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Donnerstag, 18. September 1997

“Es ist recht unterhaltsam, wie Du so ...


“Es ist recht unterhaltsam, wie Du so vor Dich hin schreibst, aber wie wäre es denn mit einem Thema?” meinte Karl per Mail. Es ist unterhaltsam, aber ich soll es ändern. Sagt Karl. Ein Thema. Ich. Hm. Also, ich könnte natürlich irgendwie jedesmal ein Thema rauskramen. Beispiel:

Unsichere Autofahrer/innen sind potentielle Mörder!
Das fällt mir jetzt ein, weil ich heute so eine Dame in seichtem Zickzackkurs und wild mit den Augen rollend durch die Innenstadt kurven sah. Sie parkte zweieinhalb Millimeter vor meinem Auto und fuhr dann zeternd und keifend samt Ehemann wieder davon, diesmal als Beifahrerin.
Aber als was für eine :-) Sowas sollte verboten werden. Das meine ich ernst. Wer unsicher fährt, soll es gefälligst üben. Und wer es absolut nicht kann, sollte es bleiben lassen, zum Wohle der Allgemeinheit. Und wer sogar als Beifahrer noch zur Erhöhung des Sicherheitsrisikos beiträgt, gehört in den Kofferraum. Aber ist das ein ganzes Thema???? :-)

Egal. Thema hin oder her, das steht mir nicht. Ich mache weiter wie bisher.
CU :-)

# 18. September 1997 um 10:00 PM
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Mittwoch, 17. September 1997

Ich habe ein nagelneues Hobby. Es heisst ...


Ich habe ein nagelneues Hobby. Es heisst “Ich sage Pro7 Talkshows ab” und es treibt mich in den IRRSINN.

“Hi Carola,
mein Name ist ,,, und ich bin Redakteurin bei der Talkshow “2 gegen 2” von ProSieben. Unsere nächste Sendung beschäftigt sich mit dem Thema: “Kavaliere - charmant oder überflüssig?”. Ich hoffe, daß Du mir als “Emanze” weiterhelfen kannst: Ich suche nämlich eine Frau, die überhaupt nichts davon hält, wenn ihr ein Mann zum Türöffnen beflissen herbeispringt oder ihr die schweren Taschen aus der Hand reißt und damit seine Ritterlichkeit unter Beweis stellt. Eingeladen habe ich zu dieser Sendung bereits einen Berufskavalier (ehrlich, er verdient Geld mit seinen guten Manieren.) Falls Du die Meinung vertrittst, daß Kavaliere überflüssig sind, oder eine Frau kennst, die so denkt, wäre ich Dir dankbar, wenn Du mich anrufen könntest. Meine Telefonnummer ist 0431 -XXXXXX, und ich bin in der Zeit von 9:00 - 17.30 zu erreichen. Die Aufzeichnung der Talkshow ist übrigens am 26.09.1997 vormittags in Kiel, Reisekosten werden erstattet, außerdem gibt es ein Honorar. Es wäre schön, wenn Du Dich meldest, vielen Dank He… Stangen….”

“Hallo Hei….,
vielen Dank für die Einladung. Es ist die dritte, die ich in den letzten Wochen von Pro7 erhalten habe, und ich möchte weder zu “Zwei gegen Zwei” noch zu “Arabella” noch in irgendeine andere Talkshow als Gast kommen. Auch nicht, wenn man mich jede Woche fragt.
Vielleicht könnten Sie diese Mail ans Schwarze Brett in der Kantine hängen, damit sich das bei Pro7 herumspricht? Es ist nicht persönlich gemeint.
Danke
herzliche Grüsse
Carola Heine “

*schluchz* Es muss da draussen ein paar hunderttausend Leute geben, die wer-weiss-was dafür tun würden, mal ins Fernsehen zu kommen. Jedesmal wenn ich so eine Mail bekomme - allein wie sich das anhört “jedesmal” - überlege ich kurz und verwerfe den Gedanken dann gründlich. Die kriegen mich noch so weit, dass ich Pro7 gucke, wenn die so weitermachen! Zuschauer suchen die bestimmt genauso dringend wie Talkgäste :-( Die Marketingdame von ECON hat mich mal zaghaft gefragt, ob ich denn zu Roger Willemsen gehen würde. Haha, das konnte ich seelenruhig versprechen *in die Ecke fall vor Lachen* der wird mich wohl nicht einladen *prust* mit dem Versprechen habe ich mir ganz sicher nichts angetan. Aber wenn es sie doch getröstet hat? :-)

