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Freitag, 28. Februar 1997

Der Februar ist vorbei! Nie hätte ich ...


Der Februar ist vorbei! Nie hätte ich gedacht, dass ich mal so froh sein würde , wenn ein Monat um ist. Der Umzugstermin ist endlich “in Sicht”, den letzten Monat schaffe ich jetzt auch noch.

Eine E-Mail mit dem Text “Laie an Profi: Bitte beachte die angehängte htm-Datei! Danke!” Ehrlich gesagt habe ich jetzt Migräne. Diesen Herrn Fraro habe ich mal kurz online getroffen und nach einigen Minuten “Chat” in AOL wurde die Verbindung getrennt, kein Trägerton vom Modem und blabla. Ich habe dann extra noch einmal den Kurierdienst losgejagt, damit er NICHT denkt, ich hätte mich einfach ausgeklinkt und habe ihm gemailt, ich sei aus AOL geflogen. Dann kamen in den nächsten Tagen noch irgendwelche Mails mit jeweils nur einem Satz, ich erinnere mich nicht genau, irgendwas wie “passiert das öfter” und so ohne weiteren Kommentar, dazu habe ich mir aber wahrhaftig nichts gedacht. Jetzt soll ich also diese Datei beachten, hm? Dieser Mensch (ich nehme mal an, es ist kein Marsbewohner) unterstellt mir also wirklich und wahrhaftig, ich hätte die Verbindung zu ihm unterbrochen, weil er ein Anfänger sei.

Das ist so unverschämt, ich habe nur knapp zurückgeschrieben: “Hallo Fraro, ich hatte die Verbindung zu Dir nicht unterbrochen, sondern ich bin aus AOL geflogen. Das hatte ich Dir auch per Mail mitgeteilt. Wenn ich mich richtig erinneren, sogar ZWEIMAL. Es freut mich, wenn Dir meine Homepage gefällt, allerdings möchte ich Dich sehr darum bitten, keine wilden Vermutungen anzustellen. Ich bemühe mich darum, jede Anfrage zu beantworten und habe bisher noch jede Frage zur Homepagegestaltung etc. freundlich beantwortet, also werde ich das sicher nicht so auf mir sitzen lassen, OK? Du solltest etwas vorsichtiger sein. Viel Erfolg bei der Erstellung Deiner eigenen Homepage. Grüsse, Carola”.

Mir reichen schon die Spinner, die behaupten, sie hätten mein Buch gelesen und es sei so super, dass sie sich unbedingt mit mir treffen müssten. Oder diejenigen, die behaupten, sie hätten mein Buch gelesen und es hätte ihnen nicht gefallen, sie müssten das diskutieren (erscheinen tut’s erst in ein paar Wochen, aber das haben die meisten sicher gemerkt?). Dann gibt es noch die Verleumder (“jeder, der mich Scheisse findet, ist natürlich in Wirklichkeit Melody, denn dass ich peinlich, blöde und beklagenswert bin, das können unmöglich mehrere Leute finden”), die mir anonyme Mails und gefälschte Pseudonyme unterstellen, und die Neider, letztere überschneiden sich. Zusammen mit den Beleidigungen (ausgerechnet die auf der Emanzenpage durch den Kakao gezogenen Klischees! *grins*) und den anonymen Gästebuch-Verwüstern (Java-Script für Kinder, Obszönes) ist das eigentlich reichlich.

Dieser Fraro meint’s wahrscheinlich nicht böse, aber alleine seine Einbildungskraft ist schon erschreckend. Ich bin erwachsen und durchaus in der Lage, jemandem höflich mitzuteilen, wenn ich keine Lust auf ein Gespräch habe. Das ist das eine. Aber obwohl ich ERKLÄRT habe, dass die Verbindung zum Netzwerk unterbrochen und das Gespräch daher beendet wurde, mir zu unterstellen, ich wäre zu gelangweilt (überheblich?) für ein Gespräch mit einem Anfänger gewesen, das nervt schon wieder unendlich. Solche Unverschämtheiten sorgen natürlich dafür, dass man wirklich keine Lust mehr hat, auf diese dämlichen Telegramme zu antworten.

