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Samstag, 05. Februar 2000

Vergnügt kugele ich vor dem PC umher ...


Vergnügt kugele ich vor dem PC umher und lese in Mails und Chat, wer sich nun alles einen Wok kauft. Ich könnte mich wegkichern, aber ich habe kein schlechtes Gewissen, denn ich finde es sehr lustig, wie ansteckend manche Dinge sein können. Allerdings muss ich die Ansage wegen dem IKEA-Wok revidieren - wen das Wok-Fieber richtig packen soll, der nimmt besser nicht so eine einfache Pfanne (ruft lieber 0180 5151000 an und bestellt den Wok von Teleshop *g* mit dem ganzen Schnickschnack und den Reisschalen und Messern dazu für DEM 69,95, und dann sagt mir, ob er sich für mich als Viert-Wok lohnt… aussehen tut er ganz gut, schön glatt und gehärtet. Nur: Wie gross ist der?).

Feine Scheibchen Hähnchenbrust mit gemischtem Gemüse. Das war doch die Frage, oder? ;-)

Wenn ich widerwillig zur Kenntnis nehme, dass morgen Montag ist, verpufft die gemütliche Wirkung des Wochenendes leider ziemlich schnell. Bei den zwangsläufig wieder aufgenommenen täglichen Gastspielen in der Welt der Anzugmenschen (es ist nicht wirklich so, als wäre ich wie Momo, aber die grauen Herren stehlen meine Zeit…) habe ich meinen Sturm im Wasserglas inzwischen wieder eingefangen und schaue leicht entnervt von oben hinein. Was werfe ich da nun ein, Baldrian oder Adrenalin? Magnesium gegen Krämpfe, denke ich.

Einen schönen Montag
wenn es denn sowas überhaupt gibt
wünscht Euch
Melody

# 05. Februar 2000 um 11:00 PM
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Freitag, 04. Februar 2000

Die Beschwerden häufen sich: “Dein Tagebuch macht ...


Die Beschwerden häufen sich: “Dein Tagebuch macht hungrig” und “Kannst Du denn eine bundesweite Wok-Welle verantworten?” Klar kann ich. Und ich geb Euch sogar einen Link, wo Ihr einen bestellen könnt, aber Achtung, die Seite zwingt Euch ein Vollbrowserfenster auf, ist scheusslich programmiert, zumindest auf meiner Auflösung: http://www.tang-asiashop.de Hier gibt es auch (unter Bestellen/Non Food…) Woks: http://www.asienmarkt.de

Und mit diesen Rezepten kann echt gar nichts mehr schiefgehen: http://www.neubrandenburg.netsurf.de/~wb0002/wok.htm Obwohl man die nicht braucht. Ehrlich. Ihr könnt da fast alles reinwerfen. Ich tu das auch :-)

Tja, ich sollte wohl noch mal betonen, dass ich gar nicht chinesisch koche. Ich woke bloss :-)

Es hat nicht nur was mit genüsslicher Verfressenheit, sondern vor allem mit Lebensqualität zu tun, dass ich momentan soviel Wert darauf lege, besonders frisch, besonders lecker, ausgesprochen gemütlich zu kochen. Die Kantine meiner Firma ist superschlecht, wahnsinnig teuer (geworden). Seit ich das Cortison nehme, fängt mein Magen bei dem Wort “Kaisergemüse” *buuuaaaaarg* sozusagen schon an zu hüpfen.

Kann auch meine lebhafte Phantasie sein, die einfach nicht verdrängen kann, wie riesige Beutel tiefgefrorener Pampe angeliefert wurden, oder ich habe eine Midlife Crisis und entwickle mich in Sachen Nahrungszufuhr zu einer zickigen alten Tante, die angewidert auf die Wände im Walmart starrt. Eine Wand Cornflakes. Eine Wand Negerküsse. Eine Wand Puffreis. Eine Wand halb Snickers, halb Kinderschokolade. Betäubend. Es kostet wache Sinne und gute Nerven, zwischen dem ganzen “Convenience Food” das herauszupicken, was naturbelassen oder im erträglichen Bereich ist. Es gibt so widerliche Nahrungsmittel, aufgepumpt, schaumstoffartig, zugepappt und mit allem möglichen versetzt.

Also kauft man Grundsätzliches ;-) beim Aldi, Frischware beim Türken und frischen Fisch, Convenience Artikel und Socken im Walmart. Was heisst hier man, ich natürlich. Drogeriewaren kauf ich online. Lacht nicht, sich eine Tonne Katzenstreu und Kitekat, Klopapier und Shampoo anliefern zu lassen und dabei noch sparen und nicht aus dem Haus müssen, das ist nicht zum Aus-Lachen :-)

Und jetzt werde ich darüber philosophieren, warum mich bei den meisten Fertiggerichten das Grausen packt, bei Süsswaren aber Kombinationen aus Marshmallow, Karamel und weissem/braunen Schokokleister durchaus erträglich scheinen. Have a happy Weekend :-)

# 04. Februar 2000 um 11:00 PM
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Donnerstag, 03. Februar 2000

Tortellinipfanne MelodyZutaten:frische Tortellini (aus dem Feinkostregal, 2 ...

