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Samstag, 18. März 2000

Nun könnte ich hier einen Partybericht schreiben. ...


Nun könnte ich hier einen Partybericht schreiben. Tu ich aber nicht, denn es ist nun mal mein Webtagebuch und kein Logfile of my Life, in dem ich alles festhalten “muss”. Ich habe den elenden Durchhänger, der dazugehört, wenn ein Haus tagelang von Lachen und Freunden gesummt und gebrummt hat und schlagartig alles vorbei ist. Obwohl ich bereits das dreckige Geschirr wieder beseitigt habe und auch alle Aschenbecher wieder sauber sind. Man kann eben nicht ewig feiern. Abgesehen davon sollte ich wahrscheinlich ins Bett gehen, mein Fuss hat die ganzen letzten Tage wie verrückt geschmerzt und die Tabletten sind wahre Killer. Ich habe mir am Freitag eine Ecke aus dem linken Daumen geschnitten und der rechte ist von Neurodermitis angefressen, es war also keine gute Idee, soviel abzuwaschen. Katzenjammer halt. Müde und schmerzerfüllt im wirklichen, eigentlichen Sinne ;-)

Hartnäckig behauptet eine Bekannte im Chat, es habe sich bei dieser Party um ein “Tagebuchtreffen” gehandelt. Quatsch. Dann wäre es eine offene Veranstaltung gewesen, es hätte einen öffentlichen Treffpunkt und die entsprechenden Einladungen und Hinweise im Web gegeben. Es war aber kein Tagebuchtreffen ;-) sondern was viel, viel Besseres: Dieselben alten Freunde wie seit Jahren. Tzwenny haben wir zwar zum ersten Mal GESEHEN, aber da war er doch auch immer. Flik fügte sich ebenfalls nahtlos ein ;-)

Erfreulich finde ich, dass wir es diesmal geschafft haben, nicht in Tonnen von übriggebliebenen Nahrungsmitteln sitzenzubleiben. Vielleicht liegt es daran, dass es mir körperlich so schlecht geht und ich mir alles genau überlegen muss, was ich tun will (um nicht mittendrin zu erschöpft zu sein). Eventuell ist es auch einfach Altersstarrsinn ;-) Aber in letzter Zeit lege ich mehr und mehr Wert darauf, Dinge klar abzustecken, abzugrenzen oder festzulegen. Rebekka war sicherlich etwas geschockt, als ich mich energisch gegen eine zusätzliche Gemüseplatte zum Naschen ausgesprochen habe ;-) aber es ist selbst jetzt noch einiges an Oliven, Peperoni, Cashew-Nüssen, Schokolade, Schokokeksen, Käse, Paprika usw. im Kühlschrank. Das zusätzliche Gemüse wäre naja nicht verschwendet ... aber zuviel gewesen. Wobei ich denke, dieser Drang danach, alles einigermassen unter Kontrolle zu halten, hängt wirklich viel damit zusammen, wie (schlecht) ich mich fühle.

Und ich will gar nichts verändern, nichts ganz von mir wegstossen oder zu ungeahnten qualitativen Höhen puschen, ich will das Mittelmass, das Normale. Keine Tonnen von Nahrung, die dann vergammelt - aber auch keine leeren Teller. Weder Zölibat noch Gruppensex und schon gar nicht das ach so moderne Möchtegern-SM. Weder Öko-Futter noch Trashkost, weder Glatteis noch schwüle Hitze. Weder die hohlen Dumm-Dummies, die pseudo-unterhaltsam plappern. Noch die sich selbst darstellenden Inszenierungskünstler, an denen noch weniger echt ist - weil das Originelle nun mal sorgfältig geplant sein will. Mogelpackungen. Halbgares. Meine Fingernägel scheinen sich in letzter Zeit bei solchen Leuten nach innen, ein Stück höher zu ziehen, als hätte ich Krallen, die ich abwehrend ausfahren kann.

