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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Montag, 22. November 1999

Der Dienstag, der ein Montag war oder ...


Der Dienstag, der ein Montag war oder sich zumindest so anfühlte… bisher war ich nicht erkältet, aber was nicht ist, kann ja noch kommen. Bisher ist der Kelch an mir vorbeigerutscht, bis auf einen Morgen, als ich mich trotz waberndem Magen heldenreich in die Firma kämpfte, mich von oben bis unten zuspuckte und mich direkt wieder auf den Heimweg machen durfte. Was soll man dazu sagen, wenn man in diesem Zustand den Kollegen begegnet? Da gibt’s nur einen Satz: ICH BIN NICHT SCHWANGER !!!! ;-)

An diesem Wochenende habe ich zum fünften, nein zum sechsten Mal eine Frau getroffen, die nur knapp 12 oder 13 Jahre älter ist als ich (ich bin 33), aber die offen zugibt, mindestens ein Jahrzehnt ihres Lebens, wenn nicht sogar zwanzig Jahre oder wie in diesem Fall 23 Jahre!!!! wie eine hirnlose Idiotin einen Mann bedient und umsorgt zu haben. Und wenn ich hirnlose Idiotin sage, dann meine ich nicht Hausfrau und Aufgabenteilung, sondern solche Schoten wie “wenn dann die Wohnung nicht sauber war, hat er mir den Mülleimer über den Couchtisch ausgeleert” und “als ich wieder arbeiten wollte, hat er dann die Scheidung eingereicht” und “bevor er dann um 17.00 Uhr nach Hause kam, habe ich mich geduscht, umgezogen und frisch geschminkt und frisches Essen gekocht”.

Bei der ersten dieser Geschichten habe ich mich noch hilflos an den Kopf gefasst. Später wurde ich wütend, stellvertretend sozusagen. Da sind begabte, starke und schöne Powerfrauen, die erzählen, wie sie wiederholt geschlagen und untergebuttert wurden und die jetzt sagen “ich kannte es eben nicht anders, ich war so erzogen”. Machen 10 oder 12 Jahre so einen Unterschied????? Es hat in jedem dieser Fälle so unglaublich lange gedauert, bis die Frau Konsequenzen gezogen hat und quasi ein zweites Mal erwachsen wurde. Wobei es sehr relativ ist, wie diese Selbständigkeit jetzt aussieht. Einige beissen sich halt durch, das sind die, die auch viel mit den Methoden “nach vorne mädchenhaft lächeln und hinterm Rücken zuhacken” arbeiten. Die anderen sind erfolgreich in ihrem Beruf und halten sich die Männer in ihrem Leben auf einer gleichberechtigten Basis fest, von der sie auch nicht mehr ablassen.

Mir ist es irgendwie unbegreiflich, wie solche Partnerschaften zu stande kommen. Ist es wirklich nur Erziehung? Ist es die Bereitschaft, Freude und Eigenständigkeit der Bequemlichkeit und der Illusion eines “Versorgers” zu opfern? Ja, ich weiss. Wenn ich ein Gästebuch hätte…. dann würde ich die Antworten direkt einsammeln können. Aber leider nicht nur die, und ich bin wirklich nicht bereit, die Verantwortung für so einen interaktiven Teil auf meinen Seiten zu übernehmen. Dann müsste ich ja ständig nachsehen oder würde das zumindest, und ich hänge schon oft genug online, ich will nicht auch noch gezwungen sein.

Heute wird es mild, 6 Grad. Ich wünsch Euch was ;-)

# 22. November 1999 um 11:00 PM
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Donnerstag, 18. November 1999

Vorhehr-Nachhehr. Das war es, was das “Neue ...


Vorhehr-Nachhehr. Das war es, was das “Neue Rechtschreibdings Update Patch” von Word mir angeboten hat. Und seitdem wandele ich von tiefem Misstrauen erfüllt auf diesem Planeten. Kann ja nicht sein, oder? Hab es ignoriert, aber was, wenn doch????? Nein, kann nicht sein.

