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Freitag, 23. Juni 2000

Immer noch packt mich ein Unbehagen, wenn ...


Immer noch packt mich ein Unbehagen, wenn ich einen Auftrag ablehne. Dabei ist es ganz klar, dass ich keine Zeit und Lust habe, mich mit Sinnlosem, Unerfreulichem und grenzenlos Lästigem abzugeben und auch nicht alles annehmen kann, was meine Gesundheit schädigt (6 Tage Training, bei dem ich als Seminarleiterin auf den entzündeten Beinen stehen müsste, und das bei heissem Wetter, zum Beispiel, leider.). Trotzdem fällt es mir nicht so leicht, wie es sollte. Ich werde dann auch wütend, wenn jemand unverschämte Anforderungen stellt, zu niedrige Preise bietet oder unproduktive Hektik auslöst, denn so werde ich zu einer Abwehr gezwungen, dabei würde ich am liebsten nur friedlich vor mich hin arbeiten.

Und diese Kunden, sie sind so hartnäckig :-) ich sage NEIN, und sie bieten mir mehr, was anderes und besseres an. Mist. Schlimmer noch, sie lesen mein Tagebuch. Kscht, kscht, kscht, weg hier! Hier bin ich privat! Naja. Was man so privat nennt bei anderthalbtausend Besuchern am Tag. Jedenfalls kann man mich bei Verhandlungen rein gar nicht damit irritieren, dass man mich auf meinen roten Morgenmantel oder ein Diary-Statement von 1997 anspricht. Das hör ich einfach nicht. Einer liest sich gerade tapfer durch sämtliche Projekte, aber ich bin unerschütterlich. Zwar hatte ich nicht die geringste Ahnung, wie diese Site mutieren würde, aber jetzt ist es eben so und fertig. Sie ist zum Angucken da, soll ich sie etwa verstecken?!

Mein Bruder scheint sie auch gefunden zu haben. Ich weiß zwar nicht wie, denn er hat gar keinen Computer. Aber als meine Mutter verblüfft das Buch bekam (äh ... ich hatte vergessen, davon zu erzählen), hat er nur gemeint, das Cover sei ja sehr schön. Da er Grafikdesign studiert, war das wahrscheinlich sogar ein sehr rares Kompliment. Andererseits frage ich mich, wie man heutzutage ohne PC ... nun gut, ich halte mich da raus :-) ein kleiner Bruder von schätzungsweise 2,04 m wird schon selbst wissen, wie er sein Studium absolviert. Mir gehen die unaufhörlichen unerwiderten unaufgefordert erteilten Ratschläge der lieben Mitmenschen schliesslich auch auf den Keks.

Abgesehen davon finde ich das Cover auch sehr schön :-) obwohl ich es selbst gemacht habe und normaler Weise nie nicht zufrieden bin. Und wenn all die mir bekannten und unbekannten Leute, die mir das mitgeteilt haben, wirklich das Buch gekauft haben, dann werde ich Millionärin und leiste mir für das Diary einen Ghostwriter. Nun gut, nicht wirklich. Oder?

# 23. Juni 2000 um 10:00 PM
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Dienstag, 20. Juni 2000

Seltsam, aber obwohl es mir bei derart ...

Seltsam, aber obwohl es mir bei derart drückenden Temperaturen schlechter gehen müsste mit einer so schweren Entzündung im Körper, scheint es eher besser zu werden. Gestern zumindest fühle ich mich wohl, obwohl alle anderen mit der Nase auf dem Boden platt in der Ecke lagen. An dem positiven Einfluss der Sonnenbestrahlung kann es leider nicht gelegen haben, es sei denn, die wirkt schon vor dem direkten Aufprall ;-)

Alle fragen mich, warum das Buch noch nicht bestellbar ist. Was soll ich dazu sagen? Normaler Weise dauert es bis zu 18 Monate, wenn ein Verlag ein Taschenbuch verlegt. Dieses hier wird nach vier Monaten im Handel sein - die sind aber noch nicht um. Werbung beginnt aber eben schon etwas früher. Ich bin auch noch nicht sehr lange ein “Verlag” und stelle erstaunt fest: Die Kommentare, positiv und negativ, erinnern mich stark an:


Was soll ich sagen? Ist alles für mich zufriedenstellend verlaufen ;-)

# 20. Juni 2000 um 10:00 PM
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Donnerstag, 15. Juni 2000

Danke für alle Eure Glückwünsche, ich war ...


