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Samstag, 07. Februar 1998

So muss das mit den Beschwerden bei ...


So muss das mit den Beschwerden bei einer Geburt und Schwangerschaft sein. Jedesmal vergesse ich, wieviel Stress, Aufwand und Nerverei es ist, ein “Soziales Projekt” :-) durchzuziehen und erinnere mich nur an dieses geile Feeling, wenn total unterschiedliche Leute sich dafür einsetzen, etwas Sinnvolles, Edles, Gutes :-)))) zu tun und ich das koordiniere, organisiere oder wie auch immer man diesen Irrsinn der zehntausend Mails und Anrufe nennen will. Dann fange ich an ... schmeisse mich kopfüber rein .... alles läuft bestens ... es wird mehr ... es wird noch mehr .... es wird immer mehr .. und eines Morgens sitze ich fluchend und spuckend vorm Monitor, weil alle drei Sekunden vier Mails kommen und alles bestens läuft - bis auf eins: Den dezent in den Cyberwind geschrieenen Hinweis WIR HABEN KEINEN VERDAMMTEN ZEITDRUCK, VERDAMMT!!!! haben alle überhört
:-))))))) Was denn, was denn ... ich beschwere mich doch nicht. Ich bin nur knatschig, weil ich es doch wirklich inzwischen wissen müsste, wie sowas läuft, aber den stressigen Teil immer und immer wieder verdränge, bis zum nächsten Projekt (siehe den ersten dieser sinnlosen Sätze von heute *grins*). Und wie gemein ist das: Als ich zum erstenmal mithalf, eine Grossveranstaltung für geistig behinderte Menschen auf die Beine zu stellen, war ich genauso enthusiastisch und die Projektleitung hatte mich ständig am Hals - wie also soll ich länger als drei Sekunden genervt sein, wenn ich mit vor Begeisterung übersprudelnden Helfern konfrontiert werde???? Bin ich ja auch nicht. Ich hätte nur so gerne ausgeschlafen *schluchz* aber dann hätte ich nun echt keine Chance gehabt, heute soweit durch den Mailberg zu steigen, dass ich Chiya beim Tippen hätte helfen können, wie versprochen. Abgesehen davon ist alles super. Ziemlich super sogar. UND !!! die erste Klapse ist online - auf ins Archiv! Rüdiger war sehr schnell, schade ist nur - und zwar sehr schade, denn völlig entgegengesetzt dem Sinn des Projektes - dass er nicht gewartet hat, bis auch seine kleine Helferin sich beteiligen konnte. Auch die von ihm eigenmächtig eingefügten Sprüche “was Eltern ihren Kindern antun” musste ich entfernen, das ist zwar sicher nett gemeint, aber naiv: Wenn es so simpel wäre, wenn Kids in Behandlung müssen…. und wer sind die geheimnisvollen “mehreren namenlosen Freunde”, die bei der Erstellung der Klapse 1 so hastig geholfen haben? Ärgerlich, sowas.

“In the beginning, God created the bit. And the bit was a zero.

On the first day, he toggled the 0 to 1, and the Universe was. (In those days, bootstrap loaders were simple, and “active low” signals didn’t yet exist.)

On the second day, God’s boss wanted a demo, and tried to read the bit. This being volatile memory, the bit reverted to a 0. And the universe wasn’t. God learned the importance of backups and memory refresh, and spent the rest of the day (and his first all-nighter) reinstalling the universe.

On the third day, the bit cried “Oh, Lord! If you exist, give me a sign!” And God created rev 2.0 of the bit, even better than the original prototype. Those in Universe Marketing immediately realized that “new and improved” wouldn’t do justice to such a grand and glorious creation. And so it was dubbed the Most Significant Bit. Many bits followed, but only one was so honored.

On the fourth day, God created a simple ALU with ‘add’ and ‘logical shift’ instructions. And the original bit discovered that—by performing a single shift instruction—it could become the Most Significant Bit. And God realized the importance of computer security.

On the fifth day, God created the first mid-life kicker, rev 2.0 of the ALU, with wonderful features, and said “Forget that add and shift stuff. Go forth and multiply.” And God saw that it was good.

On the sixth day, God got a bit overconfident, and invented pipelines, register hazards, optimizing compilers, crosstalk, restartable instructions, microinterrupts, race conditions, and propagation delays. Historians have used this to convincingly argue that the sixth day must have been a Monday.

On the seventh day, an engineering change introduced Windows into the Universe, and it hasn’t worked right since.”

# 07. Februar 1998 um 11:00 PM
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Montag, 02. Februar 1998

Hallo, ich teile mal ein Stückchen Text ...


Hallo, ich teile mal ein Stückchen Text mit Euch. Habe ich (einfach grob runterformuliert ohne Feintuning *heul*) als Input für einen Artikel geliefert :-) warum sollt Ihr nicht auch ... genau.