Es ist ein wenig wie eine neue Haut, die sich hervorquält, Schicht um Schicht. Ob mir das erhalten bleibt, kann ich nicht sagen. Anhaltender und immer gegenwärtiger körperlicher Schmerz reduziert und klärt, ich spüre meinen Körper, meine Haut ganz nah. Wenn ich im Schlafanzug unter Menschen gehen würde, ich würde es nicht merken, denn die Verpackung interessiert nicht mehr, ich bin ich - und ob ich geschminkt und wie ich frisiert oder angezogen bin, das ist nicht relevant. “Passend angezogen”, tja, was ist das. Wenn ich in meine Haut passe, bei mir und mit mir selbst zuhause bin und locker zu allem stehen kann, was ich bin und sage, dann ist es nicht interessant, was für ein Stoff mich gerade auf welche Weise bedeckt. Sondern nur, was ich sage und zu wem. Schmerzen habe ich, ja. Aber trotzdem fühle ich mich in mir wohl. Es liegt sicherlich auch daran, dass ich gekündigt habe und mich nicht mehr einem festen Arbeitsrhythmus unterwerfen muss.

Trotz der Schmerzen: Es ist eigentlich sehr angenehm, so gross - aber sicher und entspannt dabei zu sein. Das von den Medien unterstützte Schönheitsideal sieht sicherlich anders aus als über 1,80m gross und rundherum massiv (obwohl ich da seit den Teletubbies wieder Zuversicht schöpfe, höhö). Aber ist es nicht auch ein Zeichen von Schwäche und mangelnder Charakterstärke, wenn man sich solchen Vorgaben kritiklos unterwirft oder zum Push-Up des eigenen Egos Menschen braucht, die in die Schablone passen? Ich kenne jedenfalls sehr viele klapperdürre Menschengestelle, die jeden Zentimeter an sich selbst hassen und bekämpfen oder sogar schlimm vernachlässigen, also kann Schlankeit der Schlüssel zum Nirwana nicht sein. Und gross bin ich wirklich sehr gerne ;-)

Ein sicherer Auftritt wäre auf gesunden Füssen wiederum natürlich noch einfacher. Eine lange Weile konnte ich es verdrängen, dass es schon wieder fast 3 Monate sind, in denen ich versuche, die Folgen dieses Unfalls auszukurieren. Der eine Fuss juckt und ist dunkelrot entzündet, der andere genaugenommen auch, ausserdem habe ich eine riesige Entzündung mitten auf dem einen Schienbein und in dem einen Bein ist Wasser. Wasser! Das muss man sich mal vorstellen (oder lieber nicht). Hätte nie gedacht, dass sowas so wehtut. Und die Tabletten verursachen Schmerzen, Übelkeit und Schüttelfrost - scheinen aber nicht zu helfen. Ich werde also etwas anderes tun müssen.

# 18. März 2000 um 11:00 PM
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Freitag, 17. März 2000

09:00 Uhr - Nein, ich gehöre definitiv ...


09:00 Uhr - Nein, ich gehöre definitiv nicht zu den Gastgebern, die dauernd zwischendurch mal schnell “ins Web” huschen, um nach ihrer Mail zu schauen. Bei solchen war ich schon zu Besuch, das hat irgendwie gereicht. Ich gehöre aber zu jenen Herbergsmüttern, die in einem Zweizimmerhäuschen geduldig in dem einen Zimmer warten, bis die Sofabewohner wach sein möchten - wenn sie selbst schon im Bad war ;-)

In genau einer Stunde kommt Melle am Flughafen an. Natürlich hat Harlequin das Timing versaut und nimmt einen anderen Zug, der GLEICHZEITIG ankommt ;-) nur halt nicht am Airport. Nun, es wird schon alles klappen. Röchelnde Hustgeräusche aus dem Wohnzimmer verraten mir, dass auch Flik das Essen vom Wok überlebt hat, gestern. Dann wird’s wohl Zeit für Kaffee :-)

# 17. März 2000 um 11:00 PM
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Donnerstag, 16. März 2000

Zwei Tage ist meine Domain offline, wegen ...