Danke für alle Eure Glückwünsche, ich war gestern ganz erschlagen :-) eigentlich hatte ich meine Mails ganz gut im Griff (unter 25 unbeantwortete), aber das habt Ihr sehr schnell geändert. Es wird also ein wenig dauern, bis ich auf alles antworten kann, und die Fragen zum Buch werde ich wohl auf der Produktseite selbst in der FAQ beantworten.

So ändern sich die Zeiten - früher bin ich einmal im Jahr in einen Profi-Copyshop gewandert und habe meine Kurzgeschichten mit einem Foliencover vorne und einer Pappe hinten binden lassen, um den ewigen Nachfragen im Bekannten- und Verwandtenkreis nachzukommen. Das kostete mich dann ein bis zwei Hunderter, aber das war es wert. “Ich würde der/dem SoundSo Deine Geschichten gerne auch zeigen, aber der/die hat kein Internet!” ist mir nämlich oft begegnet, ebenso wie die vielen, vielen Fragen online, warum man die Kurzgeschichten nicht auch gedruckt kaufen kann. Weil ich keine Zeit und keine Lust hatte, mit einer Kurzgeschichtensammlung einen Verlag zu suchen ;-) Hätten die mir erlaubt, auch den Titel, die Textauswahl und das Cover (mit) zu gestalten, wäre das vielleicht schon anders gewesen, aber meine Erfahrungen mit Verlagen sind nicht so. Man muss ja auch nicht überall mitmischen, aber einmal alles alleine entscheiden war schon ganz nett.

Natürlich mache ich mit dem Ergebnis auch andere Dinge als mit einer im Copyshop gebundenen Kopiensammlung, aber das habt Ihr Euch ja sicher schon gedacht :-) und ich spüre auch schon die ersten innerlich eifrig auf und ab hoppsen, weil sie meinen nachziehen zu müssen *g* das war ja schon immer so. Alles ganz normal also :-)

Und ich werde mich jetzt hier und heute hinsetzen und verdammt schnell verdammt viel arbeiten, ich brauche am Wochenende alle Zeit, denn gestern Nacht landete in Frankfurt ein Flugzeug mit einer sehr wertvollen kanadischen Fracht. Schätzungsweise morgen, spätestens übermorgen um diese Uhrzeit wechselt mein Pentium 120 (dieser langsame Computer, den ich bis vor ein paar Wochen hatte, bevor ich diesen 700er kaufte *gggg*) den Besitzer. An diesem PC ist ein Modem, was sonst. Endlich wird er online sein. Welcome home, Daddy.

Ups. Ich sollte meiner Familie wohl besser von dem Buch erzählen. Und Daddy von der unauffälligen kleinen Homepage, die ich mir ans Bein gebunden habe und eventuell auch davon, wie ich jetzt mein Geld verdiene? *LOL* :-)

# 15. Juni 2000 um 10:00 PM
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Mittwoch, 14. Juni 2000

...


Ok, ich komme zu früh. Aber es ist ja nicht Sex, also was soll’s ;-) dann hört das GEQUENGEL !!! wenigstens endlich auf! *grummel* Click the cat, please.

- - -
Das war gestern Nacht. Jetzt ist es heute früh ;-)

Die Buchseite ins Web zu stellen war erlösend, endlich endete diese Lawine von Nachfragen. Selbst schuld, dass Ihr nun mit einem Produkt konfrontiert werdet, dass es erst ab Juli im Handel gibt :-)

Die ersten Reaktionen mancher Leute waren köstlich. Natürlich habe ich mich sehr über das positive Feedback zum Layout gefreut, verständnisvoll genickt zu den Beschwerden darüber, dass die Kurzgeschichten nicht mehr auf der [url=http://www.kopf-und-fusszeilen.de]http://www.kopf-und-fusszeilen.de[/url] zu finden sind. Dort sind ca. 60 Texte, ich habe mir 17 zurückgenommen und das ist nun eben so.

Am genialsten aber waren die ganz spontanen Aktionen aus der “privaten Literaturszene”. Mir fällt jetzt keine andere Bezeichnung dafür ein, also keine höfliche zumindest *gg* Der eine gestandene Herr war so geschockt, dass er mir zwei leere und eine halbe Mail schickte, sozusagen als Kommentar. Später kam dann noch ein gezwungenes “na, wenn man’s braucht” und “die Seite sieht aber recht nett aus”.