Einige meiner Kollegen haben sich beschwert, daß ich auf dem Foto in der Kolumne der PC Praxis absolut nicht aussehen würde wie ich. Na, das will ich auch nicht hoffen. Wer würde schon noch wie er selbst (aussehen wollen), wenn er gespiegelt und quer nach oben links oder rechts verzerrt wird? *g* Das ist sicherlich mit Abstand eins der blödesten Fotos, die es von mir gibt und sozusagen auch nicht ganz optimal nachbehandelt, aber ich bin noch gar nicht darauf gekommen, ein anderes einzureichen, denn so erkennt mich wenigstens keiner. Soll ich? Naja, nächstes Jahr vielleicht.

Mit einer eigenen Digitalkamera wäre das direkt erledigt, aber ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich eine kaufen will. Wir hatten eine Canon Powershot Pro70 (oder so ähnlich?) hier zum Spielen und Ausprobieren, und man kann nicht behaupten, daß wir länger als eine halbe Stunde damit herumgespielt haben. Da lohnt die Anschaffung wohl kaum. Eine gute Anschaffung war allerdings der CD-Brenner. Nie war sie so geschmeidig wie heute, die wöchentliche (naja ok, monatliche) Datensicherung ;-) und sich für die Fahrt zur Arbeit eine Musik-ROM mit den Lieblingssongs zusammenzustellen ist auch eine feine Sache. Wenn sie fertig ist, düse ich los - noch 8 Stunden bis zum Wochenende!
Have a happy Hippie weekend ;-)
Melody

“We are looking at the accessibility of all Barbie accessories.” Mattel spokeswoman Lisa McKendall, after it was discovered that the new Share A Smile Becky doll’s wheelchair couldn’t fit through the doorway to the Barbie Dream House.

# 18. November 1999 um 11:00 PM
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Montag, 15. November 1999

Was man mit einem Wok macht???? Guckt ...


Was man mit einem Wok macht???? Guckt Ihr alle kein Werbefernsehen :-))) ??? Ausserdem gibt’s da nichts zu können. Man nimmt einen Esslöffel Öl und gibt ihn auf den Boden des heissen Woks, da schmeisst man ein paar Zwiebeln hinein und dann in kleinen Scheiben alles an Gemüse, was einem so zwischen die Finger kommt. Das schiebt man dann, am besten mit einem Holzstab, immer so ein bisschen die Rundungen des Topfs hoch, damit auch alles gar wird. Würzen tut es sich fast von selbst im eigenen Saft, sobald man den Deckel darauf setzt, Pfeffer und Salz und ein paar Kräuter reichen völlig, fertig ist das Essen ausgesprochen schnell.

Gestern gabs aber trotzdem extrascharfe scharfe Mexico-Wochen von Telepizza :o) und zwar so gefährlich gewürzt, dass es wie ein Feuerbrand den Hals hinunterlief *yamyam*. Muss auch mal sein, wer kann schon täglich selber kochen? Wir essen so selten Fast Food, das eine Mal wird schon nicht so schlimm gewesen sein, vor allem, wo es so feurig gewürzt war, dass es quasi in einem Anlauf durchrutschte :-)

Ähm. Tja. Wo war ich noch mal? Nicht beim Essen, nicht um 6.45 Uhr früh, das steht fest. Das ist eine Tageszeit, wo man mich alleine mit dem Wort “Friteuse” in einen Zustand versetzen kann, bei dem mein Magen sich wie ein Klumpen Gallert anfühlt - Friteuse und Mikrowelle, zwei Geräte, die den Niedergang der westlichen Welt symbolisieren und als Zeichen des Versagens viele Küchen zieren. Mamma mia, Essen wird nicht in Öl ertränkt! Pommes sind die einzige Ausnahme :-))))) und über Mikrowellen hüllen wir wohl besser den Schleier des Vergessens. Wer es nicht mal schafft, mit Herd / Grill / Fön irgendwas essbares auch ohne Strahleneinwirkung aufzuwärmen, der hat nichts besseres verdient als so ein Essen. Buargh.

