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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

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Montag, 23. August 1999

“Guten Morgen, mein Name ist ... vom ...


“Guten Morgen, mein Name ist ... vom Team Akte99. Wir würden gerne gleich mal mit einem Kamerateam vorbeikommen.” Wahrscheinlich fragt er sich immer noch, warum ich so hysterisch aufgekichert habe.

Gegenüber auf dem Sofa kämpfte sich gerade mühsam Melle aus dem Halbschlaf hoch, neben den immer noch verschlossenen Sektflaschen von Walt und den Unmengen Chips von Tinka Mix (Zitat Olli “Letztesmal hatten wir Kaffee für zwei Monate, als Tinka auf der Party war, diesmal Chips für die nächsten Wochen, warum laden wir sie nicht noch öfter ein?”). Das Ei war soeben verschwunden, um Brötchen zu holen “und frische Milch!” und die Wohnung sah so aus, wie eine Zweizimmerwohnung eben aussieht, wenn man tagelang Party feiert, Spatzen Wagenladungen von Pizza backen, Kölner und Wikinger einfallen und überhaupt ... einen besseren Moment für den Vorschlag, mal eben mit einem Kamerateam vorbeizukommen, habe ich noch niemals erlebt und werde ich auch nie wieder erleben, das steht fest.
:-)

Spontan mal eben nach Berlin fliegen wollte ich genausowenig wie die Tür öffnen, aber den Rest des Tages genüsslich mit dem Rest der Party herumhängen, das schien mir ein guter Plan und das habe ich dann auch getan. Der Herr von Akte 99 hat noch ein paarmal angerufen, und ich konnte ihm auch noch ein paar “nette” Internetseiten zu seinem Thema der (heutigen) Sendung nennen. Man merkt bei solchen Gesprächen dann schon, dass es viele Leute gibt, sie sich förmlich darum prügeln, sich mal im TV zeigen zu dürfen, denn man stösst auf milde Verblüffung, sollte man dieser Erwartungshaltung nicht entsprechen. Lust hätt ich vielleicht igendwann mal wieder gehabt, aber nicht zu diesem Thema “Rache und Mobbing” im Internet. Da sind ganz andere die “Experten”, die ihr Leben lang davon verfolgt werden und die man für immer damit in Verbindung bringen wird. Nicht ich.

# 23. August 1999 um 10:00 PM
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Dienstag, 10. August 1999

Ja sicher bin ich grössenwahnsinnig :-) warum ...


Ja sicher bin ich grössenwahnsinnig :-) warum sonst sollte ich mit derselben Unbefangenheit ein Porträt von mir auf meinen Haupteingang setzen, als wäre es noch August 1996 und niemand würde vorbeischauen? Weil sich nicht wirklich etwas geändert hat. Weil es immer noch meine privaten Seiten sind. Weil ich es will. Weil ich mich darüber kaputtlachen kann, wie andere sich spiessig empören. Weil ich am Sonntag so aussah, offensichtlich.

Am Sonntag ist es ausserdem genau ein Jahr her gewesen, dass ich den Salat zum erstenmal live getroffen habe :-) Gekannt habe ich beide natürlich schon lange vorher, fast achtzehn Monate, aber der brütendheisse 8. Juli letztes Jahr ist der Tag des Erkennenlernens gewesen. Wie es war? Der eine ist inzwischen bei mir eingezogen, den anderen seh ich in wenigen Tagen wieder für einen hoffentlich ausgedehnten Weekendbesuch, also wie soll es schon gewesen sein *g*

Es gibt natürlich auch Leute, die merken sich die Jahrestage *unangenehmer* Daten, aber dazu gehöre ich nicht. Ich wäre schon froh, wenn ich mir nur sagen wir mal 8 Prozent aller Geburtstage im Bekannten- und Verwandtenkreis merken könnte. Oder wo ich den zweiten ‘antiken’ Herzohrring aus den 50ern hingelegt habe oder was das für ein heiss erwarteter Termin Anfang September ist, zu dem ich unbedingt noch Urlaub nehmen will und überhaupt lebe ich in der ständigen Gewissheit, dass irgendwas Wichtiges gerade untergeht. Macht nichts.

Naja, und für Mails ist mal wieder keine Zeit, das ist ja nichts Neues. Sabrina, Nora und diverse andere müssen noch ein Weilchen warten, fürchte ich, das Leben saugt heftig an meinem Terminkalender und irgendwie ist das ja auch “sehr geil”, wie Kiki wohl sagen würde. Was auch recht unterhaltsam ist, sind Eure Reaktionen auf die Bezeichnung PRESSWURST für die fehlende Selbsterkenntnis im Bezug auf passende Kleidergrössen. Auch wenn ich noch nicht antworten konnte, ich habe schon Tränen gelacht bei den bösartigen Schilderungen aus Umkleidekabinen und Bekanntenkreisen - Eitelkeit scheint noch um einiges weiter verbreitet zu sein, als ich in meiner jugendlichen Naivität angenommen hatte.

Benno hat gar den Begriff der “mentalen Presswurst” geprägt und weitet dieses Syndrom auf die allgemeine Selbsteinschätzung aus.

Na gut, nicht alles ist unverändert geblieben in den letzten Homepage-Jahren. Manchmal passieren auch Dinge, die mich traurig machen. Da maile ich mit einer netten Frau, so hin und wieder und trotz grösserer Pausen eigentlich recht intensiv, und dann kontaktet mich ihr Mann. Einfach so. Er ist “natürlich” davon ausgegangen, dass wir uns über ihn unterhalten (muss ich noch erwähnen, dass das gar nicht so war? Ich fürchte schon… es lesen ja auch Männer mit *g*) und schreibt mir, er sähe seine Beziehungssituation so, so und so und erwarte von mir nun Geheimhaltung über seine Mail.

Das wäre mir ohne diese Webseite ganz sicher nicht passiert. Ich sass wie versteinert vor dem PC, vor meinem inneren Auge lief ein Film ab. Ein richtiges Deja-Vu, wenn ich auch das andere Mal nur ein Opfer ohne Einfluss war. Aber sowieso, sowas nicht mit mir. Ich werde keine Freunde anlügen aus falsch wusste ich, dass das nicht stimmt, denn “er ist ein Berlinär” :-) und ausserdem, was soll’s. Die andere Hälfte vom Salat wird das schon hinbiegen *g* und wenn Ei ein Weilchen bleiben will nach der Party am 21., warum nicht. Diese Parties sind immer so magnetisch. Versuchen wir’s halt mal mit einer Überdosis, oder sind andere Wochenenden auch vier Tage lang? *lach* ;-) oh Melle, mailst Du mir noch mal schnell Deine Flugzeiten???????

*schnüff*
*schnupper*
Es riecht nach Pfannkuchen. Na also.
Bis dann mal!
Melody

# 10. August 1999 um 10:00 PM
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