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Ein Feuer, das ein Haus oder einen Teil davon vernichtet, dauert nur wenige Stunden. Aber es kostet Jahre.

Normalität ist etwas, das uns immer noch zu entgleiten droht in dieser Twilight Zone zwischen der Rückkehr in unsere Wohnung und der Verarbeitung des Traumas.

So viele von euch haben uns geholfen, das vergessen wir nicht.

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Montag, 25. Januar 1999

Da steht man mit der Bürste in ...


Da steht man mit der Bürste in der Hand vor dem Badezimmerspiegel und plötzlich, durch die Radionachrichten, ist das kolumbianische Erdbeben ganz nah. Mein Kollege U. ist vor wenigen Tagen nach Kolumbien geflogen, mit Frau und Kind, um sein zweites Kind aus einem Waisenheim zu holen. Ich hoffe, er ist nicht in dem Katastrophengebiet unterwegs.

Gestern hat A. seinen leuchtendroten Z3 beinahe quer unter einen holländischen Truck geschoben. Das Spielzeugauto ist hinüber, wie durch ein Wunder ist ihm nichts geschehen. Ehrlich gesagt finde ich, die Kollegen haben den Alltag jetzt für ein Weilchen spannend genug gestaltet - ich fände es aufregend genug, wenn U. und Familie heil wiederkommen und das zweite kleine schwarze Mädchen auch einen klitzekleinen Schnurrbart hat, wie das erste :-)

# 25. Januar 1999 um 11:00 PM
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Freitag, 22. Januar 1999

Inklusive der ZIPFILES (!) hat das überarbeitete ...


Inklusive der ZIPFILES (!) hat das überarbeitete Diary mit allen Einträgen seit 1996 und den schönen Grafiken - JA DOCH ICH HAB ENDLICH EIN GRAFIKPROGRAMM :-)))) - nur etwas über anderthalb MB *staun*

Na, dafür hat es sich doch gelohnt, die ganze Woche über jeden Feierabend zu opfern.

Happy Weekend, Ihr Lieben!
:-)

P.S.
Im ICQ: Als ich J. fragte, ob er mit mir wetten wollte, dass gewisse Bekannte online bis spätestens Mitte nächster Woche ein “Tagebuch” namens “WiDi” haben, überkreuzte sich das mit seinem Angebot einer Wette, ob sie bis Montag ein Diary namens DiDi haben
*LOOOOOOOOOOL*
... und dann kam auch schon per Mail der Vorschlag, sie würden ein “DuDi” machen, herein! Eigene Ideen und Konzepte müsste man haben :-) Ja, ich kann darüber lachen, ständig nachgeäfft zu werden. Muss ich ja wohl.

# 22. Januar 1999 um 11:00 PM
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Dienstag, 12. Januar 1999

Sieht nicht so aus, als würde der ...


Sieht nicht so aus, als würde der Januar ein Monat werden, in dem ich mein Gefühlsleben unnötigerweise im Web ausbreite :-) genaugenommen habe ich momentan weder Zeit noch Lust fürs Internet. Das geht schon länger so, jaja, und ich bezweifele, dass sich das ausgerechnet im Frühjahr/Sommer ändert.

Mir geht zur Zeit auch alles auf die Nerven - die Männer, die sich als Frauen ausgeben, die anderen Lügner und Heuchler, die ewige Junkmail, die telekomischen Rechnungen, die Art und Weise, wie sich alle im Web als weitaus edler und liebenswerter als in der Realität darstellen wollen und auch einfach dieser Zwang, in die Mail zu sehen, weil man sonst irgendwelche wesentlichen Nachrichten verpasst, leider. Naja, fast alles geht mir auf die Nerven :-))

Wenn es auch einige Online-Tagebücher gibt, die ich regelmässig abklappere, so kann ich doch nicht versprechen, dass dieses hier mehr als ein Archiv sein wird in nächster Zeit. Momentan hat das Offline-Leben mich fest im Griff. Daher ist es sicher nicht übertrieben, wenn ich Euch erst mal ein schönes Frühjahr und schon mal ein kuscheliges nächstes Wochenende wünsche ...
:-)

# 12. Januar 1999 um 11:00 PM
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Mittwoch, 06. Januar 1999

Heute ist mal wieder so ein verdammter ...


Heute ist mal wieder so ein verdammter Tag, an dem ich mich frage, warum ich mich allabendlich in eine Mischung aus freiberuflicher Journalistin und alltagsgestresster Hausfrau verwandeln muss, die wiederum allmorgendlich zuhause zurückgelassen wird, um sich den Anforderungen der sogenannten echten Welt zu stellen :-) *argh!*

Eigentlich wäre ich lieber eine freiberufliche Millionärin. Dann würde ich nicht hier sitzen und brütend den Terminkalender anstarren. Um einen Termin zu suchen, den ich nicht finden KANN, weil keine Zeit dafür ist: Den Kundendienst für den Wäschetrockner kommen zu lassen, scheint sogar noch eine grössere Herausforderung zu sein, als es innerhalb von nur einer Woche mit so einem orangefarbenen Paketschein zur Post zu schaffen. Da fragt man sich doch manchmal, ob man karrieretechnisch alles richtig macht oder ob es nicht doch irgendwo einen senilen Millionär gibt, den man sich als Zweitmann zulegen könnte.

