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Freitag, 12. Februar 1999

- be what you areEins meiner Lieblingskinderbücher ...

- be what you are
Eins meiner Lieblingskinderbücher ist “Harriet the Spy”, eine Erzählung über eine rund 10jährige Spionin und zukünftige Autorin, die ihren Alltag akribisch und unverblümt in einem Tagebuch notiert und in grössere soziale Schwierigkeiten gerät, als ihre kritischen Anmerkungen in die Hände ihrer Freunde und Mitschüler fallen. Harriet, die habe ich dafür bewundert, dass sie kreativ war. Nicht in der Lage, tolle Ideen auf der Grundlage von irgendwas auszuführen, das ist zwar auch ok, aber das kann jeder wirklich kreative Mensch sowieso noch zusätzlich. Nein, Harriet hatte eigene Ideen und völlig neue Dinge, die es vorher nicht gab. Sie musste nicht versuchen, kreativ zu sein, sie war es eben und sie hatte ihre eigene Erlebniswelt.

Wobei ich niemals fand, dass Harriet sich dafür schämen musste, dass sie Menschen nicht durch eine unbedarfte Harmoniebrille wie ein artiges kleines Mädchen betrachtete, im Gegenteil. (“Artige” kleine Mädchen versuchen Liebe durch Angepasstheit zu kaufen, werden meist nicht für voll genommen und haben den Niedlichkeitsbonus nur bis zum Eintritt der Wechseljahre :-) oder bis sie Falten schlagen.) Wenn jemand sein Gesicht nicht wäscht oder seine Freunde belügt (siehe das Kinderbuch), kann man daran nichts schönreden.

Ausserdem sind die Schönredner meist Heuchler und obendrein langweilig. Man kann sich denken, dass ich ähnliche Probleme wie Harriet bekommen hätte, wenn meine Bekannten mein (privates) Tagebuch gestohlen hätten :-) (Stehlen Freunde? Tja, faule Eier finden sich in jedem Freundeskreis Irgendwann fängt’s an zu stinken und dann entsorgt man, was zu entsorgen ist, deswegen kann man nicht sein ganzes Leben lang so leben, als ob man Vorkehrungen dagegen treffen könnte.) Wie komme ich jetzt bloss darauf? Ah ja… ich habe die Startseite zum Diary geändert und hatte zunächst vor, Harriet zu erwähnen. Aber das wurde mir dann zu lang. Aber Harriet, die kleine zukünftige Autorin, sass dann in meinem Kopf fest und ich habe das Buch nochmal gelesen :-)))

Louise Fitzhugh
Harriet The Spy
HarperCollins Publishers
ISBN: 0064403319
Preis ? ca. 12 DM
Altersgruppe schätzungsweise 10-12
und wie ich gerade sehe, gibt’s das auch auf Deutsch, obwohl ich darauf wetten würde, dass in der Übersetzung viel runtergeschliffen wird.

Happy Weekend
und einen schönen Valentines Day :-)

# 12. Februar 1999 um 11:00 PM
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Donnerstag, 11. Februar 1999

Mir quillt die Mailbox über, sogar das ...


Mir quillt die Mailbox über, sogar das Papier stapelt sich rund um meinen Schreibtisch, freie Zeit ist kostbar und verplant und damit wieder unfrei…. Insbesondere diejenigen, die sich gerade mit ihrer eigenen Lebensplanung beschäftigen, empfinden mich durchweg als beunruhigend und begrüssen mich nur noch mit einem “Na, was macht die KARRIERE?” ;-) So langsam bin ich in Versuchung, mit einem “Bestens, danke, aber ein ‘WIE GEHTS DIR’ tut’s auch!” zu antworten, aber dann wird mir in der Regel ja nun doch nur mitgeteilt, dass ich ja sicher furchtbar urlaubsreif sei. Klar bin ich das. Das bin ich immer :-)

