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Dienstag, 09. März 1999

erst Mittwoch???Übrigens, wenn Du das hier lesen ...

erst Mittwoch???
Übrigens, wenn Du das hier lesen kannst, bist Du im Internet. Dies ist die virtuelle Welt, in der jeder Popel aus den Atemwegen des Webs sich als Bigmäc mit Tomate und Salat ausgibt. Die Menschen hier sind schön, schlau und haben immer recht. Naja, nicht alle. Am meisten die, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu denen gehören, die sich nichts bieten lassen. Weil sie sich im Alltag alles oder sehr viel bieten lassen müssen. Das sind dann wohl die Leute, die wutschnaubend und das Steuer umkrampfend für meine Abendunterhaltung im Stau sorgen. “Weg da, Du Depp! Ich habe hier Vorfahrt! Aus dem Weg! Ich muss nach Hause und in mein quadratisches Königreich!”

Verbissene Gesichter, böse Fratzen, wüste Gesten der Verkehrsregulierung, lauter selbsternannte Erziehungsberechtigte ohne Mündel. Man möchte sich beruhigend hinüberlehnen und ihnen versichern, dass man ihnen die kleinen Triumphe des Vorbeiziehens gönnen kann und will. ‘Beruhige Dich, armer kleiner Mann in dem zu grossen Auto, keiner nimmt es Dir weg.’ Und ab und zu ein Lachen in einem anderen Auto. Ein Schulterzucken. Jemand, der auch mit Belustigung in den Blechkrieg zieht und Dich souverän in die Lücke lässt, auch wenn die cholerische blondierte Geschäftsfrau in ihrem BMW-Cabrio hektische Flecken kriegt und wüst am Steuer kurbelt, weil sie nun wieder 2,60 m länger warten muss bis zur Ausfahrt ... wer guckt denn da noch Low Level Talkshows? Stau ist doch viel lustiger.

Einige Tage lang habe ich Stellenanzeigen aufgegeben, Stellenmärkte abgeklappert und gereizt wieder und wieder den seriösen Text am Telefon runtergeleiert. Nichts. Niemand, der wirklich in Frage kommt und frei ist. Aber nachdem ich gestern hier im Diary weggeklinkt bin, hat sich doch tatsächlich darauf jemand beworben, und ich habe die Dame zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Sie wird zumindest niemals behaupten können, dass sie nicht gewusst habe, was auf sie zukommt ;-)

Nun ja. Das Internet verblüfft mich immer wieder.

Es hat auch andere Bewerbungen gegeben ;-) aber ich werde niemanden aussuchen, den ich privat kenne, ich bin ja nicht irre. “Mitarbeiterführung” ist - wenn man die Verantwortung ernst nimmt und so - schon schwierig genug mit Fremden. Mein Aushilf nennt mich “Chefin” und ich ertappe mich jedesmal dabei, wie ich mich nervös umsehe (das hat doch hoffentlich keiner gehört? nachher denkt noch einer, ich würde hier auf sowas bestehen!). Die Dame davor, so nett sie auch war, hat leider nie so ganz richtig kapiert, dass sie ja für mich arbeitete und hielt uns wohl irrigerweise für eine Art Kumpel, die Verständnis für ellenlange private Telefonate zeigen (für die ich leider keine Zeit hatte und die ich auch nicht tolerierte, übrigens). Da hätte ich mehrmals “durchgreifen” müssen, aber da habe ich etwas von meinem Chef gelernt - was er sich auch nicht verkneifen konnte, mir nach einem Fehlschlag noch mal unter die Nase zu reiben - und zwar: Gespräche und Ermahnungen haben keinen Zweck, sowas ändert sich nicht. Wer als freier Mitarbeiter sich absolut nicht konzentriert und schlampig arbeitet und ununterbrochen privat telefoniert, der bekommt die Kurve auch nach einem klärenden Gespräch nicht. Leider habe ich es ausprobiert :-(

