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Donnerstag, 19. März 1998

Eva-Maria ist wieder abgereist, aber irgendwas sagt ...


Eva-Maria ist wieder abgereist, aber irgendwas sagt mir, wir werden von ihr hören/lesen. Hatte ich schon erwähnt, dass ich sie in einem Computerkurs kennengelernt habe, damals, vor Millionen von Sternjahren, als in grossen Firmen ganz vereinzelt die allerersten Personal Computer auftauchten? Ich erinnere mich noch gut an die Diskussion, ob es sich für Frauen im Büro überhaupt lohnt, was anderes als Textverarbeitung zu lernen. Wobei mir einfällt, dass ich bei der Gelegenheit bereits ständig heimlich an dem BTX-Terminal in der Computerschule rumfuhrwerkte, wo es das *atlantis# schon gab, in das ich allerdings nie reindurfte. Lang, lang ist’s her ... 1988?

Von Eva-Maria Mitleid zu erwarten, weil mir mein ganzen Leben lang unaufhörlich die seltsamsten Dinge passieren, ist übrigens vertane Liebesmüh. Sie war oft genug dabei :-) Ich weiss noch, wie ich einen Job in einer japanischen Firma antreten sollte und ein paar Tage vorher begeistert telefonisch auf eine Kleinanzeige geantwortet habe, in der ein Japaner deutsch-japanischen Unterricht im Austausch suchte. Eine Stunde später sass Kobayashi-San zwischen Eva-Maria und mir auf dem Sofa, warf misstrauische Blicke auf Mathilda, die Porzellan-Kuh (jaja, hat den Deckeneinsturz überlebt), lehnte höflich das Angebot ab, auf dem Fussboden zu sitzen (LOL) und ... stellte sich als mein zukünftiger Kollege heraus. Ein einziger Japaner war dort in der Zweigstelle, und genau den hab ich gefunden. Als ich am nächsten Montag dort antrabte und ihm förmlich vorgestellt werden sollte, begrüssten wir uns lässig und liessen fröhlich plaudernd eine Gruppe leitender Angestellter staunend zurück *grins*

Jedenfalls…. meint Eva-Maria anscheinend, ich bin an vielen dieser Zwischenfälle einfach selbst schuld. Hm. Sie selbst wird sich sicher noch staunend umsehen, wenn sie diesen Online-Konsum beibehält. Dank meiner Proteste waren es gestern nur fünf Stunden und ich schubste sie heute nachmittag dann vom PC weg, damit sie nach Hause fuhr. Einerseits konnte ich das alles so gut verstehen, weil es mir auch so gegangen war. Andererseits stelle ich auch fest, dass es mich momentan nicht mehr soviel reizt, im Web zu surfen.

Die Eva war echt überall in meinen Bookmarks, auf den Cool-Spot Seiten der grossen Suchmaschinen und und und. Auch auf Seiten, die mich überhaupt nicht interessieren. Etwas verblüfft entnahm ich einer triumphierenden Mail, dass mich ein stolzer Homepage-Besitzer in seinem Logfile gesehen habe. Ich muss zugeben, dass mir sowas leichte Übelkeit verursacht. Wie arm ist doch ein Leben, das sich an sowas bereichert, wie hohl muss man sein, um täglich stundenlang seine Logs abzuschlabbern :-) und ich war ja nicht mal selbst “da”, das ist ja der Witz an der Sache. Und dann dem albernen Treiben noch die Krone aufsetzen und so eine Mail schreiben, um es auch noch aktenkundig zu machen, wie wenig man doch zu tun hat *grins* ich habe kopfschüttelnd zurückgeschrieben, dass es ja eigentlich schade sei, dass man heutzutage keine Stasi-Karriere mehr machen könne, zumindest für manche Leute. Das war zwar etwas biestig, gibt aber ganz gut wieder, was ich davon halte.

Natürlich möchte man als Homepage-Besitzer wissen, wer die Besucher sind und wieviele es sind und so weiter, aber den Leuten zu schreiben, dass man sie “erwischt” hat, das ist die untere Untergrenze :-)))))) nur tägliches Rumschnüffeln, Auswerten, Hinterherhecheln und Dauerspannen kann das überbieten.