Eine Frau hält mich jetzt für einen Verlag und ich versuche verzweifelt zu erklären, dass ... Ein anderer Mensch versuchte hastig, diesen unbegreiflichen Vorgang (die hat einfach ein Buch gemacht!) in Bereiche zu zerren, die er mental wieder bewältigen konnte und vor allen Dingen in Grössenordnungen zu zwingen, die er persönlich auch überschauen kann: Schnell öffentliches Missfallen über die Leseprobe äussern, gönnerhaft vorschlagen, dass ich doch mal eben Texte zur allgemeinen Kritik herausgebe und mich nach seinem bestem Wissen und Gewissen in eine Verteidigungshaltung nötigen.

Es gibt hier aber nichts zu diskutieren, das Buch ist fertig. Take it or leave it ;-) ich entscheide schon noch immer selbst, ob ich einen Text zur Verfügung stelle und Zeit darauf verschwende, mich mit den mehr oder weniger qualifizierten Meinungsäusserungen dazu in einer Liste auseinanderzusetzen. Ziemlich durchschaubar, die ganze Provo-Aktion. Dumm, dass ich überhaupt reagiert habe.

Der vierte Mensch wiederum war aufgewühlt genug, schnell einen Text zu schreiben, der von Frauen und Katzen handelt - und diesen noch schneller ins Internet zu schmeissen mit dem Vermerk, seine Geschichte sei GRATIS. Non Profit. Kostenlos. (Nicht wie dieses geldgierige 12-Mark-Buch von mir.) Ein Mordanschlag war das: Ich habe hier keuchend und nach Luft schnappend und vor Lachen mit den Füssen trampelnd auf der Tastatur gelegen, seid froh, dass die Webcam nicht an war.

Ich liebe die Menschen. Einzelne von ihnen tun wirklich alles, um das zu ändern, andere tun wenigstens einiges, aber es bleibt dabei, nichts hat solchen Unterhaltungswert wie die lieben Mitmenschen. Das Leben prickelt. Fein. Nun kann ich was anderes machen, das Buch ist fertig. Nur noch die Reaktionen, aber das ist schön so. Auch die aus der Nacht haben ihren eigenen Reiz.

In the dark of the night ... kennt noch jemand den Song “Whole of the Moon” von den Waterboys? Es schreibt sich halt unbefangener im Dunkeln, obwohl ich immer noch bezweifele, dass die spontanen Reaktionen heute morgen anders ausgefallen wären. Anders ausfallen werden. Es gab ja auch viel mehr positive, das freut mich. Tja, ich wollte niemanden in Unruhe versetzen, aber es ist herrlich und schmeckt wie guter Wein, dass es so ist.

Übrigens, dieses Tagebuch ist gratis.

# 14. Juni 2000 um 10:00 PM
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Dienstag, 13. Juni 2000

“Es stört mich, wenn Du ins Seichte ...


“Es stört mich, wenn Du ins Seichte abgleitest.” - “Prächtig, wie sich Dein Tagebuch so entwickelt.” - “Unterhaltsam, ich würde mir nur wünschen, dass Du öfters so konkret wirst wie am ...” - “Wie wäre es, wenn Du mehr kolumnenartig schreibst?”

Wie wäre es denn, wenn Du, von der diese nervtötenden und sich obendrein noch widersprechenden Arbeitsanweisungen ständig kommen, einfach woanders hinsurfst? Nichts gegen Kommentare, ich gewöhne mich allmählich daran, dass die Welt sich zum Kommentator berufen fühlt ;-) aber ständig dieses hoheitsvolle Gesülze von jemandem, den ich nicht kenne und nicht kennen will, das brauche ich wie eine Nasenwarze. Genug jetzt! Mehrere Male habe ich höflich angedeutet, dass Du erst mal selbst was - irgendwas - leisten sollst, bevor Du andere kritisierst und zumindest nicht ständig was völlig anderes behaupten sollst. Genug Höflichkeit. Hau ab. Das hier ist nicht das Fernsehprogramm, hier zahlst Du weder Gebühren für die Unterhaltung noch kannst Du ein Knöpfchen drücken, kapiert? Tssss.

Na gut, jetzt bin ich schon wieder besser gelaunt. Aber ich warne Euch, wenn Ihr Sprachwissenschaften studiert und einen zum Literaturkritiken sucht, dann haltet Euch von mir fern, denn dem nächsten Sabbelkopp haue ich eine Handvoll Bytes auf die Nase. Oder glaubt hier ernsthaft jemand, ich würde mir da reinreden lassen, wie ich Online-Diary schreibe? Oder wann?

# 13. Juni 2000 um 10:00 PM
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