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Sonntag, 30. Januar 2000

Da sitzt er, der Frosch. Vielleicht hätte ...


Da sitzt er, der Frosch. Vielleicht hätte ich ihm noch eine sumpfige Grube oder ein paar Kumpel zeichnen können, aber das ist alles untergegangen und nun stapeln sich auf dem Grund des Froschkönigsbrunnens soviele entsorgte Könige, dass es nicht reichen wird, mal eben ein kleines Update zu fahren. Das wäre eigentlich nicht so schlimm, aber die Beschwerden häufen sich :-) und ich frag mich mal wieder, wer eigentlich immer diese Erwartungshaltungen da “draussen” weckt. Durch meine Krankheit ist soviel liegengeblieben, dass es noch Monate dauern kann, bis ich Lust habe, die Algen aus diesem Projekt zu kratzen *seufz* :-) aber keine Sorge, ganz vergessen werde ich es schon nicht. Reicht ruhig weiter Eure Ex-Typen ein, noch hab ich keinen im Schlamm verloren (nur einige gelöscht, die zu pornographisch formuliert waren oder einfach extrem geschmacklos).

Aber das ist eigentlich gar nicht das Bild, das ich hochladen wollte. Seit ich im Diary mal so nebenbei geschrieben habe, dass ich im Wok koche, sind schon mehrere Fragen dazu eingetrudelt und ich fasse die Antworten jetzt einfach mal hier zusammen. Also, ich koche nicht chinesisch, denn ich mag keine schwarzen Schwabbelpilze, hasse Geschmacksverstärker und bin kein Fan von Soja und all diesen maggi-artigen Sossen, die man erwerben kann. Einmal alle anderthalb Jahre ein Besuch im China-Restaurant (Rindfleisch mit Zwiebeln *g*) reicht mir völlig, ich mag das durchgekochte Gemüse nicht sehr gerne.

Wie und warum dann Wok? Ganz einfach: Meiner Mentalität des Kochens in freier Wildbahn oder meinetwegen auf einer einzigen Hitzestufe kommt dieses Kochgerät sehr entgegen. Man braucht nur wenig Öl, alles wird knackig und schmeckt im eigenen Saft viel besser als mit irgendwelchem Matsch dazu und es ist auch überhaupt nicht schwierig, denn im Prinzip schmeisst man ja doch nur in den heissen Wok, was man essen will, schiebt gegarte Nahrung mit Holzstäben am Rand hoch (damit sie nicht zu sehr verkocht) und legt in der Mitte frisch nach. Geht schnell :-) schmeckt klasse. Wie Ihr auf dem Bild sehen könnt, habe ich zwei Baby-Woks, die auch schnell mal zu klein sind, wenn es um mehr als 2 Portionen geht. Ist auch kein Problem, dann entwirft man eben zwei oder drei verschiedene Speisen und lagert die erste in einem warmen Topf zwischen. Das bisschen Gekleckere über den Rand kommt normalerweise gar nicht vor :-) ich habe viel zuviel Reis in dem Topf gehabt.

Meine kleinen Woks sind gehämmert aus gutem Stahl und werden richtig heiss, ohne dass der Holzgriff warm wird. Sie lassen sich einfach auf jede Herdplatte aufsetzen oder auch auf offener Flamme erwärmen. Es hat sich auch wirklich gelohnt, sich diese Qualität zu besorgen - aber wenn jemand nur mal probieren möchte, ob eine solche Art der Zubereitung zu ihm/ihr passt, empfehle ich den einfachen Stahl-Wok von IKEA für DM 19 zum Ausprobieren (und ein paar HOLZschaber für die Nahrung! Die sind bei IKEA nicht dabei). Wenn man danach lieber zur klassischen Bratpfanne oder gar zur Friteuse .... zurückkehrt, hat man wenigstens kein teures überflüssiges Gerät im Schrank. (Leichter zu reinigen und angenehmer in der Arbeit sind natürlich die nicht ganz so preiswerten Woks, hm. Und ein bisschen süchtig macht das aufwendigere Frischkochen glücklicherweise auch.)

Auf dem Bild ist ganz leicht gebutterter Curry-Reis in dem einen Wok und eine Mischung aus frischer Hühnerbrust mit Paprika und Zwiebeln im eigenen Saft mit einem Schuss Weisswein und Cashew-Nüssen in Wok 2.

Haben jetzt alle Hunger? :-)
Einen schönen Abend wünscht
Melody

# 30. Januar 2000 um 11:00 PM
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Freitag, 28. Januar 2000

Es ist Wochenende, und ich habe keinen ...


Es ist Wochenende, und ich habe keinen “gelben” Krankenschein mehr. Das schreibe ich in der aufrichtigen Hoffnung, mir jetzt all diese hirnrissigen Sprüche nicht mehr anhören zu müssen, mit denen sanft oder unsanft angedeutet wird, dass es doch sicherlich eine feine Sache sei, schmerzverkrümmt und mit Cortison aufgepumpt gelegentlich ein wenig im Internet zu surfen, statt offizielle Urlaubstage dafür “verbraten zu müssen”.