Ach, wie werde ich dieses lange Ausschlafen und die Frühstücke äh Brunchs mit Freunden vermissen .... ich bin ziemlich froh, dass ich nicht weggefahren bin. Vielleicht muss man gar nicht immer so weit weg, um mal ausgiebig zu relaxen ... und die Katzen sind total aufgeblüht.

# 17. September 1997 um 10:00 PM
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Dienstag, 16. September 1997

Tolle Gestaltungsmöglichkeiten hätte ich, mit dem neuen ...


Tolle Gestaltungsmöglichkeiten hätte ich, mit dem neuen Scanner und dem dazugehörigen Grafikprogramm…. Vor meinem inneren Auge sah ich bereits schön authentische Abbildungen alter Tagebücher :-) und tolle Gifs als Schrift und und und. Dann fiel mir ein, dass es immer einer der Pluspunkte meiner Seiten gewesen ist (und bleiben wird), daß sie so schnell laden. Also habe ich mich an das neue Tabellen-Layout gemacht, es ist nicht so spektakulär - aber rasend schnell geladen. Ich hoffe, Ihr wisst, dass ich das nur für Euch tue! Auf dicke Grafiken im Design verzichten und so. Als ich das neue Tagebuch auf seinen Webspace geschoben habe, installierte ich auch einen Webtracker. Um herauszufinden, wieviele von den etwa 200 täglichen Besuchern ins Tagebuch schauen, klar :-) Nun, es waren am ersten Tag etwa 150. Den Rest der Homepage werde ich jetzt wohl wegwerfen *grins*

Online-Tagebücher als Kunstform ... Das durchzuhalten und auch so vernünftig zu machen, das es wirklich jemand lesen will, das ist auch eine Kunst :-) Ich musste mir selbst einen Schubs geben, noch eine Änderung vorzunehmen und die täglichen Einträge so zu linken, dass man zum nächsten weiterblättern kann. Eigentlich selbstverständlich, aber auch mehr Arbeit *grummel* Hab’s dann aber angefangen. Gestern habe ich mehr zufällig herausgefunden, dass die Welle der amerikanischen Online-Journals ebenfalls so Mitte 1996 anfing zu schwappen. Ich kenne eigentlich auf deutsch niemanden, der online etwas führt, das ich auch ein richtiges Tagebuch nennen würde. Wenn Ihr jemanden kennt oder jemand seid, nur her mit der URL
:-) Vielleicht mache ich ja mal eine Liste.

Gestern habe ich den Fehler gemacht, tagsüber ans Telefon zu gehen und hatte prompt den Menschen dran, der damals die Megaperls erfunden hat. Nein, das hört sich nur so seltsam an :-) er hat inzwischen eine eigene Firma (Innovatives Management, Consulting, was sonst) und ich habe vor längerer Zeit mal einige Präsentationen neu gelayoutet, als sie sich eine Festplatte zerhauen hatten. Ziemlich maulig erklärte ich ihm, dass ich schon lange keine so kleinen Aufträge mehr annehmen würde, weil ich damit nur meine kostbare Zeit verplempern würde ... und wurde völlig entwaffnet von der charmanten Bitte “Sie würden mir aber einen grossen persönlichen Gefallen tun”. Klar war das ein grosser Gefallen. Und wenn der junge Mann nicht so niedlich und blond wäre, wäre ich auch nicht drauf reingefallen *grins* Na, was soll’s - war nicht mal eine Stunde und ich werde es nicht mal in Rechnung stellen. Versteuert käme nicht einmal eine anständige Pizza dabei raus :-)

Jedenfalls las ich staunend und lernend über Haarpflege - mehr kann ich leider nicht verraten - und die Bedeutung für Frauen verschiedener Altersgruppen. Ziemlich cool, mal so aufgeschrieben zu sehen, was mir selbst oft durch den Kopf geht. Als Fan langer Haare falle ich zwar nicht auf die Versprechen der Werbung ‘rein, bin ja nicht blöd, nicht wahr: Man muss eben das pflegen, was die Natur einem an Kopfbedeckung mitgegeben hat.