Klaas schreibt “Ich stehe noch immer vollkommen neben mir. Wenn ich mal wuesste, wie ich mein Hirn wieder aus dem StandBy-Modus in normalbetrieb umschalten kann, ginge es mir wahrscheinlich doch erheblich besser.” Tja, wenn er den Trick rausfindet, soll er ihn mir sagen. Nach vier Wochen mit durchschnittlich fünf Stunden Schlaf pro Nacht und einer non-stop-Party ginge es mir nicht anders :-))))))

# 19. März 1998 um 11:00 PM
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Mittwoch, 18. März 1998

Manchmal schenkt das Leben einem ganz seltsame ...

Manchmal schenkt das Leben einem ganz seltsame Momente :-) Gestern abend durfte ich erleben, wie es den anderen wahrscheinlich ging, als ich mich im November 1994 in das virtuelle Leben warf. Um zwanzig nach Fünf loggte ich Eva-Maria ins Internet ein, erklärte ihr ein paar Kleinigkeiten über den Netscape-Browser, zeigte ihr die Suchmaschinen, machte einen Probelauf, startete ICQ .... und lehnte mich staunend zurück, um achteinhalb Stunden lang zu beobachten, wie sie von der Maschine nicht loszueisen war. Stundenlang chattete sie mit Walt, fand nebenbei die seltsamsten Webseiten und quatschte ungeniert einfach Roger an, als ich zwischendurch wegfuhr, um uns mit Essen zu versorgen und traf dann online auch noch Jens. Unglaublich *grins* wenn ich sie nicht ins Bett geschubst hätte, hätte sie wahrscheinlich meinen Rekord gebrochen. Wenn ich den Gerüchten glauben darf (der Kronzeuge wurde inzwischen entlassen), probierte ich damals fast zufällig meinen damaligen Internetzugang aus, der ein Nebeneffekt zur Kontoführung war, anfangs. Und wurde für siebzehn Stunden eingesogen, bis ich mich kaum noch aufrecht halten konnte. Ich nahm dann erstmal drei Tage Urlaub “um mir das zu geben” und was so alles noch passierte, wisst Ihr ja in groben Zügen :-)

Jetzt muss ich mich aber beeilen. Eva-Maria hat gerade ihren Mann angerufen, dass sie noch länger hierbleibt als bloss gestern nacht (*g*) und wenn ich nicht einen Zahn zulege, steht dies hier erst morgen online :-))))))) denn Ihr glaubt doch nicht, dass ich an meinen PC kann, wann immer ich will? Ein Modem haben wir zumindest theoretisch in einem Online-Shop schon ausgesucht und ich habe sie auch zu den ersten HTML-Schritten bereits gezwungen. Calisto sagte das sehr schön “Dann will ich bloss nicht weiter bei der wichtigen Aufgabe stören, noch jemanden süchtig zu machen” :-)

P.S. Warum meine Mail erstmal unbeantwortet liegenbleibt, wisst Ihr ja jetzt auch.

# 18. März 1998 um 11:00 PM
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Dienstag, 17. März 1998

Heute abend kommt Eva-Maria bei mir vorbei. ...


Heute abend kommt Eva-Maria bei mir vorbei. Ich sehe sie leider nicht sehr oft, seit sie von Düsseldorf wieder zurück nach Osnabrück gezogen ist und ich habe mich morgens dabei erwischt, dass ich gedanklich nach dem Trittbänkchen suchte. Wir haben nämlich mal eine Zeitlang zusammengewohnt, das heisst, ich hatte sie einfach eingeladen, bei mir zu wohnen, weil es in Düsseldorf bessere Chancen auf einen Job gab. Wahrscheinlich ist es nur gutgegangen, weil sie ein so ausgeglichener Mensch ist *grins* aber es ist sehr gutgegangen. Sie hat einfach solange bei mir gewohnt, bis im selben Haus ein Appartment frei wurde. Und solange sie bei mir wohnte, hörte ich jeden Morgen das Schrapp-Schrapp des Holzbänckchens, auf das sie klettern musste, um in meinen Spiegel schauen zu können. Schrapp-schrapp. Sofort verschwand Djinny, die graue Perserkatze, wie ein wolliger Kugelblitz im Bad. Lange habe ich mich gefragt, was die beiden dort drinnen immer machten. Ich wusste ja, dass Djinny eine grosse Schwäche für die kleine Eva-Maria hatte - die Kleinen müssen zusammenhalten :-) Irgendwann liessen sie dann die Tür halb auf und ich konnte sehen, wie Eva-Maria auf das Trittbänkchen kletterte und Djinny auf den Waschbeckenrand. Eva-Maria wusch sich das Gesicht und Djinny auch. Dann kämmten sie sich, und dann tupfte Eva Parfüm erst auf sich und dann auf Djinnys Pfote und das Viech hielt still. Ein Wunder, dass das fette Kätzchen nicht auch noch gepudert wurde!