Aber jetzt wird alles gut. Ich meine, diese Bewerbung von der Dame, die nach einigen Jahren Mutterschaft einen Wiedereinstieg versucht, hat mich sogar um 21.00 Uhr abends gestern und obwohl ich da noch im Büro sass, wieder fröhlich gestimmt. Das muss man sich mal vorstellen: Es gibt Leute, denen ich nicht vorher erklären muss, wie ein Mailprogramm funktioniert und die nicht blass werden bei dem Wort “Scanner”! Und ich, ich bin so dankbar für diesen Lichtblick, dass ich mich wahrscheinlich tagelang aufführen werde wie ein zahmes liebes kleines Lamm *hust* :-)

Nun ja. Vielleicht nicht tagelang.

# 09. März 1999 um 11:00 PM
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Montag, 08. März 1999

“Unterhaltsam lästern wie Du - das könnte ...


“Unterhaltsam lästern wie Du - das könnte ich nie!” schrieb mir jemand. Stimmt. Das könnte sie wohl nicht. Aber mich anderen gegenüber jahrelang als selbstbeweihräuchernde Exhibitionistin bezeichnen und mir dann so ‘ne nette Mail schreiben .... das kann sie und das wiederum könnte ich nun nie und nimmer :-) nix für ungut, ok? Ich bin nicht sauer, but I am amused.

In der Ecke liegen (siehe vorheriger Eintrag) aufgrund wunderbarer Entlastung findet übrigens nicht statt. Mein kleiner Aushilf kann kein Deutsch und bricht zusammen bei dem Gedanken, ans Telefon zu gehen. Es ist nicht seine Schuld, dass in meinem Team das Level an PC-Kenntnissen so immens hoch ist, aber es ist die Schuld seines verdammten Sklavenverleihs, dass sie jemanden in diese Raketenabschussbasis geschickt haben, der die Anforderungen nicht erfüllt - nur um den Auftrag nicht zu verlieren. Jetzt verlieren sie stattdessen einen Kunden, das steht fest. Dieser fleissige und eifrige Mann, der nach seiner Umschulung zu der Zeitarbeitsfirma ging, wird einen absolut unnötigen Motivationsknacks bekommen und ich fühle mich, ohne Abkürzungspünktchen, echt scheisse, weil ich ihn jetzt feuern muss.
Wir brauchen jemanden, der/die/das


Was den ganzen Rest angeht, da bin ich höllisch flexibel. Nur fünf Stunden arbeiten? Oder den Dienstag immer frei? Erst um 10.00 Uhr kommen? Alles kein Problem. Wir sind in Düsseldorf. Wir sind nett. Wir sind anpassungsfähig, wenn auch sehr sehr fordernd *g* und nehmen auch FreiberuflerInnen. *waaaaa* :-)

# 08. März 1999 um 11:00 PM
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Mittwoch, 03. März 1999

Heute morgen dachte ich wirklich, ich schaff’s ...


Heute morgen dachte ich wirklich, ich schaff’s nicht, aufzustehen. Es war das erstemal seit Ewigkeiten, dass ich sooo müde war, aber immerhin gab es einen guten Grund, erschöpft zu sein. Einmal die vielen Überstunden der letzten Zeit, aufgelockert von dem vagen Versprechen des Chefs, ich würde in mittelfristig absehbarer Zeit einen Assistenten bekommen :-) Und dann die Klapse, immer für eine Überraschung gut. Ein Journalist von EinsLive hat mich angerufen und wollte mich dazu überreden, für EinsLive TV über “Awards” zu sprechen. Als Expertin. Ich bin aber keine.