Du und ich und überhaupt jeder mit dreieinhalb Gramm Hirnmasse, wir wissen, dass bei dem heutigen eisigen Klima der Freien Wirtschaft, den süffisanten Sprüchen vereinzelter lieber Kollegen und dem kalt-gierigen Neid der nicht ganz so zufrieden Angestellten eine längere Krankmeldung nicht mal dann lustig wäre, wenn man nicht auch noch solche gesundheitlichen Beschwerden hätte. Dazu kommt dann noch die Sorge, was alles liegenbleibt und zumindest bei mir ein automatisch vorinstalliertes schlechtes Gewissen - warum bitte bin ich keine defektfreie Büromaschine? :-) Bisher habe ich die Zähne zusammengebissen und unangemessen höflich auf die diesbezüglichen Sprüche reagiert, aber das hört nun auf bzw. endete gestern, als ich mich gegen eine zickige Inquisition deutlich abgrenzte. Verdammt, ich gehöre nicht zu denen, die freiwillig krank sind. Und wenn der Arzt sagt, ich sei wieder gesund, dann und nur dann bin ich gesund. Basta.

Na gut, mal abgesehen von den gesträubten Nackenhaaren gehe ich davon aus, dass ich jetzt wieder fit bin. Die schlimmen Schwellungen an Beinen und Füssen sind abgeklungen, die Verfärbung bleibt mir noch einige Monate erhalten und ein weiteres Vierteljahr in groben Schuhen werde ich nun auch noch überleben. Die Blutuntersuchung sagte aus, dass meine Schilddrüse in Ordnung ist, ich habe keine Bakterien in der Lunge und abgesehen von der leidigen Ausfallzeit (mein Urlaub *schluchz* und alle schönen Pläne…) bin ich glimpflich davongekommen. Was für ein unspannender Januar.

Eigentlich wollte ich viel schlafen, viel schmusen, viel einkaufen gehen, fahren und fliegen. Ich wollte mit Oliver ins Kino, ins Museum, vielleicht einen Kurztrip nach London oder ans Meer machen, ein bisschen Bürokommunikation aufrüsten und kochen, lachen, Freunde treffen und mich so richtig rundum erholen. Nun, immerhin war ich heute beim Friseur - ich sitze nicht mehr drauf, die Haare sind nur noch hüftlang. Ich kann also beim besten Willen nicht behaupten, dass ich gar keinen Termin erledigt hätte :-) und Montag, ja Montag… habe ich sogar noch Urlaub. Muss zwar beim Arzt vorbei, aber ganz sicher bin ich jetzt wieder OK. Leider stimmt es nicht, dass ich fit genug war, mich ununterbrochen online zu vergnügen, und so warten jetzt einige hundert eMails auf Sortierung und Beantwortung, aber das muss ja nicht alles heute sein.

Heute wird nämlich herumgetrödelt, gelesen, ein langes Bad genommen und abends eine Party besucht. Das wird zwar keine lange Nacht, denn ich bin immer noch schnell erschöpft, aber frischen Zwiebelkuchen und eine Kücheneinweihung lässt man sich doch nicht entgehen :-)))) und ich muss auch wirklich und ehrlich mal ‘raus und unter persönlich anwesende Freunde. Ein schönes Weekend wünsch ich auch Euch.
Linktipp: http://www.about-face.org

# 28. Januar 2000 um 11:00 PM
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Dienstag, 25. Januar 2000

Vor dem Arzt. Heute Blutuntersuchung: Ist auch ...


Vor dem Arzt. Heute Blutuntersuchung: Ist auch nichts übriggeblieben von dem netten kleinen Unfall, Bakterien in der Lunge (schon wieder röntgen…. ) oder hat die Schilddrüse was abbekommen? Mir wird erst ganz allmählich so richtig klar, was aus dem grossen Urlaub geworden ist. Statt von Weihnachten bis zum 31. Januar alle Resturlaubstage und hundert() Überstunden “abzufeiern”, habe ich fast 4 Wochen mit Medikamenten zugepumpt verbracht und das Allerschlimmste ist, auch Oliver hätte den ganzen Monat Urlaub gehabt. Jaha, da lacht die Schadenfreude, hm? ;-) Nicht doch, ich weiss, dass die wenigsten von Euch das nötig haben - und diejenigen welche, denen sei es auch wirklich aufrichtig gegönnt.

Das ist nicht mein erster Urlaub, der durch einen Unfall gecrasht wurde (Unfall… nicht Krankheit aufgrund enormer Überlastung, ok??? Oh Du meine Güte, wie oft hab ich dieses Gespräch wohl schon geführt. Nein Mama, es ist sicher richtig, ein ausgeruhter Körper wird nie von einem giftigen Insekt gestochen.)