So, ich habe also vergessen, was ich schreiben wollte. Es war ganz sicher nichts über Küchengeräte. Chilisosse ist sicher schlecht für die Hirnzellen. Da werfe ich den Rechner an, um ... und dann…. Nun gut. Unter anderem bin ich dahin zurückgekehrt, hier einfach zu schreiben. Zu schwafeln, zu lachen und zu motzen. Nicht mehr meine Wortwahl danach auszurichten, ob andere einen schlechten Tag oder eine problembeladene Jugend hatten, denn ehrlich, wer hatte die nicht. Für manche ist es ja schon schlimm, wenn die Nachbarin von schräg gegenüber zweimal nicht gegrüsst hat, während andere an Darmkrebs nicht verzweifeln. Ich bin jetzt zwar nicht ganz so sicher, ob ich das überhaupt gemacht habe - meine Wortwahl nach jemandem richten. Vielleicht habe ich das gar nicht. Aber der zähe Schleim der Political Correctness und der ‘beautiful people with echt tollem behaviour’ schwappt auch oft bis an meine Zehenspitzen, und mal ehrlich, hab ich dafür Zeit? Wohl eher nicht.

Und wenn ich sie hätte, würde ich nicht lieber was anderes damit machen? :-)
Einen wunderbaren Herbstdienstag wünsche ich Euch, und fahrt vorsichtig.
Melody

# 15. November 1999 um 11:00 PM
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Sonntag, 14. November 1999

Am Wochenende habe ich meine Woks wieder ...


Am Wochenende habe ich meine Woks wieder herausgeholt, nach langer Zeit. Nicht so einen grossen Küchen-Wok wie er in diesen langen Fernseh-Werbesendungen immer gezeigt wird, sondern zwei kleine, Baby-Woks, beide voll ausgestattet mit Rost, Deckel und Bambusstäbchen, die einfach auf die Herdplatte gesetzt werden können. Ich hatte schon ganz vergessen, wie schnell und schmackhaft und fettfrei Gemüse damit zubereitet wird, dabei hat es eine lange Zeit gegeben, in der ich alles Gemüse im Wok gebrutzelt habe. Das werde ich jetzt wohl wieder tun. Rezepte habe ich keine, obwohl es sicher ein paar Millionen chinesische Kochbücher gibt - ich esse gar nicht gerne chinesisch, die ganzen Geschmacksverstärker und die wabbeligen dicken schwarzen Pilze und das undefinierbare Fleisch finde ich nicht so erquicklich. Aber Gemüse im Wok, das geht schnell und ist knackig.

In Wok 1 gab es Kohlrabiwürfel mit gelber Paprika auf roter Zwiebel mit etwas Knoblauch und Chili-Sauce, in Wok 2 gleichzeitig frische Champignons, Möhren in Streifen, Tunfisch in Wasser aus der Dose und zu beiden Woks in ihren Servierständern einen schönen Langkornreis. Wie konnte ich bloss vergessen, dass ich die Baby-Woks habe? *grmpf* :-) Der Dauerwerbesendung, über die ich zufällig zappte, sei Dank.

Obwohl ich denen sonst ja nicht viel abgewinnen kann. Erinnert sich noch jemand an diese Sendungen mit “Werkzeug” für Frisuren? Ich hab mich immer gefragt, wen die damit veräppeln können, all diese Steck- und Knotfrisuren mit Hilfe von Plastikschlaufen und -steckern. Also, ich verspreche, dass ich nie mit strähnig ins Gesicht herunterhängenden Haaren gesichtet werden werde, so schwierig ist es schliesslich nicht, sich wenigstens ein bisschen und haltbar zu frisieren - und dafür muss ich mich nicht für dumm verkaufen und teuren Plastikschrott einkaufen ... Es muss aber massenhaft unbedarfte Leute gegeben haben, denn erstens liefen diese Sendungen sehr lange Zeit und ausserdem gibt es jetzt immer noch Fönwerkzeug, Spezialwickler, Heissluftbürsten…. es muss 12 Jahre her sein, dass ich mir das letzte Mal Gedanken über eine andere Frisur gemacht habe :-) Und es beruhigt mich immer noch ganz ungemein, wenn Leute mit zippeligen, zerdauerwellten, zwangsgestylten Haaren mir ernsthaft zureden, lange Haare seien ja sooooo langweilig *ggg*

Ja doch, ich bin ohnehin ein sehr langweiliger Mensch. Da kommt es auf die Haare auch nicht mehr an.

# 14. November 1999 um 11:00 PM
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Samstag, 13. November 1999

Sonntag, der 14. November 1999Gestern sind die ...