Aber da ist es mir eben sehr wichtig, nicht ungepflegt auszusehen oder mit strähnigen, ums Gesicht flatschenden Haaren, die man dauernd mit beiden Händen aus der Sichtfläche schaufeln muss, rumzulaufen *iiieeeks* Vor etwa 10 Jahren :-) sah ich eine schöne lange Mähne und beschloss, mir auch eine wachsen zu lassen. Vor ein paar Tagen sah ich eine fiese, ekelige und strähnige Langmähne und überdachte mein ursprüngliches Vorhaben “so lang wie möglich” noch einmal. Zwar sind meine Haare absolut nicht ungepflegt - aber die Spitzen waren unregelmässig geworden. Zwanzig Zentimeter habe ich abschneiden lassen, und es hat niemand bemerkt, ausser mir, weil ich jetzt nicht mehr darauf sitze und viel gepflegter aussehe. Leicht ist es mir nicht gefallen ... oder doch? Doch, es ist mir leichtgefallen. Es sind immer noch die längsten Haare, die ich kenne :-) Und wie ich gerade gelernt habe ... ach, das darf ich ja nicht verraten. *Unterlagen in den Schredder stopf* :-)))))

# 16. September 1997 um 10:00 PM
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Montag, 15. September 1997

Wie die meisten regelmässigen Besucher gemerkt haben ...

Wie die meisten regelmässigen Besucher gemerkt haben werden, habe ich das Diskussionsforum der Emanzenhomepage gekillt. Es war nicht mehr so, daß ich mich auf neue Nachrichten dort gefreut habe, es wurde immer mehr zu einem “Mal schauen, welcher durchgeknallte Spinner sich jetzt wieder auskotzen musste” und das hat mit Spaß an der Sache nichts mehr zu tun. Heute nachmittag habe ich reingeschaut und fand es nur noch lästig, mich wieder und wieder und wieder mit irgendwelchen Leuten auseinandersetzen zu müssen, die nur rumjaulten. Am schlimmsten, und das kann ich nur immer wieder betonen, sind die selbsternannten Erziehungsberechtigten, die höchst selten wirklich etwas zu sagen haben *grins*

Beispiel: Wenn ein dämlicher Beitrag im Forum angeblich gefälscht ist, kann ich die Bitte um Löschung wirklich nur vom Gefälschten entgegennehmen und nicht von jedem dahergelaufenen (anonymen) Retter der Menschen und der Menschheit, der auch noch äusserst wirres Zeug schreibt. Wenn ich dieses dann auch schreibe und mich daraufhin dann mit lauter Beiträgen im Tenor von “müsst Ihr denn alle so böse sein zueinander, habt Euch doch lieb und seid so intelligent wie ich und nicht so doof wie Melody” auseinandersetzen muss ... und das von jemandem, der nur kurze Zeit vorher das Forum thematisch völlig missbraucht hat und wegen dem ich eine Menge aufwendige Klärungsmails am Hals hatte .... dann bin ich wieder mal verärgert. Und da ich keine Lust mehr habe, mich dauernd zu ärgern, ziehe ich eben die Konsequenz. Weg mit dem Mist :-)

Es hat mir dann auch nicht weiter leid getan, im Gegenteil. Wie die Toten Hosen immer so schön singen, wenn ich meinen elektronischen Papierkorb leere: “Nichts ist für die Ewigkeit”. Da jetzt bestimmt wieder jemand sein Herz ausschütten muss, weil er oder sie sonst platzt, habe ich sogar die Mail wieder entsperrt.