Und wenn jetzt jemand kommt und mir das Leben in all seinen Facetten erklärt, ungefähr so “das sind Alarmsignale, jawohl, immer passiert Dir sowas, das hat doch was zu bedeuten”, dann werde ich nicht brüllen und nicht mit dem Fuss aufstampfen, sondern ehrfürchtig erwidern, dass ich jetzt eigentlich nur noch eine Anlaufstelle zu irgendso einem dubiosen Selbsterkennungscenter brauche und die werden schon den passenden Lehrgang für mich haben, richtig? Einen, in dem ich lerne, von aussen auf mich abgeschossene Einwirkungen/Krankheiten (giftige Insekten, die lieber superzarte weiche Frauenhaut als haarige Olivers durchstechen, beispielsweise - und Autos, die an der Ampel auf mich zielen) von denen zu unterscheiden, mit denen mein armes Unterbewusstsein Hilfeschreie ausstösst. Schnupfen wahrscheinlich? Und dann wird alles gut, denn wenn man erst mal den anderen den Gefallen getan und eingesehen hat, dass man zuviel arbeitet… hilft es auch nicht unbedingt weiter.

Damit wir das hier mal ganz klar trennen: Ich sage nicht, dass ich nicht zuviel arbeite. Das ist phasenweise natürlich so, aber warum eigentlich auch nicht? Es macht ja Spass. Aber das hat nichts mit diesem Unfall zu tun. Wenigstens der Arzt weiss das. Er sah bei der ersten Untersuchung (nachdem das Krankenhaus mich an den Hausarzt und dieser mich an den Allergologen verwies) auf und sprach mich leicht besorgt an “Sie haben Übergewicht.” Naturgemäss zuckte ich zusammen (verdammt, woran hatte der das bloss gemerkt…) und fragte “Oh mein Gott, und was soll ich jetzt dagegen tun?” Danach waren wir uns einig :-) Und deswegen darf er mir jetzt auch eine Nadel in den Arm stossen und mir Blut abzapfen. Seufz.

# 25. Januar 2000 um 11:00 PM
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Freitag, 21. Januar 2000

Man kann im Liegen kein Grafikprogramm bedienen. ...


Man kann im Liegen kein Grafikprogramm bedienen. Finde ich. Aber sich durch den Source Code von ca. viereinhalbhundert perfekten Frames fummeln, das geht durchaus *zufriedenguck* :-)

Das Neue Jahr kann nun meinetwegen offiziell anfangen.

Vielen lieben Dank für die Weihnachtskarten, E-Mails und lieben Anrufe, es geht mir schon viel besser und ich habe mich sehr gefreut, wenn jemand an mich gedacht hat. Meinen Urlaub hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt…
Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende.

# 21. Januar 2000 um 11:00 PM
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Dienstag, 11. Januar 2000

Als ich noch ziemlich klein war (ungefähr ...


Als ich noch ziemlich klein war (ungefähr 1,65 m und 13 Jahre alt) da habe ich mich über die Geschichte von der Kleinen Meerjungfrau sehr aufgeregt. Genaugenommen habe ich ein neues Ende dafür geschrieben, in dem der Prinz an Nahrungsmittelvergiftung starb (Fisch, um genau zu sein) und so ein netter muskulöser Perlentaucher die kleine Nixe fand und mit ihr friedlich - im Wasser - bis ans Ende aller Zeiten lebte.

20 Jahre, fast 20 cm später erschliesst sich mir dieses Märchen auf ganz neue Art und Weise ;-) wie konnte dieses dämliche Ding es bloss wegen einem Typen auf sich nehmen, wie auf Messern zu laufen? Wenn ich die Füsse aus dem Bett hebe, schiessen die nadelscharfen Schmerzen, welche die Nacht über vor sich hin gepocht haben, mit voller Wucht in die Knochen und Messerstiche trifft es relativ gut. Bis ich auf den Dingern dann STEHE, stehen mir auch die Tränen in den Augen, nur aus Reflex, versteht sich, und das macht mich noch wütender. Jeder Zentimeter ist eine Höllenqual (“Was meinen Sie mit EINLIEFERN? Ich kann doch hier nicht bleiben, das ist doch ein KRANKENHAUS!”), aber wer Antibiotika nimmt, kann seiner Darmflora nun mal die Abschiedspfote reichen und so erlebe ich das meerjungfräuliche Schmerzsyndrom dann doch mindestens viermal am Tag und es ist absolut ätzend.

Die Kurzfassung: Seltsame exotische Insektenstiche (war das Viech in den Kiwis??? oder doch eher ein ausserirdischer Katzenfloh??) und eine hochinteressante allergische Reaktion meinerseits, spontanes Anschwellen, Cortison, Krankenhausverweigerung und nun zuhause in halb sitzender, halb fluchender Lage die Penicillin-Kür, pardon Kur. Sieht inzwischen so aus, als würde ich’s überleben. Aber fragt bitte nicht, wo Eure eMail bleibt ;-)

Warum musste dieses Viech mich in beide, auch noch in den RECHTEN Fuss stechen? Hat der nicht schon genug mitgemacht??? *grummel* Mir reicht’s.

So wollte ich das Neue Jahr nicht anfangen. Gut, die Nacht, in der das Datum umsprang, war wunderschön, aber der erste Januar ist auch irgendwie symbolisch und da wollte ich nicht fast zu Tode gestochen werden. Ich erkläre hiermit 2000 für ungültig und werde bei nächster Gelegenheit noch mal neu anfangen.

# 11. Januar 2000 um 11:00 PM
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