Input:
Im Frühjahr 1991 lasen die Kinder in der Schule der Jugendpsychiatrie Düsseldorf in einer Schülerzeitung “Eine Schule ohne Schülerzeitung ist doch gar keine richtige Schule” und das ärgerte alle, auch die Lehrer, da sie ja schliesslich eine richtige Schule sein wollten. Besonders, da die Schule in der Psychiatrie sowieso kaum jemand kannte und man immer allen alles erklären musste, wenn man erzählte, dass man in der “Klapse” lebte und zur Schule ging. Die Idee für die Schülerzeitung KLAPSE war geboren.
Obwohl es nicht so einfach war, da wenige technische Möglichkeiten zur Verfügung standen, waren alle fest entschlossen zu zeigen, was in “psychisch Kranken” so alles stecken konnte.
Die erste Ausgabe erschien im April 1991 und enthielt zwei Vorwörter - eins von den Schülern, eins von den Lehrern. Schliesslich hatte die KLAPSE-Redaktion eins sofort begriffen: Eine typische Schülerzeitung konnte das schon deswegen nicht werden, weil rund dreissig Schüler in der Psychiatrie waren, von denen 25 an der KLAPSE mitarbeiteten. Wer also sollte die Zeitung lesen? Leute ausserhalb der Klinik, beschloss man, denen kann es nicht schaden, wenn sie mal ein paar Vorurteile abbauen.
Dabei haben alle geholfen, auch die Kleinen. Die erste Ausgabe von 300 Exemplaren erschien und war so schnell vergriffen, dass die KLAPSE-Redaktion es gar nicht fassen konnte. Schnell wurden 150 nachgedruckt ... und es stand fest: Die KLAPSE 1 bleibt kein Einzelkind “das machen wir jetzt zweimal jährlich”. Begeisterte Leserbriefe motivierten, Spenden und ein “Förderverein Klapse” halfen, diese besondere Schülerzeitung zu etablieren. Die Ausgabe 14 erschien trotz aller Schwierigkeiten bei der Finanzierung mit einer Auflage von 1.000 Stück im Winter 1997/1998.

Die Idee, die KLAPSE ins Web zu stellen, entwickelte sich ganz logisch aus der Überlegung “Wie schaffen wir es, vielen Leuten von uns zu erzählen, ohne Geld auszugeben, das wir gar nicht haben?” Da eine Internetseite nun mal den grossen Vorteil hat, dass man sie nur einmal herstellen muss, damit viele tausend Menschen sie lesen können, überlegten wir, dass ein Online-Archiv die Möglichkeit bieten könnte, die KLAPSE weiter zu verbreiten.
Aber wie? Die Kids haben nicht genug Computer und viele leben nur vorübergehend in der Psychiatrie, so dass es wenig Sinn macht, sie in der Programmierung von Internetseiten zu schulen (insbesondere, da viele genug Probleme haben und sich nicht darum kümmern könnten). Die Lösung war dann die Aktion “Wer adoptiert eine KLAPSE”, die sich an hilfsbereite Webdesigner richtete und wie eine Bombe einschlug.

Anfang Februar haben wir nun nicht nur den Speicherplatz und die Möglichkeit, das bunte KLAPSE-Logo auf viele Homepages zu verteilen, sondern auch über 20 hochmotivierte ehrenamtliche Helfer, wie sie eine Werbeagentur nicht besser hätte zusammenstellen können. Während einige noch ungeduldig darauf warten, anfangen zu können, weil “ihre” Klapse noch nicht da ist, haben andere schon tagelang gewerkelt und werden bald eine Ausgabe präsentieren können.
Unter [url=http://www.melody.de/klapse]http://www.melody.de/klapse[/url] wird man die Möglichkeit haben, in acht Jahren KLAPSE zu stöbern und zu staunen. Nicht immer ist es leichte Kost, manchmal erkennt man mit leichter Gänsehaut sich selbst wieder oder lernt etwas, das man nicht lernen wollte und doch sicher nicht mehr vergisst. Immer aber staunt man über die Lebendigkeit und die liebevolle Ausarbeitung dieser Schülerzeitung. Bist Du reif für die KLAPSE?

Jetzt tippe ich erst einmal brav die erste KLAPSE ab, die dann von Chiya gelayoutet wird. Ich freue mich so über ein paar Sachen, die ich schon zu sehen bekam und die ich hier nicht verraten darf :-) weil es für alle Helfer eine Überraschung sein soll :o) Und was auch toll ist: Ich habe die Helfer so verteilt, wie ich inständig hoffte, dass sie zusammenpassen würden. Und es sind schon einige neue Freundschaften entstanden *freu*

Noch gehört die KLAPSE-Seite nicht zu den Top 10 der bei mir angeforderten Homepage-Seiten. Aber das ist das kurz- und langfristige Ziel :-)

# 02. Februar 1998 um 11:00 PM
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