht nur wie diese ekelige Renate Wallert, sie sah auch noch so ähnlich aus. Entweder sehen Lehrerinnen im Vorruhestand alle so oder so ähnlich aus oder ich habe wuchernde Alltagsparanoia. Grauslig. Allein an diesen Kurzhaarfrisuren und dem belehrenden Gesichtsausdruck kann man sie schon erkennen. Glubschbrille, warum eigentlich nicht mal eine mit guten Gläsern?! Es gibt durchaus Möglichkeiten, nicht immer wie Mama Eule auszusehen, aber na gut. Da sitze ich also, werde von einer altjüngferlichen Klaue am Arm gerupft, damit ich auch bloss nicht komplett auf Durchzug schalten kann und erhalte unfreiwillig eine herzliche, auf mütterlich-herablassend getrimmte Vorlesung über das Wetter, das Leben, die Lektüre unterwegs und den Nescafe der Bahn. Diese Frauen denken ja immer, sie hätten die einzig wahre Lebenserfahrung und es würde der Mitteilung an die restliche Welt bedürfen. Womit ich das nur immer verdient habe? Sie hatte selbstverständlich eine Tasche dabei, die sie nicht alleine heben konnte - wozu auch, wo der Rest der Welt doch nichts besseres zu tun hat, als hilfsbereit herbeizueilen.

Und wie sie mir da so selbstgefällig erzählte, wie schlau sie sich doch hätte zeitig pensionieren lassen, wuchsen laute böse Worte in meinem Kopf. Seid einfach froh, dass ich keinen Einfluss auf irgendwelche Gesetzgebungen habe, ich wäre glatt imstande, Beamte ohne jegliche Schonfrist und auch noch rückwirkend und übergreifend abzuschaffen ;-)

# 24. September 2000 um 10:00 PM
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Freitag, 22. September 2000

Samstagmorgen, nicht mal halb Neun.

Samstagmorgen, nicht mal halb Neun. Jetzt hätte ich beinahe mehrmals “halb Nein” geschrieben, jede Korrektur rutschte auf das i zurück, hm. Dabei freue ich mich eigentlich auf diesen Lehrgang heute und auf die netten Mädels, die hoffentlich hochzufrieden nach Hause gehen werden. Das Bett sieht aber eben auch sehr gemütlich aus, obwohl eine jüngere Frau direkt meinen Platz eingenommen hat und jetzt sinnlich ihre Fusskrallen knackt (und Olivers Nase gedankenvoll mit einem grauen Schwanz anpuschelt). Vor dem Fenster sortiert die 93jährige Dame aus dem dritten Stock jedes einzelne Blatt und jede Blüte an Rosenstock und lila Blumen, deren Namen ich mir nicht mal merken könnte, wenn ich ihn wüsste. Alle sehen sehr zufrieden aus und ich könnte ewig so sitzenbleiben, Milchkaffee trinken, meinen blonden Kater ein bisschen ärgern und Fräulein Pfefferminz beim Schnurren zuhören.

In fünf bis zehn Minuten werde ich die allerletzte Feuchtigkeit aus meiner Mähne fönen und mich auf den Weg machen. Eigentlich wollte ich ein wenig herumsurfen, aber ich mag nicht. Ich mag lieber fünf philosophische Minuten haben. Seit vier Jahren und zweieinhalb Monaten schreibe ich Online-Diary. Seit ein paar Wochen begegne ich überall Einträgen, deren Stil oder Ansatz oder ungefähren Inhalt in der einen oder anderen Form ich bereits vor Jahren geschrieben habe. Das heisst nicht, dass die anderen abschreiben ;-) obwohl es auch da den einen oder anderen Kandidaten gibt, der Moving Target aus Mangel an eigener Inspiration ansurft (irgendwie fällt es doch immer auf, wenn Themen doppelt aufgegriffen werden). Es bedeutet wahrscheinlich einfach nur, dass diese Beiträge nicht so besonders originell sind, weder von mir noch von den anderen *g* Ich frage mich, warum mich das nicht stört. Weil ich zuerst geschrieben habe? Das wissen die anderen wahrscheinlich nicht mal.