Zwei Tage ist meine Domain offline, wegen Server-Wartungsarbeiten. So eine Mailpause ist auch mal ganz erholsam, aber wenn die Seiten dann wieder abrufbar sind, freue ich mich natürlich ;-) So eine Homepage, das ist schon ein Stück Wohnzimmer. Mir ist neulich erst wieder aufgefallen, wie unglaublich wenig Leute OHNE ich kenne. Ohne eigene Webseite. OK, da sind auch einige, die ich persönlich gezwungen habe, sich eine zuzulegen. Weil es einfach Sinn machte *g*

20.00 Uhr - Innerhalb der nächsten Stunde werden der Spatz und Flik hier eintrudeln, um chinesisch mit uns zu kochen. Harlequin hat gerade angerufen, um zu fragen, ob er morgen seine Festplatte mal einbauen kann, um seine Domain neu hochzuladen, er ist gerade mitten im Umzug und kommt von zuhause noch nicht rein. Melle wird Schokoladenplätzchen mitbringen, und Walt kann leider nicht kommen, weil er im Wald kopfüber gestürzt ist (ab zum Arzt!) und Frank musste leider wegen einer Familienfeier ebenfalls absagen, ebenso wie das Ei. Schade, wir hätten die drei gerne dabei gehabt, ebenso wie Tinka und ihren Wikinger (auch hier gute Besserung!!!). Tzwenny hat nicht abgesagt bisher, dabei behaupten böse Lästerzungen, sie würden erst glauben, dass es Tzwenny überhaupt gibt, wenn sie ihn endlich mal zu Gesicht bekommen. Zwar hat er momentan kein Online-Tagebuch. Aber er hat versprochen, den Nachtisch mitzubringen. Nun habe ich als gewissenhafte Gastgeberin natürlich einen Notfall-Backup-Plan für das Dessert. Aber Tzwenny wär mir lieber ;-) Und ich stelle fest, dass wir in unserem schönen Häuschen zwar nur zwei Zimmer, aber ganz locker 8 Schlafmöglichkeiten haben: Doppelbett, Doppelsofa und zwei Doppel-Luftmatratzen plus Tonnen von Bettzeug und Stauraum. Vielleicht sollten wir eine Jugendherberge aufmachen? Es hat irgendwie schon sowas routiniertes, wie ich stapelweise Gästehandtücher ins Bad schleppe und grössere Mahlzeiten plane.

Es wird einen selbsterfunden TexMex-Auflauf geben.
Der sieht so aus: Eine hauchdünne Schicht Blätterteig auf den Boden einer Auflaufform. Dann eine Schicht mexikanisch gewürztes Hackfleisch (Chili-Style, klar) mit roten Bohnen, eine Schicht frische Champignons in Scheiben, etwas Mais, wieder eine Schicht Hackfleisch. Dann eine Kruste aus zerkrümelten mexikanischen Nacho-Chips. In diese Kruste werden Cocktailwürstchen verteilt, dann noch Käse zum Überbacken obendrauf. Damit auch wirklich gar nichts schiefgehen kann, werde ich die Zwiebeln und das Hackfleisch vorher anbraten (und dann die ganze ölige Suppe wegwerfen, die dabei entsteht). Wird sicher köstlich, wenn ich das als Erfinderin mal selbst so sagen darf *g*

# 16. März 2000 um 11:00 PM
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Mittwoch, 15. März 2000

“Was machst Du gerade?” In genau dem ...