Tortellinipfanne Melody
Zutaten:


Eine grosse Pfanne kräftig erhitzen, erst die Zwiebelstückchen, dann auch die Tortellini kurz anbraten, den Knoblauch dazugeben, die Paprika/Tomaten kleingeschnipselt mit hinein, dann die Champignons (in schmalen eleganten Scheiben ..) mit anbraten und alles nach 8 bis 10 Minuten mit einem grosszügigen Glas Wein ablöschen, mit Knoblauchsalz, Pfeffer und sinnlich viel Paprikapulver würzen, mit frischem Weissbrot servieren.
Das geht, wie man sich denken kann, in einer knappen Viertelstunde über die Bühne, sieht unverschämt nach Edelrezept aus, es kennt nicht jeder (GEBRATENE Tortellini???) und ich habs letzte Woche erfunden (obwohl ich fast sicher bin, dass es schon Leute vor mir erfunden haben, aber da ich nie in Kochbücher sehe, kann mir das auch schnuppe sein, oder?)

Ach ja. Und es geht auch im Wok :-)

# 03. Februar 2000 um 11:00 PM
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“Du bist so gnadenlos gut drauf, aber ...


“Du bist so gnadenlos gut drauf, aber Dein Online-Tagebuch klingt nach Depri”, durfte ich mir gerade (von einem lebenden anwesenden) Menschen anhören. Och ne doch, ich bin sehr gut drauf. Mir sind nur nicht mehr dieselben Dinge wichtig wie vor 10, nein 11 Jahren. Was ich nun daraus mache, wird sich zeigen ;-)

Ich glaube, vor elf Jahren habe ich gerade vegetarisch gelebt. Hab ich bis auf das letzte Jahr meistens, aber meistens eher unabsichtlich, damals aber bewusst. Nicht asketisch :-) nur ohne Fleisch, mit vollwertigen Gerichten und wild experimenteller Küche und Frischkornbrei und Joghurt selbst machen und Bratlingen und was weiss ich. Es war nicht aus Überzeugung, mehr aus Lust an dieser Art zu kochen. Sinnlich. Viel Zeit für junges Gemüse, sozusagen :-)

Und was kocht man heute so? Schicke Sachen, die exklusiv wirken und kinderleicht zu machen sind *g*

# 03. Februar 2000 um 11:00 PM
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Mittwoch, 02. Februar 2000

Wenn ich mal die zweieinhalb schlecht oder ...


Wenn ich mal die zweieinhalb schlecht oder gar nicht bezahlten Monate in einer indischen Im- und Exportfirma für Lederwaren abziehe, auf die ich mich todesmutig als ersten Job nach abgeschlossener Ausbildung eingelassen hatte… wenn ich also diese inspirierende Phase und zwei Wochen als Leihsklave einer Zeitarbeitsfirma mal abziehe, dann arbeite ich heute mehr oder weniger auf den Tag genau 11 Jahre. Ausbildung nicht mitgezählt, klar, und auch nicht durchgehend in derselben Firma, auch klar. Vielleicht hätte ich diese nachdenklichen 10 Minuten von heute vor einem Jahr haben sollen, als das erste Jahrzehnt voll war, aber so war’s eben nicht.

Mir schien es damals das Tollste und Erstrebenswerteste überhaupt, einen Job zu haben, in dem man eigentlich nur Englisch sprach (das konnte ich, das mochte ich) und am Computer arbeiten durfte (die waren neu, die machten süchtig) und wenn man nach vorwärts träumte, ja dann gab es vage Vorstellungen von spannenden Dingen, die einen auch mal ins Ausland verschlugen. Es muss bei dem achtzehnten oder zwanzigsten Mal gewesen sein, dass ich durch Heathrow stolperte oder in Lissabon Verspätung hatte, als mir endlich aufging, dass ich gekriegt hatte, was ich wollte - und es mir gar nicht gefiel. So ist das wohl am Anfang. Jetzt spüre ich ein ungehaltenes Zucken mein Rückgrat hinunter, wenn sich ein Termin ausserhalb von Düsseldorf ankündigt (muss das denn sein, das stiehlt mir wieder einen Abend, eine Nacht, einen Morgen meines Lebens in einem hässlichen teuren Hotel in einer hässlichen fremden Stadt…).

Anfangs war es etwas Besonderes. Alles war neu. Ich weiss es nicht so gaaaanz genau, aber ich glaube, sowas tut jeder beim ersten Mal: Manchmal wäre ich zwischendurch gerne wieder das Mädchen, das mit glühenden Wangen in London im Hilton die exquisite kleine Seife einsteckte.

Ich mag nicht richtig darüber nachdenken, aber ich glaube, ich habe sie schon längere Zeit nicht mehr gesehen. Wenn sie noch da ist, die Seifeneinsammlerin, dann ist sie jedenfalls verdammt zu müde.

# 02. Februar 2000 um 11:00 PM
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