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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

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Donnerstag, 31. August 2000

Blau-violett ist keine gute Farbe für einen ...


Blau-violett ist keine gute Farbe für einen Zeh, durfte ich gestern feststellen. Ich hatte die Wahl, entweder auf Miss Peppermint oder gegen die Türkante zu treten und der Zeh hatte das Nachsehen, die Katze durfte ich obendrein noch trösten - sie hatte sich durch den Schmerzensschrei erschreckt. Grmpf. Was ist das nur mit meinen Füssen, wieso ständig und immer was Neues?! Gebrochen ist er nicht, der Zeh, aber die Farbe ist fast so ekelig wie der billige Lack, den manche sich da freiwillig draufschmieren :-) Macht nix, ich werde mir auch dadurch heute die Laune nicht verderben lassen.

Mit wachsender Gereiztheit reagiere ich allerdings auf einige andere Dinge: “Redakteure” für Unterhaltungssendungen, die Idioten für die Teilnahme an Fernsehsendungen - Quiz, Billig-Talkshow, Big Bother (sic) - suchen. Webzecken, die andere für eine Art Tankstelle halten, verdammt noch mal, wie lustig ist es wohl, wenn jemand sich über Monate hinweg nur meldet, weil er/sie was will und dann zum Kotzen! (sorry) hartnäckig ist? Dann noch die Leute, die einen stundenlang am Stück so brunzdumme Fragen fragen wie “wie wird man Autor”, “wie kommt man als Journalist an Aufträge”, “wie kommt man als Webdesigner auf Aufträge”, “wie wird man Webdesigner”, “was ist ein Webdesigner”, “was ist der Unterschied zwischen Autor und Schriftsteller”, “was zahlen deine Auftraggeber”, “was verdient man an Büchern” (da gibt es übrigens einen Pauschalpreis, jeder Autor in der Republik, ob Fachbuch oder Belletristik, bekommt genau 157 DM und 39 Pfennige pro Buch, egal wie dick, bei welchem Verlag und in welcher Ausführung und unabhängig davon, wieviele Exemplare verkauft werden ...) und das anscheinend völlig normal finden.

Ich versuche mich da immer reinzudenken, aber ich schaffe es nicht. Zufällig lebe ich gerade ganz genau so, wie ich es möchte. Aber angenommen, mein großer Traum wäre es, Bäckereifachverkäuferin zu werden. Nicht so groß, dass ich wirklich was dafür tun würde, nur gerade so, dass ich, wenn ich an einer Bäckerei vorbeikomme, gierig den Brötchenduft einsauge und reingehe, um die Frauen anzustaunen, die schon Bäckereifachverkäuferin sind. Würde ich grußlos an die Theke drängen, als letzte kommen und mich sofort beschweren, dass ich drei Minuten warten muss ... um dann zu fragen: Sind alle Brötchen bundesweit gleich groß? Gibt es Regeln für Brötchengrößen? Ist es schwer, gleichmäßige Brötchen zu machen? Was kosten Brötchen hier und in den anderen Läden der Stadt? Machen Sie gerne Brötchen und was sagen Sie zu Vollkornbrötchen, Sesambrötchen und Müslibrötchen? Kann man nicht auch eine Schürze in einer anderen Farbe tragen? Also, ICH habe ja noch gar keine Schürze, aber ich denke mal, ich würde alles anders machen und auch eine bessere Schürze finden, jawohl. Kann man hier ein Brötchen kaufen, um es sich mal anzugucken? Na, dann werde ich doch mal, hahahaa, einen kritischen Blick auf dieses Brötchen werfen, einen wohlwollenden, versteht sich. Man weiss ja nicht, vielleicht sind wir ja bald Kollegen, das bisschen Backen kann ich sicher auch. Ich wollte schon immer ein Brötchen backen, das wird schon klappen, und ich habe es dann wahrscheinlich nicht nötig, so eine Schürze zu tragen. Welche Brötchen haben Sie denn selbst in letzter Zeit gegessen? Sollen wir nicht mal ein Brötchen zusammen backen? Geben Sie mir doch bitte mal eben schnell das Rezept. Ansonsten frohes Brötchenbacken noch, ich komm dann morgen und stelle noch mehr Fragen, danke im voraus für die in Anspruch genommene Zeit ...