Ich könnte mich jedenfalls ohrfeigen, dass ich so höflich war, auf diese unaufgeforderte Kontaktaufnahme überhaupt zu reagieren - das hab ich nun davon. Nachtrag: Fraro hat dann noch einmal geschrieben und süffisant-herablassend gemeint, er könne sich ja beim besten Willen nicht vorstellen, dass ich mir wirklich mit anderen soviel Mühe geben würde, wo ich doch so bekannt sei… Was für ein Arsch. Sorry. Genug geärgert… da gibt es jetzt jemanden, der ganz sicher nie mehr mit einer Antwort von mir rechnen darf. Nun, dies sind halt WEB-Notizen :-) und wenn Ihr mal auf die Reaktionen der Emanzenpage schaut, da ist auch mal wieder so ein Goldstück dabei, bei dem man um den Fortbestand der menschlichen Rasse fürchtet.

Schnellstatistik: Die Emanzenpage 15.755 Abrufe in 3,5 Monaten und Home of The Melody 15.167 in 7 Monaten, der WEBFEHLER 3.340 in fünf Monaten. Der Zähler fällt recht häufig aus, wahrscheinlich sind es noch ein paar Besucher mehr gewesen.

# 28. Februar 1997 um 11:00 PM
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Donnerstag, 27. Februar 1997

... Ein Offline-Lesetip

Die Klapse
Seit ein paar Jahren abonniere und verschenke ich diese Schülerzeitung bei jeder möglichen Gelegenheit und jetzt lege ich sie Euch ans Herz.. Warum? Weil es eine ganz besondere Schülerzeitung ist, nämlich die der Schule in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Düsseldorf.

 


Anfang der 90er habe ich ein paar Jahre lang für Special Olympics als ehrenamtliche Helferin gearbeitet und deshalb hat ein Kollege mir ein Exemplar der KLAPSE mitgebracht. Nun hat Kinder- und Jugendpsychiatrie auf den ersten Blick nicht viel mit Sportveranstaltungen für geistig behinderte Menschen zu tun. Auf den zweiten aber doch, denn beide - Special Olympics als weltweise Organisation und die “Klapse” als kleine Düsseldorfer Schülerzeitung - bemühen sich unter anderem um die Förderung von Verständnis und Toleranz. Ich war also gleich begeistert. Vor allem, als ich feststellte, dass die KLAPSE wirklich von den Kindern und Jugendlichen selbst gemacht wird. Sie schreiben die Artikel und geben die halbjährliche Zeitung auch sonst selbst heraus.
Es ist keine einfache Lektüre, aus dem Mund einer 12jährigen zu erfahren, wie sie den Missbrauch durch ihren Vater erlebt oder zu lesen, wie ein Scheidungskind die psychiatrische Abteilung beschreibt. Aber vielleicht ist es genau das, was die meisten von uns einmal lesen sollten, um ein paar Vorurteile abzuwerfen?! Die KLAPSE beschreibt sich selbst in der Ausgabe 12 wie folgt:
Wir wollen nicht mehr ständig unter der Angst leiden:
weil wir stationäre oder teilstationäre Hilfe zur Behandlung einer psychischen Erkrankung irgendwann in unserem Leben in Anspruch genommen haben.

 


Gleichzeitig hoffen wir, durch unsere Aufklärungsarbeit auch denen helfen zu können, die dringend Hilfe brauchen, sie aber aufgrund von Unwissenheit und Vorurteilen gegenüber “Psychiatrie” oft weit von sich weisen.”
Was hier durch diesen kurzen Ausschnitt leider nicht so richtig rüberkommt: Klapse lesen macht Spass. Und durch die vorgestellten Bereiche der Psychiatrie und interessante Interviews ist sie auch ziemlich lehrreich. Willi, der Redaktionswurm, begleitet den Leser durch Erzählungen, Gedichte und Erfahrungsberichte, was sicher etwas damit zu tun hat, dass schon sehr junge Kinder sich beteiligen dürfen.
Ein erstes Buch gibt es auch schon: “Wenn die Seele überläuft” von M.-L. Knopp und Klaus Napp, herausgegeben vom Psychiatrieverlag: “Kinder und Jugendliche erleben die Psychiatrie. Das Buch enthält an die 70 kurze Geschichten über die Psychiatrie und das Leben - über Themen wie Angst, Depressionen, Suizidversuche, Psychosen, Eßstörungen und Drogen. Es ist also kein erheiterndes Buch. Man kann es dennoch leicht lesen und darin blättern, weil die Geschichten in ihrer Kürze jeweils für sich stehen. Das Buch ist ein Erfolg, das lässt sich jetzt schon absehen. Drei Wochen nach Erscheinen musste der Verlag es nachdrucken. Fast eine Sensation.” (Asmus Finzen, Soziale Medizin).