Es gibt keine bessere Möglichkeit, sich für den Rest seines Lebens unglücklich zu machen, als sich in einem Fernseh-Kurzbeitrag als Experte für irgendwas aufzuspielen. Irgendeiner, bei dem man es sich nicht wünscht, erinnert sich garantiert im unpassendsten Zeitpunkt daran (Zahnarzt, sage ich nur. Ein Schlauch im Hals, ein Bohrer in den Kiemen, Watte im Kiefer und dann die Frage “Hab ich sie nicht gestern im Fernsehen gesehen? Sie sind eine Emanze, richtig???”)

Nei-iiiiin, ich habe eine bessere Lösung gefunden. Jemanden empfohlen, dessen trockener Humor und Alltagssarkasmus da schon die passenden Sprüche liefern werden. Ich weiss es genau. Dieses Thema braucht keine Zuckerwatte und keinen Sülz ;-)

Der nette Sven wollte unbedingt eine Expertin, und ich wollte unbedingt keine sein. Na gut, ich hätte können gekonnt. Das gebe ich zu. Aber ich hatte echt keine Lust. Ich hätte Urlaub nehmen müssen, es wäre verdammt kurzfristig geworden (heute, nämlich) und obwohl der Typ von EinsLive supernett war, finde ich das Thema Awards für mich dann doch eher unpassend. Aber die Klapse/r waren Feuer und Flamme, und das ist auch richtig so. Wir hatten schätzungsweise drei Stunden Zeit, uns ein paar Dinge zu überlegen, die sie mit dem Fernsehteam anstellen konnten, und so verbrachte ich gestern abend damit:
http://www.melody.de/klapse/award
nachdem ich gegen Acht aus der Firma kam. Das alleine ist natürlich noch kein Grund für einen Erschöpfungszustand, aber es muss Euch reichen, wenn ich sage, dass mal wieder gar nichts - aber auch wirklich gar nichts! - klappte und zum Schluss dann doch alles gut ausging.

Das hoffe ich jedenfalls, denn das letzte, was ich hörte, war die vorwurfsvolle Stimme der Petra von der Klapse, die die Webseite nicht hochladen konnte, während im Hintergrund das EinsLive-Team herumwuselte. Sowas passiert schon mal, wenn man 12 hyperchattende Teenies an 8 Computern an 1 (eine!) Leitung hängt. Ich konnte nur erklären, dass fünf Leute auf gänzlich verschiedenen Internetzugängen problemlos hatten gucken können, die Seite also definitiv in Ordnung war und ich sie selbst auch gerade aufgerufen hatte .... und telefonisch einem Computerneuling zu versuchen zu erklären, was ein Proxy-Server…..

Aber es hat bestimmt irgendwie geklappt. Je nervenzerfetzender, je schlechter organisiert, je chaotischer, desto grösser ist die Chance, dass es am Ende doch noch klappt :-) ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass diese Erkenntnis/Erfahrung neu für mich ist. Und so legte ich dann (beinahe fingernägelkauend, aber nur beinahe, denn meine sind dafür zu hart) den Hörer wieder auf die Gabel in der Gewissheit, dass die Klapse-Pädagogen das Kamerateam schon schaukeln würden. Ich meine, solange Eike diese Hamsterbilder auf ‘seinem’ PC hat, kann sowieso nicht viel schiefgehen, denn die kann man ja notfalls zeigen? :-)))

Der Tag im Büro war allerdings der Hammer. Schon wieder. Mittags erwischte ich mich dabei, dass ich laut fluchte und den Jungs mitteilte, dass ich jeden von ihnen gegen eine Cappuccino-Maschine tauschen würde. Als ich merkte, dass ich die innere kleine Grenze überschreite, mit der man kapituliert und seine Abende als “teilweise im Büro” verplant (und das ist NICHT mein Lebensziel!) und schon anfängt, das als normal zu betrachten, habe ich eine neue Aushilfe beantragt. Die vorherige kann man schlechten Gewissens nur als von uns verschlissen bezeichnen, sie hat den Anforderungen nicht mehr standgehalten und wurde ständig schusseliger. Obwohl ich sie wirklich total nett fand und finde, kann ich mir keine Unterstützung leisten, deren Arbeit ich dann kontrollieren muss. “Nicht belastbar” ist wohl der offizielle Jargon :-(