Das Trittbänkchen habe ich natürlich nicht mehr. Was ich ebenfalls nicht mehr habe, ist der sehr grosse und sehr schöne Ficusbaum, den Eva-Maria und ihr Freund (jetziger Mann! die haben einfach geheiratet!) mir letzten Sommer zum Geburtstag geschenkt haben. Ausreden haben keinen Zweck, Eva-Maria hat mehr als eine Pflanze in meiner Umgebung sterben sehen. Jahrelang. Das schlechte Gewissen macht mich ganz bockig - wie kann mir jemand, der mich so gut kennt, etwas schenken, das keine Geräusche von sich gibt, wenn es Hunger oder Durst hat???

Heute abend wird also gechattet und gesurft. Es ist völlig in meinem Interesse, dass Eva-Maria sich ausgezeichnet amüsiert, damit sie sich auch ein Modem kauft, also seid nett, falls wir Euch treffen :-)))

# 17. März 1998 um 11:00 PM
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Montag, 16. März 1998

“Ruf mich an!” und “Komm ins Separee” ...


“Ruf mich an!” und “Komm ins Separee” und “ich lass Dich rein .... sooft du kannst, solange Du willst….” Langsam geht es mir echt auf den Geist, dass Andrea diese komischen Fernseh-Spots für 0190er-Datelines spricht. Ich zucke jedesmal zusammen, weil ich denke, sie hat sich ins Zimmer geschlichen :-)))) Das liegt an dieser neuen schlechten Angewohnheit, hinter meinem Rücken den Fernseher laufen zu lassen, wenn ich am PC arbeite. Ausser der mir ja schon jahrelang bekannten Stimme meiner Freundin Andrea in den allabendlichen Spots kriege ich allerdings nichts mit.

# 16. März 1998 um 11:00 PM
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Sonntag, 15. März 1998

Gestern habe ich es dann getan. Nachdem ...

Gestern habe ich es dann getan. Nachdem ich grosse Bruchteile meines Lebens damit verbringe, lauter computerfeindlich gesinnten Menschen zu erklären, dass es viel, viel, viel mehr als Pornographie und Psychopathen im Web gibt, ging mir auf, dass das gar nicht unbedingt wahr ist. Nicht prozentual gesehen *grins*

Das brachte mich dann doch ins Grübeln. Weniger als 10% aller User sind Frauen, die Hälfte aller Webseiten haben den einen oder anderen sexuellen Inhalt und ich kenne ganz klar mindestens 20 lupenreine Psychopathen. Hm… da bleibt wirklich nicht mehr viel!? :-)))) Obwohl gestern ein Fan dieses würgreizerregenden Marilyn Manson das Bild einer Leichenschändung ins Klapse-Gästebuch gestellt hatte, laufe ich rum und erzähle den Leuten, es gibt hier noch ganz andere Dinge. Dabei hab ich selbst noch nie nach Sex/Porno gesucht, bin immer nur mit der Nase reingestossen worden wie ein Hündchen, das aber gar nichts angestellt hat.

Ab in die nächste grosse Suchmaschine und “Antonio Banderas” 黧 eingegeben. Wenn schon nackt, dann bitte auch jemand, den ich gerne so sehen würde *grins* Tja, und was passiert? Ich finde ein Nacktbild von Jean-Claude van Damme und könnte mich immer noch schütteln, buäääh, wer hat den denn aus dem Dackelzwinger entkommen lassen????? Ich finde ein klitzeklitzekleines Nacktbild von Leonardo di Caprio und müsste doch glatt dafür zahlen, näher hingucken zu können und sooo spannend ist es dann auch wieder nicht. Bin nicht mal sicher, ob es wirklich LdC ist, so klein ist das Bild! Ich finde den Hintern von Keanu Reeves, der kann sich auch echt sehen lassen. Ich finde, und das konnte ich nun weder verstehen, wiederholen noch nachvollziehen, ein zahnärztliches Selbstdiagnose-Formular. Als ich dann den nackten Antonio fand, war ich schon so müde, dass ich nur noch nachsehen konnte, ob er biologische Abweichungen aufweist. Anscheinend nicht.

# 15. März 1998 um 11:00 PM
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