“Was machst Du gerade?” In genau dem Moment war ich dabei, mit Hilfe einer kleinen Nagelschere die Push-up Stangen aus dem Samt-BH zu entfernen, den ich mir letztes Mal in London gekauft habe - glücklicherweise bin ich nicht allzu grosseuterig, aber push-uppen muss dann doch nicht sein, manchmal sollen einem die Leute auch ins Gesicht schauen. Mir sind die Stangen auch zu unbequem. “Was soll ich schon machen, ich arbeite.” Korrekte Antwort für jemanden, der gerade in das abenteuerliche Leben eines Freiberuflers gewechselt ist. Ungeduldig trommele ich mit den Fingerspitzen auf die Tischkante, lautlos natürlich. Korrekte Antwort auch sowieso, denn jetzt kommt ein “Schade, denn ich hätte sonst…”

Eine Schwägerin samt zu überarbeitenden Bewerbungsunterlagen vorbeigebracht. Für fünf Stunden vorbeigeschaut, um sich das Internet erklären zu lassen. Eben mal einen Entwurf für eine Präsentation gefaxt, die dummerweise nur handschriftlich vorhanden ist, um Ideen für ein neues Firmenbriefpapier gebeten, mal eben mit drei Partnern mich besucht, um zu fragen, was ich von dieser und jener Existenzgründungsidee halte. Sich in Sachen Computerkauf beraten lassen, oder in Sachen Webpräsenz. Ein unaufhörlicher Strom von Menschen, die sich nur und ausschliesslich melden, wenn sie was wollen. Kostenlos, versteht sich, und sofort. Ich helfe eigentlich gerne. Und die Onliner, die einen mit dreisten Anfragen überschütten (“hier habe ich Dir mal 567 Seiten Manuskript angehängt, kannst Du das mal überarbeiten, ich brauch das bis in zwei Wochen, um mich an einem Literaturwettbewerb zu beteiligen”), von knackig geforderten Verlinkungen und der Aufforderung um Bannertausch mal abgesehen, an die hat man sich im Laufe der Jahre gewöhnt. Aber seit ich mich tagsüber nicht mehr hinter einem kurzen “bitte nicht im Büro” verschanzen kann, wird es mir echt zu bunt.

Also habe ich gesagt “Oh, das hättest Du? Sowas. Wie geht es Euch eigentlich? Ich hab Dich ja seit 8 Monaten nicht gesprochen, Du wirst doch wohl nicht zu denen gehören, die sich nur melden, wenn Sie was möchten?” Wenn es sein muss, kann ich sowas sehr charmant mit einer samtenen Stimme und einem netten Lachen am Satzende loswerden. Es gibt immer die Möglichkeit, leicht verlegen mitzulachen und kommentarlos darüber hinwegzugehen, richtig? Diesmal habe ich ein “Äh öh, nun tja, da hast Du wohl irgendwie recht, aber…” geerntet.

Nicht, dass irgendwer heute noch ernsthaft in Verlegenheit zu bringen ist, der nur anruft, weil er was will ;-) Zielgerichtet setzt sich das Gespräch mit einem “Wir sollten wirklich mal wieder einen Kaffee trinken gehen, das stimmt wohl” fort und dann kommt unbeirrt die jeweilige Forderung. Die Vergangenheit hat die anderen schliesslich gelehrt, dass ich schön hilfsbereit bin. Bin ich auch. Immer noch. Auch bei Fast-Fremden, die sich nur melden, wenn sie was wollen. Ich kann nämlich jederzeit dabei helfen, einen preisgünstigen professionellen Berater zu finden. So. Und nun bastele ich mir ein Mobile mit den Stangen, die vorher im BH waren. Auch wenn man viel arbeitet, muss man nämlich mal eine Kreativpause machen.

# 15. März 2000 um 11:00 PM
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Dienstag, 14. März 2000

Tswöpppph. Ganz leise: Tswöppph. Ein wonnevolles Geräusch, ...

Tswöpppph. Ganz leise: Tswöppph. Ein wonnevolles Geräusch, das die perfekt organisierte Frau von heute direkt erkannt hat. Es ist das zärtliche Tswöppph, mit dem eine Tupperdose ein kleines bisschen Luft preisgibt, um kostbare Nahrung sicher zu umschliessen, luftdicht versiegelt. Oliven mit Mandelfüllung. Oliven mit Paprikafüllung. Schüchterne kleine schwarze Oliven. Saftige Peperoni. Tswöppph Tswöppph Tswöppph Tswöppph.