Die Zeitarbeitsfirma findet mich sicherlich schwierig. Sie priesen mir eine Dame an, die für eine ‘wichtige Bank’ gearbeitet hatte und eine, die ein ‘Vorstandssekretariat’ tätig war und ich erklärte, das sei ja nun wahrhaftig kein Qualitätsmerkmal, sondern wahrscheinlich eher das Gegenteil. Ich brauche ganz einfach jemanden, der auch in der rauhen realen Wirtschaftswelt wirklich praxistauglich ist, mit Kunden telefonieren kann, keine Angst vor Computern und die entsprechenden Grundkenntnisse in Standardanwendungen hat, sich fliessend auf englisch verständigen kann und in einem Team völlig verrückter und rücksichtslos hemmungsloser Computerchaoten seine Lernbereitschaft behält. Will sagen, ich brauche genau das, was all die jungen Dynamischen anpreisen in ihren Stellenangeboten. Genau das, das absolut nicht aufzutreiben ist, wenn man sucht.

Zögernd kam die Frage, ob es denn auch ein Mann sein dürfte. Haha. Diese Gelegenheit, auch mal jemanden zu diskriminieren und ihm die Emanzipation zu versauen, habe ich jetzt mal ausgelassen. “Wenn demjenigen kein Zacken aus dem Krönchen fällt, wenn er für mich kopieren und Kaffee kochen muss” konnte ich mir dann aber doch nicht verkneifen. Der Chef kam an mir vorbei und ich fragte anstandshalber “Unsere Aushilfe kann doch auch männlich sein, das ist doch egal, ODER?” Die Antwort kam prompt und lautete “Wenn er hübsche Beine hat.” Argh. Warum musste ich auch fragen.

“Uns ist das egal” erklärte ich also wahrheitsgetreu und lauschte der langen Auflistung all der Dinge, die der junge Mann angeblich kann. Wenn das alles stimmt, kann er meinen Job haben und ich lege mich im Konferenzraum aufs Ohr, bis sie mich feuern ;-)

# 03. März 1999 um 11:00 PM
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Dienstag, 02. März 1999

Gestern morgen habe ich den Fehler gemacht, ...


Gestern morgen habe ich den Fehler gemacht, viel früher als sonst ins Büro zu fahren, in der irrigen Hoffnung, es dann wenigstens einmal pünktlich zu schaffen, da wieder zu entfliehen. Hat natürlich nicht geklappt. Die Kollegin in der anderen Abteilung hat bereits kapituliert und lässt sich ihre Überstunden auszahlen, aber ich hoffe doch sehr, dass ich mal wieder ein paar freie Zusatztage an den Urlaub hängen kann. Auf dem Rükweg gestern abend habe ich dann beschlossen, dass ein grösserer Umweg sich lohnt, wenn man dafür einen Salat von meinem Lieblingsitaliener bekommt. Müde, aber zufrieden stolperte ich ins Restaurant - und da hatte ich wieder mal eine Begegnung mit der anderen Art.

Ich suchte mir also einen Salat aus und liess mir noch etwas Lachs vom Vorspeisenbüffet einpacken und lehnte mich dann an die Wand und wartete, gesessen hatte ich an dem Tag schon genug. Am Ecktisch sass eine Familie mit zwei oder drei Kindern und Schwiegermutter, Oma oder was-weiss-ich. Die Mutter der quengelnden Kinder hatte einen prachtvollen Lasagnefleck auf dem selbstgestoppelten Pulli, geschwollene Augenschatten und einen äusserst bösartigen Blick drauf. Sie zischte deutlich hörbar quer über den restlos leeren Teller, wie typisch es doch sei für “so eine Dicke”, in Restaurants nur Salat zu essen - wo man doch deutlich sehen könne, dass ich sonst ganz andere Sachen fressen würde. Nun hätte ich mich natürlich vorbeugen und das verbissene dickliche kleine Gesicht tätscheln können und ihr dann erklären, dass ein Insalata Capricciosa bei dem Italiener pfundweise Sosse, Fisch, Schinken, Ei usw enthält und eine Pizza kalorientechnisch sicher um Längen schlägt. Aber ich denke mal, sie wird wohl einen frusterfüllten Tag gehabt haben, sicher nicht den ersten in diesem Monat ;-) und wenn es ihr hilft ... solche haben Mitleid verdient.