Viele Dinge kann man um fuenf Uhr frueh erledigen oder auch noch kurz vor Mitternacht, einen Handwerker rufen heisst aber nun mal immer, Nerven aus Stahl und endlose Pufferzeiten mitzubringen und das kollidiert aktuell ganz wunderbar mit dem Real Life, welches sich im Buero abspielt. Ausserdem habe ich gerade 5 (fuenf!) Maschinenladungen Bettwäsche und Laken gewaschen, die ich der Reihe nach wegtrocknern wollte, als das Ding in den Streik eintrat. Kein Wunder eigentlich, wenn man so darüber nachdenkt. Unverdrossen habe ich die bunten feuchten Stoffmassen über Kleiderbügel und an den Schrank und jede verfügbare Fläche gehängt, so daß es nun in meiner Wohnung aussieht, als wäre hier der gewisse Verpackungskünstler Christo völlig durchgeknallt.

Soviel zum Thema “bevor ich nun den neuen Wäscheschrank einräume, wird alles einmal gewaschen”. Glücklicherweise hat der Trockner die ersten beiden Abende noch durchgehalten und ist ‘erst’ am letzten ausgefallen, sonst müsste ich doch glatt diesen alten Wäscheständer suchen, den ich irgendwann mal in Gebrauch hatte. Hausfrau zu sein ist echt das letzte. Leider sind wir das alle ein bißchen, manche mehr, manche weniger. Und wenn ich mich nicht darum bemüht hätte, tugendhaft, spiessig und hausfraulich zu sein und alles schön sauber und frisch gewaschen wegzuräumen, dann würde ich jetzt nicht in dieser Kulisse bunter Stoffe hausen, die nur elend langsam trocknet - denn mein Häuschen ist im Sommer angenehm kühl, niemals warm, auch nicht bei 30 Grad im Schatten.

Als ich heute morgen aus dem Haus ging, musste ich mir alle Mühe geben, den fetten blonden Perserkater zu ignorieren, der in halber Höhe in so einem Spannbettlaken hing. Ihn daraus zu entfernen oder gar zu ermahnen, das hätte die neue Deko nur unendlich interessant gemacht, das weiss ich aus schmerzlicher pädagogischer Erfahrung. Und hey, es war nur eines der dunkelbrombeerfarbenen Spannbettlaken aus den 80ern, die aus unerfindlichen Gründen plötzlich wieder da waren, nachdem ich sie vor Jahren mal lange suchte :-) Die feineren Laken habe ich dann schnell noch hochdrapiert, um ihnen ein ähnliches Schicksal zu ersparen, also irgendwie war mir bis vorgestern gar nicht klar, wie verdammt viel Bettwäsche ich doch besitze.

Die Menge der vorhandenen Handtücher ist auch traumatisch. Ein zartgelbes Bad in der ersten Studentenbude (sonnengelbe und orangefarbene Handtücher), ein weisses mit altrosa Design auf den Fliesen in der nächsten (altrosa, hellrosa, Blümchen und so weiter, und so fort), dann ein Bad in blau und weiss (hellblaue, mittelblaue, gestreifte und getupfte Blau- und Weisstöne), beigefarbene Kacheln ‘Sahara’ in der vorherigen Wohnung (braune, beigefarbene, sandfarbene Handtücher, Waschlappen, Badetücher….) und nun: Weiss und Rot. Taräää. Wer hat eigentlich gesagt, daß Handtücher unbedingt schön zum Bad passen müssen? Ich offensichtlich. Kreisch! Es wird Euch bestimmt beruhigen, aber man kann auch alle anderen weiterbenutzen. Wenn man sie denn wiederfindet.

Die Handtücher sind aber wenigstens alle schon frisch gewaschen, getrocknet und gestapelt. Muss ich jetzt Urlaub einreichen für den Termin mit dem Kundendienst, um meinen Wäschetrockner wieder funktionsfähig zu bekommen? Seufz. Das wird wohl nicht gehen, also werde ich mir ohne Trockner helfen müssen.

Aber nein - er ist gerade wieder angesprungen, als ich missmutig gerade eben im Vorbeigehen seine offene Türe zugeschlagen habe! Er war wohl nur überhitzt - und wer kann es ihm übelnehmen? Wie man sich doch freuen kann über so ein mechanisch schabendes Geräusch. Vielleicht sollte ich doch lieber mal Wäsche einfüllen, ein feuchtes Laken oder auch ein halbes Dutzend davon bietet sich zufällig gerade an. Und während ich über den Unmöglichkeiten einer Terminvereinbarung brütete, habe ich sogar noch diesen hausfraulichen Schwank aus meinem Nebenleben hier abgelegt ... da soll mal einer meckern.

# 06. Januar 1999 um 11:00 PM
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