Das Buch habe ich selbst noch nicht, ich werde es mir zusammen mit dem zweiten “Reif für die Klapse” (erscheint im März) zulegen. Warum jetzt auf einmal über die Klapse schreiben, wenn ich doch schon jahrelang ein Abo habe? Ganz einfach: Alle Ausgaben der KLAPSE bis auf eine habe ich weiterverschenkt, damit möglichst viele Leute sie zu lesen bekommen. Und diese eine fiel mir jetzt beim Ausräumen der Schränke in die Pfoten und ich habe direkt Herrn Napp angerufen, um der KLAPSE Unterstützung bei der Erstellung einer Homepage anzubieten. Ich bastele sowieso gerade an einer Webseite für eine heilpädagogische Einrichtung und hätte mich selbst klapsen ähm ohrfeigen können, dass ich nicht früher darauf gekommen bin, dass die KLAPSE auch ins Web gehört. Die KLAPSE-Redaktion war aber soeben selbst darauf gekommen und ich habe versprochen, zu helfen, wenn und wo ich kann.
Es wird also in absehbarer Zeit eine Homepage dieser einzigartigen Schülerzeitung geben, und bis dahin könntet Ihr Euch und anderen doch eigentlich ein Abo spendieren. Das ist nämlich so dermassen preiswert und unterhaltsam, dass Ihr vor Scham versinken solltet, wenn Ihr es nicht tut. Vor allem unter dem Aspekt, dass sich jeder Leser genau dieses Textes nachgewiesenermassen ein recht teures Hobby leistet :-))))

Einfach das Geld (auch in Briefmarken) für die nächsten DREI KLAPSEN in einen Briefumschlag stecken und schicken an: KLAPSE E.V., Abo-Bestellung, Bergische Landstrasse 2, 40629 Duesseldorf. Bitte Absender-Adresse und Verwendungszweck nicht vergessen - so ein Mini-Abo ist übrigens auch ein nettes Mitbringsel bzw. Geschenk! Wahrscheinlich solltet Ihr dazuschreiben, dass Ihr auch die Winter-Ausgabe 96/97 noch gerne als ersten Teil dieses Abos hättet, sollte sie noch nicht ausverkauft sein - sonst gibt es die erste KLAPSE erst im Sommer (da bin ich mir aber nicht ganz sicher). Die KLAPSE erscheint zweimal im Jahr, im Sommer und im Winter .... und ausserdem, wer schon immer mal in einem Förderverein sitzen wollte, hat hier eine nette Chance *smile*
P.P.S. Soweit ich weiss, gibt es das KLAPSE-Abo auch fürs Ausland - Sponsoren machen’s möglich? Gerade habe ich meine letzte Ausgabe verschenkt, wenn ich die Faxnummer wiederfinde, trage ich sie hier nach. Bis dahin gibt’s ja auch die Schneckenpost :-)

# 27. Februar 1997 um 11:00 PM
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Mittwoch, 26. Februar 1997

Es ist praktisch, so ein Webtagebuch zu ...


Es ist praktisch, so ein Webtagebuch zu führen: Jeder, mit dem ich telefoniere oder den ich treffe, weiss schon über die aktuellsten Katastrophen Bescheid und bietet Hilfe an :-) Bisher habe ich so getan, als würde ich die ganzen dezenten Hinweise auf die Möglichkeit einer wüsten Auszugsfete in der bereits ruinierten Bude schlicht überhören. Aber mal ehrlich, warum tut Ihr mir das an???? Habe ich nicht schon genug am Hals? *kreisch!!!* Kommt nicht in Frage!