Arghng. Diese fremden! Leute sind jeder für sich wahrscheinlich ganz nett, aber die Gedankenlosigkeit der Forderungen kommt als Massenware echt nicht gut. Es ist zu blöd von mir, freundlich und zuvorkommend auf Anfragen einzugehen - man kann das satte “swottsch” schon beinahe hören, mit dem sich dann festgesaugt wird. Bitte schön, wenn meine Antwort so begehrt ist, dann leistet Euch gefälligst auch den Luxus einer Anrede, eines Hallo und einer vernünftigen Unterschrift (Realname). Ein kleines Danke nach dem geduldigen Beantworten von dreihundert dämlichen Fragen kann die erneute Kontaktaufnahme nach einer Woche (wenn Euch der nächste Schwall Fragen eingefallen ist) enorm erleichtern. Sollte nicht sofort eine Antwort kommen, kann man auch dafür sorgen, dass man nie mehr eine erhält: Indem man im drei-Minuten-Takt nachfragt, wo die Response bleibt, nämlich :-) *schimpf*

Jaja, das kommt daher, dass überall so groß für “alles kostenlos im Web” geworben wird. Da kommen sie alle gerannt und kapieren erst spät oder nie, dass es ein Geben und Nehmen ist. Erstaunlich eigentlich, das restliche Leben ist doch auch nicht anders. Manchmal habe ich bloss Angst, dass die meisten gar nichts zu geben haben - nicht mal Höflichkeit und die Bemühung, wenigstens rudimentär Rücksicht und Verstand einzusetzen.

Ärgerlich. Aber es gibt auch schöne Dinge: Es ist Wochenende, und zwar das Wochenende des Wellen-
brecher-Treffens in Berlin *freu* ;-)
auch allen anderen ein schönes Weekend!

# 31. August 2000 um 10:00 PM
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Mittwoch, 30. August 2000

Es ist schon hart. Da singt man ...


Es ist schon hart. Da singt man voller Inbrunst ein Lied, das man in genau dieser Version schon elend lange gesucht hat, und der eigene Kater verlässt das Zimmer mit einem Gesichtsausdruck, als ob er gleich spucken würde. Dabei singt er auch nicht besser als ich, im Gegenteil - meine Stimme ist viel, viel süsser und ich jaule auch nicht nachts um 4 Uhr in der Gegend herum, wenn Vollmond ist. Was ich gesungen habe? Na gut, ich oute mich als Fan. Von Dawson Creek nämlich. Wer nicht weiss, was das ist, dem werde ich das auch nicht erklären, wozu auch. Die Jüngeren werden es wissen ;-) und erst dies hier lesen und dann das hier hören. Die deutschen Episodes sind allerdings way way behind, in den Staaten liebt Joey bereits Pacey ...

Mein Autoreninterview bei Amazon ist endlich online ;-) und sonst gibt’s keine Neuigkeiten, die für die Öffentlichkeit bestimmt wären :-)

# 30. August 2000 um 10:00 PM
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Dienstag, 29. August 2000

Vierzehnter Tag Heilfasten. Mir geht’s herausragend, ich ...


Vierzehnter Tag Heilfasten. Mir geht’s herausragend, ich bin selbst erstaunt. Einmal ist mir ein Glas Weisswein dazwischengerutscht, als wir Besuch hatten - ein andermal habe ich es einfach vergessen und einen Cappuccino getrunken, aber sonst klappte es verdammt gut. Klappt es gut, denn ich darf noch nicht aufhören. Die Füsse sind deutlich besser dran, aber noch nicht geheilt. Ich will jetzt mal nicht meckern, angeblich wird man ein Lymphödem ja nie wieder los, wenn man einigen Weißkitteln und zwei oder drei Büchern glaubt. Bei mir sieht es aber ziemlich so aus, als wäre das Gewebe noch nicht so verhärtet gewesen und vor allem auf die Lymphdrainagen spricht alles sehr stark an, seit ich ‘faste’. Die Chance ist ziemlich groß, dass ich es komplett wieder loswerde (Eigendiagnose *grins* aber nicht nur das). Also zähme ich meine Ungeduld und pflastere meinen Terminplan sorgfältig mit Dingen, die mich aus dem Haus zwingen. OK, so nach 14 Tagen hätte ich schon mal Lust auf irgendwas zu essen *g* aber wie gesagt, das muss jetzt warten. Es ist auch noch sehr gut auszuhalten.

Wie Ihr Euch denken könnt, bin ich den allgemeinen Empfehlungen gefolgt und habe mich in den letzten zwei Wochen viel öfter als sonst ausgeruht, sonst wäre ein Heilfasten ja auch schlecht machbar. Nur eins vermisse ich wirklich: Die Möglichkeit, begleitend Sport zu treiben, das machen die Füsse noch nicht mit. Aber das wird schon wieder. Mehr gibt es hier und heute auch nicht zu berichten, denn ich werde jetzt zum Friseur düsen und mir 10 bis 15 cm von der Mähne abschnetzeln lassen. Ich sitze nämlich schon wieder drauf - wir fliegen am Freitag nach Berlin, und bei dem letzten Flug nach London ist mir der halbe Pferdeschwanz im Sicherheitsgurt hängengeblieben, sehr unerquicklich. Schon seltsam, ab einer bestimmten Länge sollte es fast egal sein, aber es sind immer dieselben 10 cm, die sich in Gurten verwickeln, die müssen ab.

# 29. August 2000 um 10:00 PM
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Samstag, 26. August 2000

Es war ein wunderbares Wochenende, ist auch ...