Nein, ich habe noch nie eine Tupperparty besucht (ich kenne ein paar Gruselweiber, die Tupperware verkauft haben, das reicht zum lebenslangen Abgewöhnen der leisesten Versuchung). Aber als meine Schwiegermutter oder was man heute so nennt, wenn man sich ringfrei lebenslang verbandelt ;-) mit einem energischen Ruck die Blumendeko von einem kleinen Rekruten (oder wie auch immer dieses Gefäss hiess, die haben ja immer so putzige Namen: Milchwächter, Suppenkasper, was weiss ich ....) abzog, wusste ich Bescheid. Ich hatte nur höflichkeitshalber gefragt, ob es diese praktischen Dinger denn auch ohne Blümchen geben würde und befand mich ca 22 Sekunden später im Besitz eines dieser praktischen Dinger, jetzt ohne Blümchen. Da wusste ich, Widerstand ist zwecklos, ich werde sowieso assimiliert.

Tupperware wird nämlich, so erfuhr ich umgehend, aus demselben Plastik gemacht, aus dem man künstliche Hüftknochen herstellt, und das muss doch einfach steril und unzerbrechlich sein. Dann gibt es noch Garantien, die über Jahrzehnte laufen und Deckel, die noch nach Generationen und Generationen von Töpfen passen. Und für jeden noch so öden Pott gibt es viertausend wundervolle Tricks, wie man ihn noch besser, langfristiger und intelligenter einsetzen kann. So ist das. Wenn man dann noch an Personen gerät, die das Zeug seit etwa der Jahrhundertwende systematisch kaufen und lagern, dann hat man keine Chance. Aber selbst bei einer Zwangsintegration bestehe ich auf einen gewissen Grad an Kontrolle.

Vorbeugend kaufte ich also schnell das Tupperware-Katzenfutterset mit dem Trinkwasserdings, das mein blöder blonder Kater stets unermüdlich mit den Pfoten leerschaufelt (wow, da kommt ja immer noch was nach!) und das unkippbare Trockenfutterspenderdings, das Miss Peppermint immer umkippt. Das hinderte Schwiegermutter natürlich nicht daran, uns eine sehr schöne Pfeffermühle (mit unzerstörbarem Keramik-Mahlwerk!) und eine Menge Boxen für Nudeln, Mehl, Reis und so zu schenken, als sich die erste Gelegenheit dazu bot. Ich konterte mit einer Bestellung von verschliessbaren bunten Tellern und Aufschnittschalen und sehr kleinen verschliessbaren Plastiktöpfchen. Bei meiner Lieferung war dann auch noch so ein winziges Dings. Zweifellos so praktisch und wir zu dumm, uns vorstellen zu können, welche Wunderdinge man nun damit wieder vollbringen konnte.

Tapfer bemühten wir uns um Enträtselung und warfen schliesslich das Handtuch, riefen an. “Da ist so ein Dings bei den Tupperdosen, was ist das denn?” - “Wie sieht es denn aus?” - “Na, grün… und so einen Stengel und unten eine kleine platte Fläche mit Löchern, alles in allem so 4 Zentimeter hoch….”. Begeistertes Aufquieksen am anderen Leitungsende: “Ach DAS! Das ist ein Miniatur-Kartoffelstampfer!!!” Und dann, mit kaum unterdrückter Gier: “Kann ich den haben??????”

Aber sicher doch. Ich glaube kaum, dass ich irgendwann einen halben Zentimeter grosse Kartoffeln anpflanzen werde. Unglaublich, was man so alles sammeln kann :-)

Aber jetzt reicht’s auch mit Tupperware. Vielleicht noch so eine Gemüsebox und irgendwann mal eine Salatschleuder, nun gut. Eventuell die eine oder andere grosse Dose. Aber dann ist auch Schluss und es gibt höchstens noch mal ein zweites Milchkännchen oder eine Lunch-Kühlbox. Ich schwörs.

Tswöppph.

# 14. März 2000 um 11:00 PM
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