Anstrengend sind diese Gespräche, in denen der andere versucht, herauszufinden, ob es nicht doch ganz schlecht für mich ist, soviel zu arbeiten. Am schnellsten bin ich damit durch, wenn ich in einen ansatzweise leidenden Tonfall absacke (den ich mir ja im Umfeld überall abschauen kann), und abgeschlafft lüge, wie unerfreulich und stressig doch die ganze Arbeit sei. Das gibt dem anderen Zufriedenheit, jawoll, das hat man sich ja gleich gedacht *g* Wenn ich mir dann noch verkneife zu erwähnen, wieviel Spass ich habe und was ich alles für mich erreiche, brauche ich nur noch mit gestresstem Gesichtsausdruck oder einem hastigen Smiley davonzuflüchten. Es ist schon irgendwie ulkig. Ich bin schon immer jemand gewesen, der an “no time to chill” glaubte, ich brauche diese Phasen, in denen alles läuft und die Zahnräder der eifrig pumpenden Maschine ineinandergreifen und dass man dabei nicht im selben Job stehenbleibt oder auf dem gleichen Level, das ist doch irgendwie klar.

Vor ungefähr einem Jahr lernte ich auf einer Party eine Frau kennen, die nach wenigen Minuten der Bekanntschaft der versammelten Runde verkündete, SIE werde nie mehr arbeiten, wenn sie erst mal verheiratet sei. Ihr Papilein habe viel Geld, ihr “Süsser” sei doch auch versorgt und wenn erst mal Kinder ... also nein, das mit der Arbeit würde sie sich dann wohl nicht mehr antun. Der dazugehörige “Süsse” kam bei dem dritten “nie wieder” um die Ecke aus der Küche und ich glaube, seinen Gesichtsausdruck werde ich wohl nie vergessen. Was das wohl für ein Gefühl war, auf diese Art und Weise mitgeteilt zu bekommen, dass seine Partnerin zukünftig gedachte, sich auszuruhen und ihm das Heranschleppen des Unterhalts zu überlassen? Offensichtlich kein gutes, denn wie ich jetzt hörte, sind sie inzwischen getrennt. Wie dumm von ihr, sich so aufzuspielen. Wahrscheinlich wäre sie damit durchgekommen, hätte sie nicht auf so eine alberne Art versucht, die ‘anderen’ neidisch zu machen. Ungewöhnlich ist so eine Entscheidung sicher nicht ;-)

Ein lebenswertes Leben liegt wohl irgendwie, irgendwo zwischen der faulen abgedumpften Hauskuh und der gestressten Karriereziege. In welche Richtung das Pendel für mich eher ausschlagen wird, steht wohl fest ...
fröhlich meckernd in Richtung Firma hüpfend.

# 11. Februar 1999 um 11:00 PM
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Dienstag, 09. Februar 1999

- gute Zeit für alte Weiber? :-)Morgen ...

- gute Zeit für alte Weiber? :-)
Morgen an Altweiberfastnacht wird der alljährliche Wahnsinn wieder toben, und obwohl ich jetzt schon 10 Jahre in und um Düsseldorf wohne, gedenke ich, mich schleunigst aus dem Staub zu machen, sobald der “Frohsinn” ausbricht. Soweit man eben kommt in dieser Ecke der Welt. Eigentlich müsste ich Oliver das wenigstens einmal antun und ihn in die Altstadt oder an den Rand der Altstadt schleifen, damit das Nordlicht meine karnevalistische Zurückhaltung angemessen zu schätzen weiss. Kreischende, alkoholisierte und völlig von der Leine gelassene “Weiber” auf Krawattenjagd (und sowieso) sind ziemlich gruselig. Finde ich. Andererseits ist dieses Wochenende, ja genau dieses, sicherlich das richtige, um gemütlich zuhause zu bleiben, denn es gibt keinen einzigen sicheren Ort da draussen ab morgen mittag bis .... nächste Woche DIENSTAG? Weia… Urlaubsantrag vorkram.

Viel Spass morgen, ihr virtuellen und echten Pappnasen ;-)

# 09. Februar 1999 um 11:00 PM
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Montag, 08. Februar 1999

- Schmunzeln statt Diary, aus einer Mail, ...

- Schmunzeln statt Diary, aus einer Mail, die zur Zeit umgeht
“Die 5 schwierigsten Fragen, die Frauen Männern stellen können und die richtigen Antworten aus Psychologensicht
Die Fragen sind:


  1. An was denkst Du gerade?
  2. Liebst Du mich?
  3. Findest Du, daß ich dick bin?
  4. Findest Du sie hübscher als mich?
  5. Was würdest Du tun, wenn ich sterbe?