Ehemann, ein grosser durchschnittlicher Rothaariger, kümmerte sich rührend um das kleinere Kind. Es ist eine bösartige Vermutung von mir gewesen, dass er sich so tief in den Kinderwagen beugte, um den Blicken und dem Geblähe seiner Holden auszuweichen. Im Gegenteil, er hatte diesen weichen, samtigen Blick drauf, dieses sehnsüchtige sexy Schmachten: Die drei süssen langbeinigen Mädchen am Nebentisch sahen aber auch wirklich niedlich aus. Da lief nicht nur dem Baby der Sabber übers Kinn, sondern auch dem Mann des Plappermauls, die vor ca. 17 Jahren und hundert Fastenkuren auch mal besser aussah und nicht so fies war? Dann kam mein Salat, aber es kam auch der Geschäftsführer, der mich begeistert begrüsste (ein deutliches Zeichen dafür, dass wir zu oft dort essen!) und während Frustine mich noch mit abschätzigen Blicken begutachtete, packte ich mein Essen ein, verabschiedete mich und schenkte ihr ein freundliches Lächeln - eigentlich schenkte ich es Tina Turner, die perfektes Timing bewies und ein “What you see is what you get” durch die Musikanlage schmetterte. Aber das hat Frustinchen sicher nicht begriffen. Wenn sie Frauen über ihren optischen Marktwert definiert, wird sie sicher den Freitod wählen, sobald sie mal unvorbereitet in einen Ganzkörperspiegel läuft, oder könnte es gar sein, dass sie nur andere so kommentiert? ;-)

Es irritiert mich immer wieder, wie solche Frauen sind und vor allem, wie sie auf mich reagieren, und während ich mit A. zur Arbeit und zurück kurve (er hat immer noch kein neues Cabrio *g*) führen wir erbitterte lustige Streitgespräche über ‘Tussen’, die wir beide gleichermassen verachten. Gestern habe ich vor Lachen fast einen Bordstein geknutscht mit dem Wagen, als ich ihn kopfschüttelnd fragte, ob solche älteren “Mädels” denn nicht begreifen würden, dass ihnen höchstwahrscheinlich nach 20 solchen Jahren der Ehemann mit jeder, aber auch jeder mit einem erfreulicheren Charakter durchgehen wird und A. ganz trocken nur “no risk, no fun” konterte. Da hat er natürlich recht: So ‘ne Dame sieht sich selbst ja durch ganz andere Augen. Weia :-) A. meint, dass es daran liegt, dass ein Haushalt zwar stressig ist, aber doch eben reichlich simpel. Wer sich weder beruflichen noch persönlichen Anforderungen stellen muss und auch wenig Reibung durchläuft, hält sich zwangsläufig irgendwann für den Nabel seiner kleinen Welt. Meinte A. Meine ich auch. Kann man das für sich selbst verhindern? Bange Fragen quälen mich ;-)))) ich glaube, ich bastele mal lieber weiter an meiner Karriere. Wenn ich mich richtig erinnere, wird der Stapel auf meinem Schreibtisch bald so gross wie die aufgeblähte Zimtzicke von gestern sein. Obwohl, das geht eigentlich noch.
Greetinx!

# 02. März 1999 um 11:00 PM
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