GLOBAL ONLINE 9/97,
Rubrik Lesen & Lernen
Sinnlich. Wer in Chats hineinschaut, wird anfangs nur Wortfetzen und Gestammel verstehen. Insider haben eine Metasprache, die schwer zu entschlüsseln ist. Carola Heine hat mit den Stilmitteln des Chats einen Liebesroman ohne Happy-End geschrieben. Sie gibt damit einen Einblick in die Diktion und die soziale Verstrickung der Netzkommunikation. Offenbar schöpfte sie aus eigenen Erfahrungen. Vor zehn Jahren wäre das Buch wohl noch im Science-Fiction-Regal gelandet.
Carola Heine, Liebe auf den ersten Klick, ECON Düsseldorf, ISBN 3-612-27308-6

Happy End, kein Happy End - Romanze oder nicht, mir ist es langsam echt egal. Es scheint auch ziemlich schwierig zu sein, eine komplett korrekte Presse-Info zu schreiben? Davon abgesehen scheint dies der erste Kurztext zu sein, in dem klargestellt wird, daß es sich um einen Einblick in eine bestimmte Mentalität handelt :-)

Gestern mitten in der Nacht (naja, so gegen Mittag) klingelte es an der Tür, und der Eigentümer der Wohnung, der Geschäftsführer der Wohnungsverwaltung, der Hausmeister und noch drei nicht zu identifizierende junge Männer des Typs Versicherungsvertreter (?) lächelten mir freundlich entgegen, wie ich mich im Schlafanzug an den Türrahmen kuschelte. Grund des Besuchs? Man wollte mich darüber informieren, dass ich den Luftschacht des Badezimmerfensters reinigen müsse, da sonst die Gefahr bestände, dass Frösche und Mäuse hereinkommen würden. Ach was. Ich hatte mir schon gedacht, daß diese ganzen Frösche nicht im Wald nebenan gewartet hatten, bis ich endlich eingezogen bin. Aber hätte es ein Brief nicht auch getan??? Oder ein Anruf? *seufz*

# 15. September 1997 um 10:00 PM
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Montag, 08. September 1997

Mail von ARABELLA:“Hi there!Grüße aus der Arabella-Redaktion! ...


Mail von ARABELLA:

“Hi there!
Grüße aus der Arabella-Redaktion! Ich bin der Volker, und ich bereite gerade eine Sendung mit dem Titel “Männer sind die besseren Menschen” vor. Da bin ich über Deine Homepage gestolpert. Wenn Du Lust hast, dann rufe mich doch mal kurz an. Ich würde mich gerne mit Dir über das Thema unterhalten und evtl. in die Sendung einladen (wenn Dir das Risiko, mit einem Verblödungssender-Volontär [ich zitiere Dich sinngemäß] zu kommunizieren, nicht zu groß ist!). Wahrscheinlich hast Du wahnsinnig viel zu tun, ja, ja, aber ich weiß, Du kannst es schaffen! Ich glaube an Dich! Bis bald,
Volker (Red. ARABELLA)”

und das habe ich geantwortet:

“Hallo Volker,
gegen die Kommunikation mit Dir habe ich nichts, aber in die Sendung komm ich ganz bestimmt nicht :-) das sag ich lieber gleich und frei von der Leber weg. Da wird’s auch ganz bestimmt NICHTS geben, was man daran aendern kann, denn ich finde diese Talkshows ganz gruselig und dachte bisher immer, man *mietet* die Menschen, die dort auftreten. (Nein, ich brauche kein Geld.)
Ich weiss nicht, ob Maenner die besseren Menschen sind, ich glaube es auch nicht. Wenn Du Dich darueber unterhalten willst, weil Dir auf der Emanzen-Page irgendwas ins Auge gestochen hat *grins* oder in das Diskussionsforum der Emanzen-Homepage eine grosse Einladung an potentielle Talkgaeste schreiben willst, bitte, kein Problem, da helf ich gerne. Es wird ja auch sicher viele Menschen geben, die gerne mal so einen Auftritt ausprobieren wuerden.
Herzliche Gruesse und viel Erfolg
Melody”
(da kam dann aber nichts mehr *grins*)

# 08. September 1997 um 10:00 PM
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