Sonntag, der 14. November 1999
Gestern sind die Emanzenseiten 3 Jahre alt geworden. Das ist mir allerdings erst heute eingefallen, und so wichtig ist es ja auch nun nicht. Stattdessen habe ich am Layout des Tagebuchs ein wenig herumgespielt, wobei es mir vor allem darum ging, Tricks auszutüfteln, möglichst alles auf einmal zu ändern :-) und das hat auch geklappt, zumindest grösstenteils. Was mich dabei anfangs genervt hat: Durch die hohe Besucherfrequenz (und die vielen Besserschwätzer, die nichts anderes zu tun haben) wird jede noch so kleine Änderung auf meinen Seiten im allgemeinen lang und breit diskutiert, selbstverständlich nur selten im positiven Sinne ;-) und manchmal würde ich eben auch ganz gerne nur herumprobieren, Farben und Formen setzen und wieder ändern, ohne mir solche geistigen Blähungen anzuhören. Das alte Diary-Layout hatte mir nie so richtig gut gefallen, aber die Farbkombination, und deswegen blieb es so lange online. Aber wie oft ich dachte “Du hast es gerade nötig”, wenn mir jemand mitteilte, was ich alles anders zu machen habe, das habe ich schon nach wenigen Tagen nicht mehr gezählt.

Aber ich würde das nie tun, hingehen und jemandem schreiben “Dein Layout gefällt mir nicht, dies das und jenes muss anders”, denn auch wenn ich selbst nur ganz ganz selten irgendwas wirklich schön finde und es ähnlich gestalten würde, so ist das Beste am Web doch ‘die private Vielfalt’. Das Web wäre wertlos und lächerlich, wenn es ausschliesslich von all den selbsternannten Grafikexperten gestaltet würde. Glücklicherweise beschränkt sich deren Macht auf Geschwätz. Und nachdem ich kurz hin und her überlegt habe, ob ich mir den Schwall an unerwünschten Kommentaren schon wieder antue, habe ich beschlossen: Nö. Ich lösche die Mails zum Thema neues Layout einfach. Und dann mache ich, was ich will. Alles neu im November, zum Beispiel ;-)

Bei wichtigeren Themen beuge ich mich auch schon mal vor und mache mir die Mühe, eine arrogant oder verständnislos hochgezogene Augenbraue manuell zu glätten. Woher will jemand, der nicht soviel Trouble und Trubel und Mails und Reaktionen um die Ohren hat, denn schon beurteilen können, wie leicht oder schwer es ist, der eigenen Linie treu zu bleiben? Wenn Dich niemand in Frage stellt oder Du den ‘natural Hochmut’ hast, um elegant darüber hinwegzugehen, bitte sehr, ich pack das nicht und darüber bin ich auch froh. Trotz allem. Manchmal geschehen Dinge, durch die mir wieder klar wird, dass eigentlich das ganze Leben aus Versuchen der Einmischung besteht, nicht nur eine Online-Präsenz.

Am letzten Wochenende war (unter anderem *g*) ein befreundetes Paar mit einem 4 Monate alten Baby zu Besuch. Die beiden wohnen in seiner Wohnung, die aus zwei grossen Zimmern besteht. Und als ich fragte, ob sie denn umziehen wollten, wurde ich direkt in Grund und Boden gebrettert, als hätte ich eine Grundsatzdiskussion über Stillen oder Impfungen losgetreten - ein Satz, und es war klar, über den Wohnraum wurde nicht diskutiert, fertig. Eigentlich hatte ich ja bloss fragen wollen, was sie denn für Erfahrungen mit dem Wohnungsmarkt in ihrer Ecke hatten. Offensichtlich wurden die beiden seit Bekanntwerden der Schwangerschaft von wohlmeinenden Klugscheissern darüber belehrt, dass man mit einem Baby nicht in zwei Zimmern leben konnte - und unter diesem Gesichtspunkt habe ich mich auch nicht gewundert, dass ich nicht mal eine Frage über Wohnungen stellen durfte :-)

Andererseits denke ich, wenn man mit sich selbst im Reinen ist und weiss, wo man steht, gibt es auch keinen Grund, hochzugehen und auszurasten (nein, die junge Mama ist nicht gemeint, die hat nur einfach erklärt, sie wolle über die Wohnung nicht reden und fertig).

Nun lade ich das neue Layout hoch :-)
und wünsche Euch einen schönen Wochenanfang

# 13. November 1999 um 11:00 PM
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