Es war ein wunderbares Wochenende, ist auch noch nicht vorbei. Netter Besuch, viel Schlaf und gute Laune. Da kann mich auch eine faustdicke superfeiste Lügengeschichte nicht erschüttern, manche Leute leben sowieso in einer Phantasiewelt, das aber aus gutem Grund ;-) Daran habe ich jetzt einen Haken gemacht, es hält mich sonst nur auf. Andere Leute sind auch soviel interessanter.

Eine Freundin von mir hat beispielsweise 50 Kilo abgenommen, ich hab mich so für sie gefreut, als ich sie wiedergetroffen habe. Zwar war sie immer eine sehr gut aussehende und top gepflege, gut angezogene Powerfrau, auch mit dem hohen Gewicht. Aber jetzt ist sie viel beweglicher, viel lebendiger, ich habe so gestaunt, es sieht klasse aus. Sie sagt, sie wollte einfach wieder ein lebenswertes Leben führen und als sie beruflich immer erfolgreicher wurde, ging es fast von selbst. Klasse, einfach Wahnsinn. Da bin ich doch gleich doppelt so motiviert, die fetten Nachwirkungen des Cortisons abzuschütteln - schliesslich will ich nicht wie ein Klumpen Sülze in der Wohnung vor sich hin vegetieren, während andere ein aktives Leben leben.

Das sind nämlich die zweiten guten Nachrichten für mich: Meine Füsse kehren heim *g* die Schwellung verschwindet immer mehr und mehr, die Behandlung schlägt an und heute sehen sie schon den ganzen Tag aus wie ganz normale, kleine, schmale Füsse. Hurra! :-) Natürlich verschwindet nicht in ein paar Tagen, was sich fast 8 Monate hinzieht, damit habe ich mich nach anfänglicher Ungeduld abgefunden. Aber wenn es so weitergeht, dauert es nicht mehr lange. Ja, ich weiss. Ich drängel schon wieder. Kein Wunder, oder? Man kommt sich ja vor wie ein alter Putzlumpen, wenn man ständig nur herumhängt ;-)

Der Besuch war auch sehr nett, ich hoffe, dass sich das mal wiederholt oder man sich anderweitig wiedersieht. Nächste Woche geht es dann endlich nach Berlin *freu* :-) und der September wird hoffentlich endlich wieder ein ganz normaler Monat. Einen guten Start in die Arbeitswoche wünsche ich Euch!

# 26. August 2000 um 10:00 PM
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Freitag, 25. August 2000

Einen Computer haben wir nach Kanada versandt, ...


Einen Computer haben wir nach Kanada versandt, und einen nach Norddeutschland. Endlich wurde es übersichtlicher im Wohnzimmer, nur noch die neue Hardware, ich war richtig zufrieden. Bis es mir gestern abend so viel vorkam, was da herumstand. Und ich mal nachzählte. KREISCH! Die Dinger wachsen nach! Denn es kann unmöglich sein, dass so ein ausgewachsener Mann ohne vorherige Absprache neue PCs in den gemeinsamen Haushalt schleppt, die dann das Wohnzimmer verstopfen. Also muss es ein Ableger sein, der da gerade in Einzelteile zerlegt wird. Bestimmt ist es das Baby von meinem Pentium, der kam mir anfangs gleich so mächtig vor. Angeblich brauchen wir das. Mir fehlen die Argumente, brauchen wir das? Alle Beweise sind vernichtet, alles liegt voller Steckkarten, Kabel und Einzelteilen, niemand kann mehr nachvollziehen, ob der alte Server-PC wirklich den Geist aufgegeben hatte. Na, ich will es mal glauben. So gebe ich denn heimlich, still und leise die Hoffnung auf ein fast bewohnbares Wohnzimmer auf ... Es wird immer so weiter gehen, richtig?

Ein Wohnzimmer voller Elektronikschrott, ich bin sehr blass um die Nase ... richtig geraten, wir erwarten Besuch. Gäste kommen grundsätzlich nie in den 12 Minuten, in denen die Wohnung Vorzeigestatus hat (bevor der blonde Kater auf den Boden kotzt oder ähnliches). Sie kommen, wenn alles Holterdikopf geht :-) Die erste Frage, wenn jemand vorbeischauen will, der noch nie hier war: “Hast du eine Katzenallergie?”, auf dem Fuß gefolgt von dem Hinweis, dass wir freiwillig in einem so kleinen Häuschen leben, weil wir es hier so schön finden :-))))) Das ist es auch wirklich.

Ansonsten ist das Web voller Wunder. Leute treten von Aufträgen zurück, die sie gar nicht hatten, eine Dame besteht hartnäckig darauf, ich würde in Wirklichkeit Claudia heissen und ihr vor einigen Jahren im Studium begegnet sein und ich bin immer noch der Versuchung entkommen, in Online-Auktionshäusern ein paar Tonnen Beluga-Kaviar oder ähnliches zu ordern. Sogar der Besuch kommt aus dem Internet ;-) Ich freue mich schon auf nachher, am Morgen bzw. Mittag. Aber auch allen anderen wünsche ich ein wunderschönes Wochenende.

# 25. August 2000 um 10:00 PM
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