Vielleicht wiederholt sich wirklich fast alles hundertfach. Kann man verhindern, dass man eine Idee für eine Kurzgeschichte “hat” und diese schreibt, als sei sie neu - dabei hat man nur vor Jahrzehnten ein Buch mit dieser Handlung gelesen und das längst vergessen? Soweit ich weiss, ist mir das noch nicht passiert. Aber auch das ist nur ein Zufall ;-) in letzter Zeit habe ich soviele Dinge gelesen, die wissentlich oder unwissentlich abgekupfert sind, es macht mich ganz wuschelig. Wahrscheinlich ist das wieder so ein Zeitpunkt, in dem man bewusst sagen muss: Wach auf und versuche wenigstens, nicht zu denen zu gehören, die sich mit einem übersteigerten (und uninteressanten) Perfektionsanspruch selbst Hindernisse in den Weg legen! Gehör Du lieber zu denen, die wirklich was tun.

Ärghs. 8:43 Uhr, in einer Viertelstunde muss ich los! Einen wunderbaren Samstag Euch allen, mit Sonne und ein bisschen Herbstgefröstel und heissem Kakao mit Zimt und abends Pellkartoffeln und Steak! 

# 22. September 2000 um 10:00 PM
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Donnerstag, 21. September 2000

Na, habt Ihr auch alle fein den ...

Na, habt Ihr auch alle fein den Jahresbesuch beim Onkel Doktor Zahnarzt absolviert, um ein Stempelchen in Euer Bonusheftchen zu bekommen? Schon gut. Ich hab wenigstens den Termin gemacht, Zahnweh hab ich ja nie und bohren muss er wohl auch nicht, also fällt es mir leicht, so gewissenhaft und pflichtbewusst zu sein *g* Dran denken sollte man aber trotzdem, denn wenn doch mal was ist, kostet es ganz gut extra, ein Jahr ausgelassen zu haben. Hmpf. Allerdings hatte ich mit Unfällen so viel Pech, dass ich beschlossen habe: Alle anderen Sachen in meinem Leben werden einfach herausragend klappen, besonders die Gesundheitlichen und Kosmetischen ;-) als Ausgleich für die blauen Flecken. Meine Mutter hat mit 60 Jahren noch kein graues Haar, ich habe beschlossen, dass ich das geerbt habe *g* Haare, Zähne, Haut. Alle Veranlagungen geerbt. Basta.

Eine lohnende Investition. 96 Pfennige am Tag für einen Anruf bei der Hotline, damit “Marion” das Containerhaus verlassen muss. Es ist einfach so, ich kann diese bemützte Heuchelkuh in der aktuellen Big Brother Staffel einfach nicht ertragen, auch wenn ich gar nicht richtig und regelmäßig zuschaue (werd ich aber noch, jawoll). Flennend und plärrend und dann wieder zuckersüss schmeichelig - gibt es was Ekeligeres als so eine konsequente Anbiederung? Allen dienstfertig den Rücken massieren, das mag sie totaaaal gerne, und man muss auch immer eine anzügliche Zote auf den Lippen haben, “weil da lachen die Jungs doch so toll nett”. Kotzkuh *g* 96 Pfennige für Marion. Wahrscheinlich total unfair von mir, sicher ist diese bratzblöde sich produzierende Strip-Kuh ein ungemein wertvoller Mensch und die Kameraführung samt Regie ist nur so gemein einseitig. Na und? Ich reagiere so, wie es von mir erwartet wird *g* und das mit Wonne. Gibt’s was widerlicheres als jemanden, der sich so anbiedert?

Doch, halt. Es gibt was Schlimmeres: Frauen, die sich zusammenrotten und ständig über andere herziehen. Je frustiger die alten Ziegen sind, desto mehr sind ganz gezielt andere Menschen das Thema. Ich nenn das jetzt mal Gruppenhaft. Leute mit wenig Arbeitsspeicher *g* Bin immer in Versuchung, mich vorzubeugen und zu fragen “Hattu keinen, der Dich richtig liebhat? Nicht mal Dich selbst?!”

Glücklicherweise gibt es im Internet nur Leute, die ein ausgefülltes Privatleben und Erfolg im Beruf aufs Harmonischste miteinander in Einklang bringen, immer die Wahrheit sagen, nur intelligente E-Mails schreiben und es nicht nötig haben, ständig gemeinschaftlich abzuhetzen. Richtig?

# 21. September 2000 um 10:00 PM
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