Was diese Fragen so schwierig macht, ist die Tatsache, daß ein nicht unerheblicher Streit entbrennen könnte, wenn der Mann falsch antwortet (also die Wahrheit sagt…) Deshalb: Holzauge, sei wachsam. Als kostenloser Service anbei eine Analyse der einzelnen Fragen mit möglichen Antworten!

FRAGE 1: An was denkst Du gerade?
Die richtige, stressvermeidende Antwort ist: “Entschuldige Schatz, wenn ich gerade unaufmerksam war. Ich dachte nur gerade, was für eine wunderbare, warmherzige, intelligente und schöne Frau Du bist und was für ein Glück ich habe, mit Dir zusammen sein zu dürfen.” (Man beachte den Tonfall: Nicht zu lieblos wirken!)

Diese Antwort hat (natürlich) nichts mit der Wahrheit zu tun, die mit Sicherheit eine von diesen Möglichkeiten wäre:
a) Fußball
b) Formel 1
c) Wie dick Du bist
d) Wieviel hübscher die andere doch ist
e) Wenn ich gewusst hätte, wie Du Dich entwickelst, hätte ich Dich nie genommen f) Wofür ich das Geld deiner Lebensversicherung ausgeben würde, wenn Du stirbst

(Die vielleicht beste Antwort auf diese Frage gab Al Bundy seiner Frau Peg, als er sagte: Wenn ich Dich wissen lassen wollte, was ich denke, würde ich’s Dir sagen)

FRAGE 2: Liebst Du mich?
Die korrekte Antwort ist natürlich “JA!”, oder, falls Sie gerade gesprächig sind: “JA, Schatz!”

Inkorrekte Antworten (also absolut tabu) sind u.a.:
a) Ich glaube schon
b) Würdest Du dich besser fühlen, wenn ich JA sage?
c) Kommt drauf an, was Du mit “Liebe” meinst
d) Macht das einen Unterschied?
e) Mindestens genauso wie meine grossen Lieben vor und nach Dir
f) Sprichst Du mit mir?

FRAGE 3: Findest Du, daß ich dick bin?
Die richtige Antwort ist: “Natürlich nicht!” (mit einem leicht empörten Unterton; wie kann sie nur so eine Frage stellen!)

Falsche Antworten sind u.a.:
a) Verglichen mit was?
b) Ich würde nicht dick sagen, aber richtig dünn bist Du auch nicht
c) Die paar Extra-Kilos stehen Dir gut
d) Ich hab’ schon Dickere gesehen
e) Könntest Du die Frage wiederholen? Ich dachte gerade darüber nach, wofür ich das Geld deiner Lebensversicherung ausgeben würde, wenn Du stirbst

FRAGE 4: Findest Du sie hübscher als mich?
Ähnlich wie bei Frage #3 ist die Antwort: “Natürlich nicht!” (gerne auch mit dem empörten Unterton von vorhin)

Auf keinen Fall sollten Sie derartiges antworten:
a) Ja, aber Du hast einen besseren Charakter
b) Nicht hübscher, aber auf jeden Fall dünner
c) Nicht so hübsch wie Du, als Du in ihrem Alter warst
d) Was meinst Du mit “hübsch”?
e) Könntest Du die Frage wiederholen? Ich dachte gerade darüber nach, wofür ich das Geld deiner Lebensversicherung ausgeben würde, wenn Du stirbst

FRAGE 5: Was würdest Du tun, wenn ich sterbe?
Eine äußerst hinterhältige Frage, da es hier keine definitiv richtige Antwort gibt. Die ehrliche Antwort wäre so etwas wie “Einen Porsche kaufen; vom Geld deiner Lebensversicherung”, aber das ist natürlich tabu. Egal, was Sie hier antworten, stellen Sie sich auf eine längere (mind. 60 min) Diskussion ein, die sich so oder so ähnlich anhören wird:

SIE: Würdest Du wieder heiraten?
ER: Auf keinen Fall!
SIE: Warum nicht - bist Du nicht gerne verheiratet?
ER: Ja schon.
SIE: Warum würdest Du dann nicht nochmal heiraten?
ER: Ok, ich würde wieder heiraten.
SIE: Du würdest? (mit einem leicht entsetzten Gesichtsausdruck)
ER: Ja.
SIE: Würdest Du mit ihr in unserem Bett schlafen?
ER: Wo sollte ich sonst schlafen?
SIE: Würdest Du meine Bilder wegtun und anstellen desse Bilder von Ihr aufstellen?
ER: Das wäre dann ja wohl angebracht.
SIE: Und würde Sie mit meinen Golfschlägern spielen?
ER: Nein, sie ist ja Linkshänderin…”

Happy Monday!

# 08. Februar 1999 um 11:00 PM
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Dienstag, 02. Februar 1999

Sie haben es geschafft. Das letzte Experiment ...


Sie haben es geschafft. Das letzte Experiment auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz ist gelungen, wenn auch kein hoher IQ dabei herausgekommen zu sein scheint. Entsetzt starre ich auf “Mr Germany”, der völlig ohne Vorwarnung meinen Bildschirm mit tönendem ‘Höhöhöhöhö’ und halbverschluckten Silben besetzt und absolut so aussieht, als hätte ein Designer von Mattel sein Gesicht liebevoll zu einer Parodie auf Ken (den von Barbie) zurechtgeknetet. Herrje, ist der echt? Wenn er mir gegenüberstehen würde, ich würde ihm in die orangefarbenen Wangen kneifen und dabei ganz sicher keine Rücksicht walten lassen, denn ob der keine Puppe ist, das müsste ich schon selbst herausfinden. Ein Plastikmensch. Hurra. Es war glücklicherweise nur so ein Mini-Beitrag - wer nicht mal 10 Minuten im Bild ist, kann keine wissenschaftliche Entdeckung sein, mehr so ein skurriles Wesen, das der Belustigung der anderen dient :-)

Zeit ist so knapp momentan, dass ich mich um gar nichts richtig kümmern kann. Etwas entnervt sehe ich einigen Tagen in Brüssel entgegen, eigentlich hatte ich ja gehofft, in dem ‘neuen’ Job gar nicht mehr reisen zu müssen. Lissabon und London würde ich ja noch in Kauf nehmen, aber Belgien? *grmpf* Zuhause bleibt dann doch nur alles liegen. Ich schwanke zwischen drei total unterschiedlichen Designs für das Tagebuch, bin aber inzwischen so vorsichtig geworden, dass ich mich erst festlege und es DANN umbaue. Vielleicht bleibt’s auch so.

Seit einigen Monaten bekomme ich immer wieder zwei unterschiedliche Sorten anonyme Anrufe. Es sind zwei verschiedene Personen, denn die Frau keucht und schnauft so beim Atmen - nicht erotisch, beileibe nicht, ganz im Gegenteil, mehr so, als hätte sie generelle Schwierigkeiten, genug Luft zu bekommen, auch während sie angestrengt den Hörer ans Ohr presst. Ich tue ihr meist den Gefallen, ganz höflich und normal dreimal zu fragen “Hallo? Wer ist denn da?” weil ich weiss, wie wichtig es ihr ist, mich zu hören. Irgendwie habe ich manchmal den Eindruck, da ist jemand echt fixiert auf mich :-)

Der Mann versucht in so einer Art Papageienstimme zu sprechen und imitiert anscheinend eine ältere Ausländerin, die unverständliche Brocken in den Hörer krächzt (oder vielleicht übt er auch nur für den Fall, dass er mal mit Menschen spricht und nicht nur in den Monitor tippert). Das ist mir heute langweilig geworden und ich habe ihn beim Namen genannt. Leider hat er schon aufgelegt, bevor ich ganz ausgesprochen hatte :-)))) ZACK in Sekundenschnelle lag der Hörer der anderen Seite auf der Gabel. Auch da glaube ich, dass ich ein gutes Werk tue, wenn ich diesen Menschen eine nette Ansage auf den Anrufbeantworter spreche. Ich meine, womit sollen die sich denn sonst beschäftigen?

:-)
Amüsierte Grüsse!

# 02. Februar 1999 um 11:00 PM
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