Der Song Let it be läuft gerade im Radio. Weisst Du, was das in der echten Welt bedeutet, der ‘Niedergang der westlichen Kultur’? Wenn man die ersten zwei Minuten von “Let it be” die Luft anhält und hofft, dass es keine Tekkno-Rap-Hip-Hop-Version irgendeiner Boygroup ist. (Wenn Du nicht weisst, was ich meine, bist Du so jung, dass Du jetzt am besten Deinen Schnuller nimmst und schlafen gehst.)

Es war keine. Ist “Boygroup” nicht ein echtes Un-Wort?

# 26. Februar 1997 um 11:00 PM
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Dienstag, 25. Februar 1997

Leicht betreten lege ich den Telefonhörer auf ...


Leicht betreten lege ich den Telefonhörer auf und schaue mich um, ob die Katzen es gehört haben: Ich habe eine Steuerberaterin. Erst einen Anwalt, dann eine Steuerberaterin. Und, unter uns, in dem neuen Haus werde ich auch eine sauteure Einbauküche haben. Wohin soll das führen???? Das war auch alles nicht geplant, ganz ehrlich. Wenn die Decke nicht heruntergefallen wäre, hätte ich weiter in meinem “malerischen Chaos” gehaust… ich hätte keinen Anwalt gebraucht und Zeit gehabt, mich zwei Wochenenden andächtig mit meiner Steuererklärung in Klausur zu begeben. Doch, ehrlich - seit ich herausgefunden habe, dass gerade diejenigen am pampigsten zu mir sind, die von meinem Einkommen profitieren, bin ich viel interessierter an Steuern :-) Nur habe ich jetzt *ehrlich* keine Zeit (erleichtertguck).

Als ich 30 wurde, hat mir das nichts gemacht. Aber diese Decken-Katastrophe mit all ihren Folgen katapultiert mich noch ins Mittelalter. (Übrigens: Wenn man irre genug ist, mit Disketten durch die Gegend zu laufen, findet sich immer eine Gelegenheit äh ein PC zum Upload *grins*)

P.S. Was ich mit dem Spruch über Steuern meinte? Ganz einfach: Am weitesten reissen in diesem Land immer diejenigen das Maul auf, die nicht halb so gut leben würden, wenn nicht ganz normale Arbeitnehmer mit ihren Steuern das soziale Netz finanzieren würden. Und das ärgert ganz sicher nicht nur mich :-) nicht das soziale Netz, sondern die grosse Klappe der Blutsauger darin. Ich bin dafür, dass jemand, der ein jahrzehntelanges Studium nicht abschliesst, meinen nächsten Urlaub finanzieren muss. Dass Frauen, die dreimal nacheinander übergangslos und mit Tagesmutter in den Mutterschutz gehen, bei mir als Putze arbeiten müssen ... und so weiter ;-))))

# 25. Februar 1997 um 11:00 PM
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Montag, 24. Februar 1997

Zu alt für IKEA und zu jung ...


Zu alt für IKEA und zu jung für “Möbel Mehlmann”, gibt es das? Nein, ich falle nicht mehr auf die komischen Spanplattenküchen und Mini-Kopfkissen herein, aber für beleuchtete Schrankwände ist es einfach IMMER zu früh. Womit ich nicht sagen will, dass es bei den Schweden nicht die eine oder andere nette Vitrine gibt (Accessoires sind bei IKEA immer noch toll) oder bei dem gesitteten Möbelhaus nicht auch den einen oder anderen schönen Couchtisch. *seufz* Ich werde erwachsen. Es ist nicht zu leugnen. Keine mittelmeerblauen Wände mehr, angeschlagene Tassen habe ich wirklich und wahrhaftig WEGGEWORFEN und das französische Lotterbett landet im Keller. Ist das noch aufzuhalten? Oder ist dieses Gefühl in Wirklichkeit tiefe Zufriedenheit mit dem neuen Haus und nicht das erste Anzeichen von Alzheimer?

# 24. Februar 1997 um 11:00 PM
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